9 persönliche Fragen an Hubert Hoche

Er ist ein Exot unter den (Blasorchester-)Komponisten unserer Zeit. Seine Werke verlangen eine weit intensivere Auseinandersetzung als das bei anderen Komponisten der Fall ist – schon allein wegen all dem Experimentellen, das in seinen Partituren zu entdecken ist. Es gehört Mut dazu, sich mit dem Neuen, dem Avantgardistischen und Ungewohnten auseinanderzusetzen – wie auch sich für Werke von Hubert Hoche zu entscheiden. Einige seiner Werke habe ich gehört, aber selbst noch nie gespielt. Dennoch hoffe ich, dass sich einer meiner Dirigenten doch mal für ein Werk von ihm entscheidet – ich denke, das öffnet Horizonte. Die Werke von Hubert Hoche müssen Euch Eure Dirigenten näher bringen – oder falls Ihr Dirigent seid, dann müsst Ihr selbst an Hand seiner Partituren und Hörbeispiele die Kompositionen von Hoche erforschen. Ich möchte Euch heute den Menschen Hubert Hoche und seine kompositorische Gedankenwelt näher bringen und habe ihm deshalb 9 Fragen gestellt. Und vielleicht macht Euch dieses Interview ja auch neugierig auf seine Musik!

 

Wie beschreibst Du Dich selbst, wie beschreibst Du Deine Musik und wie viel „Du selbst“ steckt in Deiner Musik?

“Grundsätzlich sehe ich mich als eine harmoniesuchende Person, der das im Fluss befindliche Leben liebt. Ich setze mich gerne vor allem für idealistische Angelegenheiten ein, die fernab unserer marktwirtschaftlichen Denk- und Lebensweise sind. Der Kontakt und die Kommunikation mit Freunden und (nicht) Gleichgesinnten empfinde ich als sehr wichtig und inspirierend. Einer der wichtigsten Dinge in meinem Leben ist meine Familie. Ich sage extra „einer der wichtigsten“, da es für mich auch die Musik gibt, die ein Teil von und in mir ist, der existentiell ist und ohne die ich nicht kann. Zugegeben, diese zwei Dinge, Familie und Musik, sind oft schwer vereinbar und als „Harmoniesuchender“ bin ich da oft in einem starken Spannungsfeld gefangen.

Meine eigene Musik zu beschreiben halte ich für sehr schwierig, aber ich versuche es und hoffe, dass es nachvollziehbar wird.

Beim Kompositionsvorgang sehe ich fast immer einen Film in mir ablaufen, so bezeichne ich mich auch gerne als visuellen Komponisten. Dieses Visuelle schlägt sich oft in den Titeln nieder, wie Nebelbilder, Different ways to see oder TWOFACE, um nur einige zu nennen. Auch sind gesellschaftliche Themen gerne Inhalt meiner Musik. Mein Klangideal ist europäisch geprägt. Mir macht einfach das Experimentieren sehr viel Vergnügen. Routine ist für mich sehr schwer ertragbar, da es für mich die Kreativität Schritt für Schritt einschläfert. Vergleichbar mit einem Kind, das ein Spielzeug bekommt, gerne damit spielt, aber irgendwann „herauswächst“ und sich neue Reize sucht – diesen Vergleich empfinde ich für mein Komponieren und meine kompositorische Entwicklung als sehr treffend. Immer auf der Suche nach Neuem. Das heisst natürlich nicht, dass das Klangergebnis für alle neu ist, je nach Hörgewohnheiten des einzelnen Zuhörers. Im Blasorchesterbereich bin ich wohl eher ein Exot, da meine Werke aus den dort üblichen Hörgewohnheiten noch stark herausfallen. Was mich aber nicht stört. Das empfinde ich als sehr spannend.

Ich denke, dass meine Musik zu 100% ich selbst bin, da ich mich beim Komponieren nur auf technische Kompromisse einlasse, je nach Ensemble oder Orchester für die komponiert werden soll, aber nicht auf ästhetische. Ich wurde schon oft gefragt, warum ich denn aus wirtschaftlichen Gründen nicht „gefälligere“ Musik schreibe. Da sage ich immer nur, dass man im Leben viele Kompromisse eingeht, aber in meiner Musik mache ich das nicht. Da gebe ich auch schon Aufträge an Kollegen weiter bevor ich eine stilistische Adaption schreiben soll. Wenn mir ein z.B. gesellschaftliches Thema auf den Nägel brennt muss ich das eben auf meine Art verarbeiten und das ist die Musik. Ich halte es auch für wichtig, dass man sich als Komponist zu seiner Zeit in der man lebt äußert und das auch mit einer aktuellen „Sprache“. Bei aller Harmoniesuche provoziere ich dadurch natürlich auch und wenn es den einen oder anderen zum Nachdenken anregen sollte, wir vielleicht sogar in eine Diskussion kommen dadurch, was will man mehr?”

 

Komponist – Verleger – Dirigent: wie viel Raum nehmen diese drei Bereiche jeweils in Deinem Leben ein, welchen Stellenwert haben sie jeweils für Dich persönlich und was ist jeweils Deine Motivation?

Hubert Hoche
Hubert Hoche

“Das Komponieren gehört zu mir wie die Bedürfnisse nach Essen und Trinken, es ist einfach da und gehört zu mir wie ein Finger, Arm oder Bein, somit ist das Komponieren allgegenwärtig, dazu muss ich mich nicht erst ans Klavier setzen. Das letzte Jahr war für mich aus kompositorischer Sicht ein Desaster, da ich mit der Erstellung der neuen Verlagswebsite so beschäftigt war und ich den Arbeitsaufwand dafür unterschätzt hatte. Der Entschluss, die Website gleich zweisprachig zu machen, war dann der „Kompositionskiller“, da mich das so in Anspruch genommen hat, dass ans Komponieren nicht mehr zu denken war. Leider konnte ich das Webshop-Projekt auch nicht strecken, da die alte Website nicht mehr funktionierte. Letztendlich, glaube ich, hat sich die Arbeit gelohnt und wir präsentieren unsere Verlagswerke nun absolut zeitgemäß. Nun habe ich wieder mehr Zeit für andere Dinge, da die Organisation der Verlagsangelegenheiten bei einer Mitarbeiterin liegt. Der Verlag, in dem ja nicht nur meine Werke verlegt werden, sondern ich auch Kollegen mit aufgenommen habe, ist vor allem wichtig, wenn man mit Theatern oder Opernhäuser verhandeln muss. Als Komponist allein hat man da eine deutlich schwächere Position.

Ich habe mir für die Zukunft nun mehr Freiräume geschaffen zum Komponieren und Dirigieren. Im Moment arbeite ich u.a. an einem großen Werk für Blasorchester mit einer Länge von 50 Minuten. 2016 habe ich meinen 50. Geburtstag und damit stehen auch einige besondere Konzerte an, wie ein Porträtkonzert in der Hochschule für Musik in Würzburg, dafür gilt es auch noch 2 Werke zu komponieren, außerdem steht ein Konzert für Klarinettist und Blasorchester an. Somit läuft es ganz gut. Zur Zeit ist meine Einteilung so dass ich vormittags komponiere, nachmittags Büroarbeit mache und mich ab dem späten Nachmittag dem Dirigieren widme mit allem was dazu gehört. Das ist der Idealfall, aber jeder der sich selbst solche Tagespläne macht, weiß, dass dieser Vorsatz wichtig ist und die Realität dann den Rest erledigt.

Das Dirigieren ist mein Medium um musikalisch zu arbeiten; ob mit Orchestern, Chören oder Ensembles, das macht viel Spaß. Der Moment in dem sich alle der Musik hingeben und sich das Ichgefühl sowohl bei Dirigent als auch Musikern auflöst und man wie an einer Schnur verbunden musiziert, das sind unauslöschbare Glücksmomente! Ich sehe mich als Dirigent als einen der emotionalen Art. Gerade in der Neuen Musik diese Emotionen den Musikern darzulegen bedeutet mir sehr viel. Sich neue Hörgewohnheiten zu erarbeiten ist für jeden Menschen mehr oder weniger schwierig, aber zu vermitteln, dass diese Musik keine Kopfgeburten sind, sondern Emotionen im Spiegel unserer Zeit, das ist mir ein innerstes Bedürfnis. Ich sehe mich da völlig als Vermittler im Dienste der Musik.

Im Bereich Komponieren und Dirigieren habe ich keine äußeren Motivationsgründe, das Bedürfnis dies zu tun ist einfach da. Es gibt natürlich Momente, wo ich keine Lust habe, weil ich zu müde oder überarbeitet bin, aber sobald ich wieder aufgetankt bin erledigt sich diese Unlust von alleine.”

 

Was macht Dich in Deinem Leben besonders glücklich und zufrieden?

“Ein gemeinsames Essen mit meiner Familie ist für mich im Moment einer der schönsten Momente, da wir alle sehr unterschiedliche Lebensrhythmen haben durch die Lebensbereiche wie Schule, öffentlicher Dienst und Komponist/Dirigent/Verleger.

Einfach in Ruhe Musik zu hören, ob zu Hause oder im Konzert ohne etwas anderes zu machen, das sind ganz wichtige Momente.

Wenn ich das erste mal eine neu geschaffene Komposition live höre und ich merke, dass diese in allen Bereichen „funktioniert“, das ist toll.

Der Moment beim Dirigieren, wenn alle zu Musik werden, wie oben bereits erwähnt.

Das Gefühl nach dem Sport, erschöpft und zufrieden, die Herstellung der Balance zwischen Körper und Geist.

Es gibt für mich einfach viele kleine Dinge, die mich zufrieden und glücklich machen, wie letztens erst der erste Blick morgens aus dem Fenster mit dem ersten Schnee in diesem Winter. Wunderbar!”

 

Körper, Geist und Seele: was ist Dein Rezept, um mit dir selbst in Einklang zu kommen?

“Ganz wichtig für mich ist der Kaffee am Morgen in aller Ruhe (ohne Telefon etc!!), auch wenn man dafür eine Stunde früher aufstehen muss. Dann täglich (was leider nicht immer gelingt) Qi Gong. Bücher lesen und Fahrrad fahren sind ebenso wichtig für mich.”

 

Lässt Du Dich von den Klängen Deiner Umgebung beeinflussen, wenn ja, wie beeinflussen diese Klänge Dein kompositiorisches Schaffen, wenn nein, wie grenzt Du Dich von ihnen ab?

“Die Klänge und Geräusche meiner Umgebung beeinflussen mich sehr stark! Damit meine ich weniger die Musik als Alltagsgeräusche. Die Idee zu ProjectTWO entstand als ich in einer Fußgängerzone im Freien einen Kaffee getrunken habe. Hinter mir erklang die Musik des Cafés aus der Konserve, gegenüber auf dem Platz war eine Gruppe Indios, die mit Herzblut musizierten und etwas weiter weg auf einer Treppe saßen Jugendliche mit einer Anlage und hörten ebenfalls Musik aus der Konserve. Ich saß fast in der Mitte dieser „Kakophonie“ und der Kaffee schmeckte immer weniger. Jedenfalls kam mir der Gedanke, wie es wohl dem Publikum gehen würde, würde man so eine Szene mit in eine Komposition einbauen. Gedacht – gemacht! Das Ergebnis war ProjectTWO und ich habe es mit einem Blasorchester, welches in einer ländlichen Gegend beheimatet war, präsentiert. Das war ein richtiger Skandal von euphorischer Befürwortung bis zu gänzlicher Ablehnung war so ziemlich alles dabei, was man als Komponist hören will bzw. eben nicht. Das war ein sehr emotionales Erlebnis für alle Beteiligten. Die Musiker waren teilweise mit diesen Reaktionen überfordert, da man gewohnt war nach dem Konzert ein „Ihr habt toll gespielt – und wo gehen wir jetzt zum Essen hin“ zu hören. Dieses Mal war es völlig anders, das Publikum wollte einen Standpunkt finden zu dem Gehörten und diskutierte eifrig und sehr kontrovers darüber. Für viele waren aber die eigenen Hörgewohnheiten zu weit von dem gerade gehörten entfernt. Jedenfalls fühlten sich einige wie ich damals in diesem Café.”

 

Welches Werk / welche Deiner Werke haben für Dich die größte persönliche Bedeutung und warum?

“Da ist auf jeden Fall MYSTIKA zu nennen. Ein thematisch unheimlich kompaktes und komplexes Werk, welches gerade für Blasorchester, Tänzer und Visualisten in Arbeit ist und 2017 zur Uraufführung kommt. Es geht darin um den Sinn unseres Seins im Spiegel unserer Triebe.”

 

Was trennt die beiden Formationen Sinfonieorchester und Blasorchester (außer der Besetzung), wo liegen die Gemeinsamkeiten und was können die einen von den anderen lernen?

“Aus der Sicht eines Komponisten liegt ein großer Unterschied in der Art an die Komposition heranzugehen. Musiker im Sinfonieorchester sind gewohnt auch solistisch zu musizieren – nimmt man die Streicher etwas heraus. Die Musiker im Blasorchester spielen vor allem im Register zusammen, der solistische Part ist eher die Ausnahme. In den höheren Schwierigkeitsgraden nimmt das etwas ab, aber grundsätzlich ist das schon so. Für Sinfonieorchester kann ich mit einer 100% Klangvorstellung komponieren, die auch so zur Aufführung kommen wird. Beim Blasorchester muss ich flexibler herangehen, da oft die sogenannten Mangelinstrumente, wie Oboe, Fagott, etc., fehlen können. Komponiere ich nun eine signifikante Stelle z. B. für die Oboe und das Blasorchester hat nun gerade niemanden besetzt, wird es schwierig. Oder ich füge diese Stimme in eine andere Stimme ein, damit der Part z. B. in diesem Fall von der Flöte übernommen werden kann. Was passiert aber dadurch? Der ursprünglich gefühlte Charakter der Musik verändert sich. Aus der Sicht des Komponisten – es wird beliebiger. Wie gesagt, diese Flexibilität muss man als Komponist mitbringen und in das Komponieren einbeziehen.

Der Klang eines Sinfonieorchesters kann eine Zartheit durch die Streicher erreichen, was mit Blasinstrumenten nicht zu machen ist. Auch hat ein Streicherapparat mehr Klangfarbenmöglichkeiten auf Grund der unterschiedlichen Spieltechniken als die adäquaten Klarinetten im Blasorchester. Das sehe ich nicht als Wertung sondern als Fakt! Es sind eben verschiedene Besetzungen denen man als Komponist gerecht werden muss.

Historisch gesehen ist die Entwicklung beider Orchesterarten sehr unterschiedlich gewesen. Das hier auszuführen sprengt den Rahmen eines Interviews. Was sich im Moment allein in der Organisationsstruktur zeigt, ist für mich auch ein Zeichen wohin sich etwas sich entwickelt oder nicht. Ein Sinfonieorchester wird in der Regel von professionellen Dirigenten geleitet. Was hat dies alleine schon für Konsequenzen für den Ausbildungsbereich, die Qualitätssicherung des Orchesters, die Programmauswahl …? Ebenso ist die Organisation meist in den Händen von Profis oder professionell denkenden Personen. Im Blasorchesterbereich ist das anders, was in der Historie begründet liegt. Natürlich bemühen sich die Verbände die Dirigentenausbildung auf ein höheres Niveau zu heben, aber ein Dirigent, der studiert hat, ist vom ganzen Background auf einem anderen Level und schön, dass dies noch so ist, sonst müsste man ja diese Ausbildungsrichtung in Frage stellen, aber das ist ein anderes Thema. Womit aber Blasorchesterdirigenten, die ihre Scheine in den Verbänden machen meistens nicht in Berührung kommen ist die stilistische Sensibilisierung und Weiterentwicklung in die Musik unserer Gegenwart, damit meine ich nicht Pop oder Rockmusik. Das sollte unbedingt mit in diese Ausbildungsformen aufgenommen werden, wenn eine musikalische und nicht nur technische Weiterentwicklung der Dirigenten und Musiker gewünscht ist. Ob sich ein Musiker oder Dirigent danach „berufen“ fühlt sich auch der musikalischen Gegenwartskunst zu widmen, das muss man selbstverständlich ihm überlassen, aber er hat zumindest davon gehört und hätte die Möglichkeit. Einen Ansatz dazu bieten wir mit dem Festival UNerHÖRTes in der Bayerischen Musikakademie an am ersten März-Wochenende. Auf der Website der Akademie gibt es mehr Details dazu.”

 

Da möchte ich gerade eingreifen mit einer Frage, die mir gerade sehr passend erscheint. „Denn wenn es Kunst ist, ist sie nicht für alle, und wenn sie für alle ist, ist sie keine Kunst“: Wie stehst Du zu diesem Zitat von Arnold Schönberg?

“Tja, Schönberg ist schon speziell. Aus einem bestimmten Blickwinkel heraus bin ich seiner Meinung und möchte das auch begründen:

Die Gegenwartskunst ist grundsätzlich dem Zeitgeist voraus, da die Künstler sich ja neue Reizpunkte für sich setzen und überlegen, aus dem Gedanken mit dem Beispiel vom Kinderspielzeug von vorhin heraus denkbar. Hat ein Komponist z. B. die kompositorische Entwicklung bis zu seiner Gegenwart konsumiert und mit diesem Material „gespielt“ wird er irgendwann an den Punkt kommen, wo er sich Gedanken macht sein „Spielzeugrepertoire“ zu erweitern, da er sich „langweilt“. Dann geht er persönlich einen Schritt in die Zukunft. Was bis dahin niemand gehört und gedacht und gefühlt hat außer eben ihm selber.

Nur ein Zuhörer, der sich ebenso intensiv mit Musik der Gegenwart auseinandersetzt wird dem Komponisten auf diesem Weg folgen können. Aber ganz ehrlich, wie viele Zuhörer machen das, haben die Lust und vor allem die Zeit dazu? Heute sagen viele Beethoven und Brahms … das ist Kunst. Natürlich ist das Kunst und heutzutage sogar für eine Breite Masse des Publikums. Aber es ist Kunst aus einer anderen Zeit, deren Hörgewohnheiten sich langsam aber sicher in unsere Ohren gepflanzt hat, da wir ständig mit ihr in Berührung kommen. Somit kennen das sehr viele. Aber wer kennt Werke von Rihm, Adams, Reich, Schweinitz, Lachenmann, um nur wahllos in die Namensliste zu greifen und hat sich mit deren Werke auseinandergesetzt? Schönberg meint also die Auseinandersetzung und das Weiterdenken auf dem gegenwärtigen Stand der Kunst als Kunst und nicht das schreiben eines Rocksongs – was, wenn man es gut macht auch eine Kunst darstellt, aber das meint Schönberg nicht. Aus diesem Blickwinkel heraus empfinde ich den Ausspruch Schönberg als richtig.”

 

Wie siehst Du die Zukunft der Blasorchester bzw. der Musikvereine, was wird sich in Zukunft ändern, was sollte sich ändern, was muss sich ändern?

“Ich denke, dass das Blasorchester als Kulturträger und Multiplikator in unserer Gesellschaft immer wichtiger werden wird, je mehr unser Staat den Kulturabbau fortsetzt und unsere Kultur der Quote überlässt. Pauschal halte ich eine weitergehende Entwicklung der Professionalisierung der Musikvereine für sehr wichtig. Schon aus dem Gedanken heraus, dass unser Publikum durch den Konsum unserer Medienwelt immer anspruchsvoller im Konsum von Musik wird. Aber auch immer schneller gelangweilt ist.

Welche Eltern möchten ihre Kinder nicht bestens untergebracht und gefördert wissen? Das weckt Ansprüche. Allerdings, finde ich, sollte sich diese Entwicklung auch auf die kulturelle Bildung auswirken mit mehr Mut zu unserer eigenen europäischen Tradition!”

Wer nun neugierig geworden ist und sich einen Ein- und Überblick über die Musik von Hubert Hoche machen möchte, der schaut am besten auf seine Homepage: http://www.hubert-hoche.de/. Dort findet Ihr auch die Links zu Hörbeispielen, Demo-Partituren und einige Videos seiner Kammermusikwerke.

 

 

 

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Musik ist ein sehr wichtiger Bestandteil meines Lebens. Musizierende Menschen zusammen zu bringen meine Leidenschaft.

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