Philip Sparke: The Sun will rise again

Heute, am 11. März vor fünf Jahren war einer dieser Momente, in denen die ganze Welt die Luft angehalten hat. Vor der Ostküste Japans, 130 Kilometer östlich von Sendai, ereignete sich ein schweres Seebeben (Stärke 9,0 auf der Richterskala). Die Erdstöße verursachen gravierende Schäden im AKW Fukushima Daiichi, die nachfolgende Flutwelle (Tsunami) verschärfte die Situation noch. Stromversorgung und Kühlung aller sechs Reaktoren sowie der sieben Abklingbecken mit hochradioaktiven Brennelementen fielen aus. Die Blöcke 4 bis 6 waren wegen Wartungsarbeiten zufällig außer Betrieb, in den Blöcken 1 bis 3 scheiterten trotz Schnellabschaltung alle Versuche, die Reaktoren ausreichend zu kühlen. In allen drei Reaktoren kam es deshalb zur Kernschmelze und somit zum Super-GAU – in Block 1 bereits am 12. März, in den Blöcken 2 und 3 wenige Tage später.

Voller Bangen haben wir alle in Richtung Japan geblickt. Uns gesorgt, was alles noch passieren könnte. Und wir haben mitgefühlt. Mit den Menschen in Fukushima, die ihre Heimat verlassen mußten, in der Region und ganz Japan.

Philip Sparke, der viele Male schon in Japan zu Blasorchestern eingeladen war und immer wieder wird, erhielt von einem japanischen Freund die Anfrage, ob er zur Unterstützung der Hilfsmaßnahmen des Japanischen Roten Kreuzes in Fukushima ein Stück schreiben würde. In der Kürze der Zeit war dies nicht möglich, aber zu dieser Zeit hatte er gerade einen Auftrag für Brass Band fertig gestellt. Kurzerhand hat er die für das Grenland International Brass Festival in Norwegen komponierte „Cantilena“ für Blasorchester eingerichtet und dem Werk den Titel „The Sun will rise again“ gegeben. Sowohl Philip Sparke als auch der Verlag Anglo im Vertrieb von De Haske haben sämtliche Erträge an das Japanische Rote Kreuz gespendet. Es kam ein sehr hoher 5-stelliger Betrag zusammen….

Ich habe Philip gebeten, ein paar Worte zu diesem Werk zu schreiben. Da ich annehme, dass die meisten Leser des Blasmusikblogs Englisch lesen können, hier im Original-Wortlaut:

Philip Sparke
Philip Sparke

„The day after the Japanese tsunami and earthquake in March 2011, a friend of mine in Tokyo e-mailed me to ask if I could write a piece to raise funds for the victims. It would have taken too long to write a new piece, so I arranged a recent brass band piece for wind band and called it „The Sun Will Rise Again“. I’m still proud of the fact that, with the help of my distributor, De Haske, we managed to get the piece into print in only 10 days.

I was staggered by the amount that we were able to raise and send to the Japanese Red Cross appeal. The most pleasing aspect is that many of the sales were in Japan itself, so the process allowed the Japanese band movement to directly help the thousands of victims by doing what they do best – play music. This is an extreme example, of course, but is a poignant example of what benefit music can have for all of us. The effects are not always so obvious, but they can be physical as well as spiritual. This is the best reason for us to carry on what we are doing in the wonderful world of wind music!“ – Philip Sparke –

Vor ein paar Tagen erschütterte uns in meiner Heimatregion die Nachricht, dass sich im AKW Fessenheim in Frankreich, das direkt am Rhein und an der Grenze zu Baden liegt, wohl im Frühjahr 2014 ein schwerer Störfall ereignet hatte. Erst jetzt, 2 Jahre später wurde das bekannt! Das AKW Fessenheim liegt nicht mal 5 Km Luftlinie von meinem Haus entfernt. Geschockt muß ich feststellen: die Welt hat nichts gelernt.

Doch zurück zur Musik, die sehr ergreifend und trotz oder wegen des Anlasses wunderschön ist:

 

 

 

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Musik ist ein sehr wichtiger Bestandteil meines Lebens. Musizierende Menschen zusammen zu bringen meine Leidenschaft.

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