Militärmusik in Österreich – Wie sich die Österreicher für den vollständigen Erhalt einsetzen

Kurz vor Weihnachten 2014 wurde bekannt, dass die Militärmusiken in den österreichischen Bundesländern jeweils auf 20 Mann reduziert werden sollen und dies schon ab Mitte 2015! Eine für das Kulturland Österreich alarmierende Meldung! Doch es regt sich Widerstand. Letzte Woche fand in Wien eine durch die Medien viel beachtete Protestaktion statt. Mehrere Hundert Musikerinnen und Musiker aus ganz Österreich sammelten sich zuerst vor dem Ballhausplatz, anschließend vor dem Österreichischen Parlament und demonstrierten gemeinsam für die Erhaltung aller Militärmusiken in der bisherigen Größe von 47 Musikern mit einem großen Sympathiekonzert. Organisiert wurde diese grandiose Veranstaltung vom Österreichischen Blasmusikverband und den Militärmusikfreunden Österreich. Vorangegangen war dieser Aktion eine umfangreiche Unterschriften-Sammlung. Über 50.000 Unterschriften konnten für den Erhalt der Militärmusiken in Österreich gesammelt werden.

Wie schon geschrieben, gab es eine riesige Medienresonanz und Sympathie-Bekundungen von verschiedenen Politikern. Können jedoch die Verantwortlichen in der österreichischen Regierung vom unbestreitbaren Wert der Militärmusik in Österreich noch überzeugt werden?

Von offizieller Militärmusik-Seite habe ich auf Anfrage folgendes Statement von Herrn Mag. Oberst Heher, dem Heeresmusikchef und Gardekapellmeister erhalten:

Auf Grund politischer Entschlüsse werden die österreichischen Militärmusiken neu organisiert und aufgestellt. Die neue Besetzungsstärke beträgt statt den 47 wie üblich jetzt 20 Musiker! Im Detail: 1 Militärkapellmeister, 6 Musikunteroffiziere und 13  Grundwehrdiener!

Wir werden also jetzt versuchen müssen mit diesen neuen Vorgaben uns neu zu orientieren! Wie das im Detail aussieht kann ich Ihnen frühestens im September sagen!

Von Militärmusik-Seite scheint man sich also mit den neuen Gegebenheiten abgefunden zu haben.

Zu der Protestaktion in Wien habe ich Herrn Wolfram Baldauf, den Obmann der Militärmusikfreunde Österreich befragt. Hier das authentische Interview zum Nachlesen:

Wie wird es nun nach dieser Großaktion vom vergangen Dienstag in Wien weitergehen? Gibt es weitere Protestaktionen?

Wolfram Baldauf: Es wird nun im Nationalrat behandelt. Wir warten ab. Je nachdem es ausgeht, können wir weitere Überlegungen anstellen.

Welche Auswirkungen haben die 40.000 Unterschriften, die Sie gesammelt haben?

Wolfram Baldauf: Es sind über 50.000 Unterschriften, die wir übergeben konnten. Ein klares Signal, dass die Bevölkerung hinter der Forderung steht, alle Militärmusiken in den Bundesländer in voller Spielstärke zu erhalten.

Haben Sie schon Signale/Reaktionen aus der Politik erhalten?

Wolfram Baldauf: Ja, das Sympathiekonzert hat großen Eindruck hinterlassen. Das Sparpaket Bundesheer wird bezüglich Militärmusiken neu verhandelt.

Wie schätzen Sie die Chancen ein, dass sich das Blatt doch noch wendet?

Wolfram Baldauf: Die Hoffnung gebe ich nicht auf. Die Chancen sind wieder gestiegen.

Was wäre eine annehmbare Kompromisslösung für die Österreichische Militärmusik?

Wolfram Baldauf: Die Lösung ist, dass alle Militärmusiken in den Bundesländern in der Spielstärke weiterspielen. Eine 50 Prozent Reduzierung der Personalstärke (Kadermusikanten) kann vollzogen werden, aber auslaufend und nicht in andere Abteilungen versetzten, bei denen sie nicht wissen, was sie tun müssen. Die freiwerdenden Stellen müssen dann mit Grundwehrdienern im verlängerten Dienst aufgefüllt werden, so dass die Militärmusik mit mindestens 47 auftreten kann.

Das Interesse am Präsenzdienstableisten in der Militärmusik ist bei den Jugendlichen in Österreich sehr groß trotz des verlängerten Dienstes von 14 Monaten anstatt von 6 Monaten. Es melden sich jedes Jahr 500 Blasmusikjugendliche zum Vorspielen. Da es bei den Sparmaßnahmen aus unserer Sicht nur um die Bezahlung der Grundwehrdiener im verlängerten Dienst vom 7. bis zum 14. Monat geht, könnten wir uns als Kompromiss eine Verkürzung auf 13 Monate vorstellen.  Auf Grund der großen ehrenamtlichen kulturellen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leistungen der Blasmusik können wir auch eine Mitfinanzierung von anderen Ministerien vorstellen (Kultur, Wirtschaft, Soziales).

Auch den Präsidenten des Österreichischen Blasmusikverband ÖBV, Herrn Matthäus Rieger habe ich zum Sympathiekonzert und der Situation der Militärmusik in Österreich befragt:

Wie schätzen Sie die Wirksamkeit der Protestaktionen in Wien und die Unterschriften-Sammlung ein?

Matthäus Rieger: Die Einreichung einer parlamentarischen Bürgerinitiative zum Erhalt aller neun Militärmusikkapellen in voller Spielstärke übt einen enormen Druck auf Verteidigungsminister Klug aus. Die rund  „50.000 Unterschriften“ kann man nicht ignorieren! Der Nationalrats Präsident hat uns in seiner Ansprache versichert, dass es eine Kompromisslösung geben wird und des Weiteren wird es ein gemeinsames Gespräch Politik/Blasmusik am runden Tisch geben.

Gibt es schon positive Signale aus der Politik die auf ein Umdenken schließen lassen?

Matthäus Rieger: Einzig positive Rückmeldung bekam ich von den Landeshauptleuten, dass es einen einstimmigen Beschluss aus der Landeshauptleutekonferenz gibt der dem Bundeskanzler und Verteidigungsminister vorgelegt wird. Die Landeskulturreferenten haben sich auch diesem Beschluss angeschlossen – dies kann doch nicht ignoriert werden! Nationalrat und VM Klug haben sich bis heute nicht gemeldet!

Wie könnte eine Kompromisslösung für die Österreichische Militärmusik aussehen, mit der die Blasmusikverbände leben könnten?

Matthäus Rieger: Für die Blasmusik kommt nur die volle Spielstärke in Frage – das heißt 50-55 Mann/Frau. Man bräuchte jetzt in den folgenden Jahren das Kaderpersonal nach den Pensionierungen nicht mehr voll besetzten (Einsparung Lohnkosten)! Kaderpersonal mit einer Stärke von 8-10 Mann würde unseres Erachtens genügen, jedoch im Gegenzug steigt die Anzahl der Grundwehrdiener. Wir könnten uns auch eine Dienstzeit von 12 oder 13 Monaten vorstellen (nicht 14 Monate!), dadurch erspart man auch wieder Kosten. Struktur der Militärmusik könnte für uns folgend aussehen: 1 Offizier, 10 Kaderleute und 40 Grundwehrdiener!

Sind weitere Aktionen geplant und wie ist jetzt das weitere Vorgehen?

Matthäus Rieger: Momentan ist nichts geplant – wir warten auf das Ergebnis des Verteidigungsausschusses der unsere Petition behandelt.

Ich habe mich gefragt, welchen Stellenwert die Militärmusik in Österreich hat und was eine Reduzierung auf jeweils 20 Musiker bedeutet. Deshalb habe ich meinen Kollegen und Freund Michael Hölbling, ehemaliger Militärmusiker, Kapellmeister und langjähriger Mitarbeiter im Helbling-Verlag, befragt:

Michael, Du bist ehemaliger Militärmusiker und ambitionierter Kapellmeister. Welchen Stellenwert hat für Dich die Militärmusik?

Michael Hölbling: Die Militärmusik hat für mich einen sehr hohen Stellenwert, da ich ihr einen großen Teil meiner Ausbildung und Erfahrung zu verdanken habe. Ich hätte auch ohne die Militärmusik nicht die Ausbildung zum Blasorchesterleiter gemacht!

Was bedeuten die Kürzungen der Stellen auf 20 Musiker pro Militärorchester für die Blasmusik in Österreich allgemein?

Michael Hölbling: Nachdem die Militärmusik die letzten Jahrzehnte in punkto Programm, Literatur, Besetzung richtungsweisend war, wird das eigentlich komplett wegfallen.

Es kommt natürlich darauf an, was man daraus macht, man kann mit 20 Musikern ausgezeichnete Musik machen, aber ein großer Teil der Literatur wird nicht mehr spielbar sein! Für junge Musiker wird die 2o-er Besetzung kein besonderer Anreiz sein zur Militärmusik zu gehen. Langfristig werden Österreichs Musikkapellen (inkl. Nachwuchsarbeit) und auch die Musikschulen usw. einen großen Schaden davonziehen…

…so ziemlich jeder mir bekannte Militärmusiker wurde zur Stütze in verschiedensten Kapellen, als Registerführer, Jugendreferent… und ganz viele arbeiten als  Kapellmeister und Musikschullehrer!

Du bist außerdem Mitarbeiter im traditionsreichen Helbling-Musikverlag. Was würde eine Beschneidung der Militärmusik für die Musikverlage und die Musikindustrie bedeuten?

Michael Hölbling: Da liegt es auf der Hand, dass durch die oben genannte Vorbildwirkung, seien es moderne Instrumente, neue Musikstücke (viele Arrangements entstammen daraus), Aufstellung etc. auch die Wirtschaft einen Schaden erleidet.

Dein Blick in die Zukunft: Was würde Österreich fehlen, wenn die Sparpläne tatsächlich durchgesetzt werden?

Michael Hölbling: Alles was oben angeführt ist und letztendlich ein bedeutendes Stück österreichischer Kultur.

Respekt vor den Aktionen „Pro Militärmusik“ der österreichischen Blasmusikverbände und der Militärmusikfreunde. Deine Einschätzung: kann sich das Blatt noch wenden?

Michael Hölbling: In Österreich ist vieles möglich, aber diesmal wird es wahrscheinlich schwierig noch ein Umdenken herbeizuführen! Meines Wissens liegen schon Weisungen vor, wie die Kapellen ab 1. Nov. auszusehen haben und viele meiner ehem. Kollegen müssen sich zwangsweise beruflich neu orientieren…

Möchtest Du in diesem Zusammenhang noch eigene Gedanken loswerden? Bitte gerne!

Michael Hölbling: Unter dem Strich ist es eine Schande, dass einem Land wie Österreich dieses Kulturgut nicht mehr Wert ist! Eigentlich sollte das Gegenteil der Fall sein, die Zusammenarbeit mit Musikgymnasien, Musikschulen usw. müsste intensiviert werden um ein Vielfaches aus der Militärmusik herauszuholen.

Ich habe auch versucht, mit einem mir bekannten Militärmusik-Kapellmeister Kontakt aufzunehmen. Leider habe ich ihn noch nicht erreicht. Falls er meine Fragen noch beantwortet, werde ich die Antworten hier im Blasmusikblog nachliefern.

Am Samstag, 23. Mai nun war in den Salzburger Nachrichten folgende Meldung zu lesen:

„…Regierungsintern wird überlegt, nun doch zum ursprünglichen Kürzungsplan zurückzukehren. Demnach würde die Zahl der Militärkapellen in den Bundesländern von acht auf vier reduziert, dafür blieben die Kapellen in bisheriger Größe von 47 Mann erhalten. Dies scheint musikalisch sinnvoller zu sein als der Erhalt von acht Kapellen in einer Stärke von nur je 20 Mann…..“

In wieweit diese Nachricht tatsächlich stimmt, konnte ich noch nicht in Erfahrung bringen.

Über den Wert der Militärmusik müssen wir unter uns Blasmusiker nicht diskutieren. Mein allergrößter Respekt gilt den Österreichischen Blasmusikverbänden und den Militärmusikfreunden Österreich, die sich so vehement, mit viel Engagement und Einsatz für den vollständigen Erhalt der Militärmusik in Österreich einsetzen. Helfen wir hoffen, dass das in Österreich gelingt!

Bildnachweis: Prominente Unterstützer beim Sympathiekonzert in Wien: Herzlichen Dank an Karin Vierbauch, Geschäftsführerin Österreichische Blasmusikjugend, Christoph Vierbauch und Otto M. Schwarz.

 

 

 

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One thought on “Militärmusik in Österreich – Wie sich die Österreicher für den vollständigen Erhalt einsetzen

  • 2. Juni 2015 at 9:56
    Permalink

    Herr Magister Albert Schwarzmann bat mich, sein Statement zu den neuen Ensembles der österreichischen Militärmusik im Blasmusikblog zu veröffentlichen:

    Die neuen Ensembles der österreichischen Militärmusik

    Als Berufsmusiker und Dozent für Blasorchesterleitung an der Universität Mozarteum in Salzburg erlaube ich mir das Urteil, dass die Neustrukturierung der österreichischen Militärmusik mit acht 20köpfigen Ensembles zum größten Schwachsinn zählt, der mir in meinem beruflichen Umfeld bisher untergekommen ist. Egal wie man zu Reduktionsmaßnahmen in dieser Sache generell stehen mag, fachlich ist die aktuelle die schlechteste aller Lösungen: Die Argumentation, dass bereits jetzt 70 % aller Einsätze in Ensemblestärke erfolgen, ist eine typische Statistiklüge der Politik. Die Zahl per se stimmt zwar, die öffentlich wirksamen und wahrgenommenen Auftritte der Militärmusiken in Konzerten oder in Marschformation erfolgen hauptsächlich in großer Besetzung.
    Eines der wichtigsten Argumente für das Bestehen einer Militärmusik war es stets, ein positiver Imageträger, Prestigefaktor und Identifikationspunkt der Bevölkerung mit dem Heer zu sein. In der österreichischen Monarchie im späteren 19. Jahrhundert wurde diese Funktion hervorragend erfüllt. Die österreichische Militärmusik hatte Weltruf, hochprofessionelle Musiker und Kapellmeister, die gleichermaßen in der Militärmusik wie in zivilen Orchestern Karriere machen konnten. Die qualitativ hervorragenden Militärmusiken halfen dabei, die Bevölkerung darüber hinweg zu täuschen, dass ab Mitte des 19. Jh. bis zum Ende der Monarchie militärisch nicht viel Ruhmreiches gelang und das Heer technologisch den übrigen europäischen Großmächten deutlich hinterherhinkte. Im heutigen Bundesheer vermisse ich abseits von Traditionspflege entsprechende Zielsetzungen für das Militärmusikwesen und noch mehr eine aussagekräftige Evaluierung, die als Leitfaden für Restrukturierungsmaßnahmen dienen könnte.
    Das Musizieren in kleineren Besetzungen stellt bei identem Niveau grundsätzlich höhere Anforderungen an die einzelnen Musiker als im Kollektiv des Orchesters, da die Stimmen exponierter wahrgenommen werden und sich allfällige Unzulänglichkeiten einzelner nicht so gut wie in einem großen Kollektiv kaschieren lassen. Die propagierte Ensemblestrategie würde also bei gleicher musikalischer Qualität eher nach professionelleren Musikern verlangen. Stattdessen möchte man vermehrt auf Rekruten zugreifen, die durchwegs als Amateure zur Militärmusik kommen. Die Logik spricht also für eine Verschlechterung der Qualität.
    Andererseits funktioniert das sich finden der Musiker im Zusammenspiel im Ensemble grundsätzlich schneller als im Orchester, da das aufeinander Hören und Reagieren sich in kleineren Besetzungen weniger komplex gestaltet. Daraus folgt, dass Orchester mehr gemeinsame Probenzeit als Ensembles erfordern. Somit ist es sinnvoller und effizienter, ein stehendes Orchester zu halten und daraus nach Bedarf Ensembles zu extrahieren als umgekehrt. Ein stehendes Orchester kann bei gleicher Qualität der Musiker grundsätzlich mehr leisten als ein Projektorchester, weil in kritischen Situationen ein gut zusammengespieltes Orchester aus sich heraus instinktiv reagieren und solche Situationen besser meistern kann. Somit wäre es qualitativ – wenn man der Überzeugung ist, rund die Hälfte des Personals der Militärmusik einsparen zu müssen – jedenfalls zuträglicher, weniger Orchester zu belassen, die dann für ein größeres Gebiet als ein bestimmtes Bundesland zuständig wären als in allen Bundesländern Ensembles zu halten, die fallweise zu Orchestern zusammengezogen werden. Auch hier gebietet die Logik die Annahme einer qualitativen Verschlechterung.
    Nächster Punkt: Aus drei sinnvoll besetzten Ensembles mit 20 Personen kann man nicht einfach ein ebenso sinnvoll besetztes Orchester mit 60 Personen bilden. Sinnvolle Ensemblebesetzungen in dieser Größe wären beispielsweise eine sogenannte Egerländerkapelle à la Ernst Mosch, eine Bigband, ein großes Blechbläserensemble oder ein großes gemischtes Holzbläserensemble. All diese Formationen verlangen nach bestimmten Instrumenten in einem bestimmten zahlenmäßigen Verhältnis zueinander, um klanglich optimal wirken zu können. Ein 60köpfiges Blasorchester verlangt ebenfalls verschiedenste Blas- und Perkussionsinstrumente in spezifischen zahlenmäßigen Verhältnissen. Manche Orchesterinstrumente finden in den Ensemblebesetzungen keine oder (zahlenmäßig) nur untergeordnete Verwendung. Man kann nun eine Ensemblebesetzung optimieren oder eine Orchesterbesetzung – oder in beiden Bereichen pfuschen und damit eine weitere Verschlechterung erreichen. Was die Schöpfer dieses „genialen“ Militärmusikkonzepts letztlich hier zustande bringen werden, überlasse ich der Fantasie der Leser dieser Zeilen.
    Schließlich gibt es für unterschiedliche Ensembles unterschiedliche Literatur. Für manche Ensembletypen gibt es keine Literatur, die man irgendwie mit dem in Verbindung bringt, was man von einer Militärmusik zu hören erwartet. Das wiederum bedingt entweder eine weitgehende Aufgabe der Zielsetzung Traditionspflege oder zahlreiche neue Arrangements für verschiedene Ensemblebesetzungen. In hoher Qualität würden diese vermutlich zusätzliche Kosten verursachen.
    Eine Militärmusik als wirkungsvoller Imageträger des Bundesheeres, der zur Identifikation in der Bevölkerung beiträgt, macht nur Sinn, wenn sie qualitativ mit den besten zivilen (Amateur-)-Blasorchestern des Landes zumindest auf Augenhöhe steht und in manchen Bereichen auch Vorbildfunktion erfüllt. Wenn die Militärmusik abgesehen von Uniform und militärischer Organisationsstruktur sich nicht mehr positiv von der Masse der Blasorchester abheben kann, hat sie meiner Meinung nach ihre Existenzberechtigung verloren. Für durchschnittliche amateurhafte Qualität und militärinternes Zeremoniell finde ich jegliches Geld der österreichischen Steuerzahler zu schade. Mich wundert, dass der oder die Schöpfer dieses laut Verteidigungsministerium so innovativen Konzepts vor der Öffentlichkeit so in Deckung gehen bzw. geheim gehalten werden, wenn man doch von dieser Lösung überzeugt ist. Leider weist vieles darauf hin, dass durch diese Sparmaßnahmen die verbleibenden Mittel wesentlich sinnloser verpulvert werden als ohne und die österreichischen Militärmusiken im Lauf der Zeit zu einem verzichtbaren Kuriosum degeneriert werden.

    Mag. Albert Schwarzmann
    6170 Zirl

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