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 ued-west-am-10-august-in-kaiserslautern/
SUMMARY:Konzert mit der Bläserphilharmonie Süd-West am 10. August in Kais
 erslautern
DESCRIPTION:\n\nDas Konzert findet im Rahmen des Kultursommer Rheinland-Pfa
 lz statt und steht unter dem Motto "Heimat/en".\nDirigent: Theo Wolters\nS
 olistin (Klarinette): Margreet Houtmann\n\nProgramm:\nShort Ride in a fast
  Machin\, John Adams\, arr. T. Odom\nMemorias de un hombre de ciudad\, Lui
 s Serrano Arlacón\n2. Klarinettenkonzert\, Oscar Navarro\nFifth Symphony\
 , Alfred Reed\nDie Bläserphilharomie Süd-West ist\, wie der Name schon s
 agt\, im Südwesten Deutschlands beheimatet und hat ihren Sitz im Kerngebi
 et Rheinland-Pfalz.\nIn den Anfangsjahren des Orchesters kamen die meisten
  Musiker- und Musikerinnen auch genau aus diesem Kreis. Mittlerweile ist d
 ie Frage\, wo genau die Bläserphilharmonie beheimatet ist\, schwieriger z
 u erklären - obgleich ihr Sitz sich weiterhin in Rheinland-Pfalz befindet
 - denn die Heimat der Bläserphilharmonie ist so vielfältig\, wie unsere 
 Besetzung. Mittlerweile kommen unsere Instrumentalistinnen und Instrumenta
 listen aus ganz unterschiedlichen Teilen des Bundeslandes und den angrenze
 nden Ländern. Da die Besetzung des Orchesters sich jedes Jahr ein etwas v
 erändert\, sei es durch neue Mitglieder oder Mitglieder\, die einige Jahr
 e pausiert haben und wieder mitspielen\, entsteht das Gesicht der Bläserp
 hilharmonie zwar nicht jährlich komplett neu\, dennoch bekommt es jedes J
 ahr aufs Neue eine einmalige und neue Mimik und Ausstrahlung. Eben so\, wi
 e es unsere mitgebrachten Heimatmentalitäten vorgeben. Und so kann es sei
 n\, dass das Gesicht (noch) fröhlicher\, (noch) lustiger und (noch) leben
 sfroher zur Musik blickt. Daher kommt uns der Begriff Heimat im Plural gar
  nicht so ungewohnt vor. Ganz im Gegenteil\, für uns passt er so viel bes
 ser!\n\nMit der 5. Sinfonie „Sakura“ von Alfred Reed sind wir als sinf
 onisches Blasorchester sehr beheimatet\, wenn nicht sogar hier der Begriff
  Zuhause richtiger wäre\, zumindest in Bezug auf den Komponisten. Seine b
 ekanntesten Werken sind vielleicht El Camino Real und Armenian Dances und 
 sind\, zumindest unter unseren Musikerinnen und Musikern ein fester Begrif
 f. Diese Werke haben viele von Ihnen in der Zeit ihrer musikalischen Reifu
 ng in ihren Heimatorchestern begleitet. Auch\, durch die Vielzahl Reeds bl
 äserspezifischen Schulwerken für unterschiedliche Leistungsstände\, die
 \, vor allem vor dem Hintergrund der ausgeprägten Highschool-Windband Tra
 dition in Amerika entstanden sind\, profitiert er von einem hohen Bekannth
 eitsgrad.\n\nInhaltlich begeben wir uns bei der 5. Sinfonie allerdings auf
  eher ferne Heimaten. Das Werk wurde 1994 vom Senzoku Gakuen College of Mu
 sic in Tokyo anlässlich seines 70. Geburtstages in Aufrag gegeben. Weil d
 as Blasorchester der Hochschule zur siebten internationalen WASBE Konferen
 z im Juli 1995 in Hamamatsu eingeladen wurde\, entschied man sich dazu\, d
 as Werk dort uraufzuführen. Die Sinfonie hat drei Teile und eine Art Intr
 oduktion welche zum ersten Teil\, einem 'Allegro assai' dessen Hauptthemen
  man zuerst bei den Pauken und den melodischen Schlagzeuginstrumenten hör
 en kann führt. Der zweite Teil\, dem die Sinfonie ihren Untertitel verdan
 kt\, ist eine ausgedehnte Bearbeitung eines der ältesten japanischen Volk
 slieder 'sakura' (Kirschblüte). Eigentlich handelt es sich um eine lange 
 elegische Melodie mit freien Variationen in den verschiedenen Registern de
 s Orchesters. Der dritte Teil ist ein brillantes Rondo (Allegro Molto\, co
 n fuoco) in dem Elemente des ersten und des zweiten Teils wieder aufgenomm
 en werden. Dieser Satz führt zu einem atemberaubenden Schluss mit virtuos
 en Leistungen des gesamten Orchesters.\n\nSerrano Alarcóns Memorias de un
  hombre de ciudad (Erinnerungen eines Stadtmenschen) ist das zweite Hauptw
 erk unserer Konzerte. Das Stück beschreibt und kritisiert die Unpersönli
 chkeit der heutigen Zeit\, unsere Lebensroutine\, die Arbeit\, den Zwang d
 er Agenden\, die erhöhte Lebensgeschwindigkeit und wie wir durch Maschine
 n dominiert werden am Beispiel eines gewöhnlichen Tagesablaufes eines Men
 schen. Die sieben ineinander gehenden Sätze beginnen mit einer mysteriös
 en ‹Morgendämmerung in der Stadt› am Anfang eines traurigen und langw
 eiligen Werktages. Die ‹Maschinen (und Menschen)› sind von zwei gewalt
 tätigen Rhythmen dominiert: Das expressive Menschen-Thema zum einen\, zum
  anderen die repetitive Maschinen-Melodie. Ein Intermezzo ‹um halb elf
 › zeigt die Arbeitspause an\, die jedoch bald wieder von den ‹Maschine
 n› unterbrochen wird. Abends hat der Mensch kurz Zeit innezuhalten und v
 on einem besseren Leben zu träumen. Nach einem ‹nächtlichen Flug› ko
 mmt der Zyklus mit einer neuerlichen ‹Morgendämmerung› langsam zu E
 nde. Die Botschaft ist klar: Das Leben des modernen Menschen ist keine Abf
 olge von Tagen\, sondern ein einziger Tag\, der sich endlos wiederholt.\n\
 nHeimat ist nicht gleichbedeutend mit dem Ort\, an dem es sich am besten L
 eben lässt. Heimat kann viele Gesichter haben. Viele Menschen geben Länd
 er als ihre Heimat an\, die von Armut und Gewalt beherrscht werden und die
  einem vielleicht nicht als erstes in den Kopf kommen\, wenn man an das Wo
 rt "Heimat" denkt. In unseren westlichen Ländern ist die Heimat oft gepr
 ägt von dem oben beschriebenen: Arbeit und Industrie sind wichtiger als d
 as Miteinander\, man ist in seiner Heimat gefangen in einem tristen Alltag
  und fügt sich\, um nicht aus der Gesellschaft \, in der Werte wie Erfolg
  und Leistung am meisten zählen\, ausgeschlossen zu werden.\n\nOscar Nava
 rro ist ein spanischer Komponist\, dessen Kompositionen in der Filmindustr
 ie eine große Rolle spielen. So gewann er bspw. den „Hollywood Musical 
 in Media – Award“ in der Kategorie klassische Musik und war in der Kat
 egorie Filmmusik mehrfach nominiert u. a. bei den „10th Cinemmtography M
 usical Critic – Awards“\, „Mundo BSO Awards“ und den „XIIII Gold
 spirit Awards“.\n\nDas 2. Klarinettenkonzert von Oscar Navarro ist ein W
 erk voller Emotionen und rhythmischer Vielfalt. Mit seinen Elementen aus d
 em Jazz und kontrastierenden ruhigen\, fast romantischen Abschnitten\, ist
  es nicht schwer\, sich dieses Konzert als Filmmusik vorzustellen. Spätes
 tens wenn die typische flamenco-musik der spanischen Folklore erklingt\, h
 at man das Gefühl\, sich mitten in einem spanischen Film zu befinden.\n\n
 Margreet Houtman begann ihre Klarinettestudien am Königlichen Konservator
 ium von Den Haag bei Sjef Douwes. Im Jahr 2008 schloss sie ihren Bachelor-
 Abschluss mit hervorragendem Ergebnis ab und wurde danach am Konservatoriu
 m von Amsterdam zum Master-Abschluss zugelassen. Dort studierte sie bei Ha
 rmen de Boer\, Hans Colbers und Arno Piters. Im Juni 2011 schloss sie ihr 
 Studium mit Auszeichnung ab. Sie studierte auch bei den beiden wichtigsten
  Klarinettisten des Royal Concertgebouw Orchestra\, George Pieterson und A
 ndreas Sundén. Margreet ist eine aktive Interpretin von Kammermusik und z
 eitgenössischer Musik sowie als Solistin und Orchestermusikerin. Sie trit
 t regelmäßig mit allen großen Orchestern in Holland auf\, darunter dem 
 Royal Concertgebouw Orchestra\, dem Rotterdam Philharmonic Orchestra\, dem
  Netherlands Philharmonic Orchestra\, dem Den Haag Philharmonic Orchestra\
 , dem Netherlands Symphony Orchestra und dem Radio Chamber Philharmonic Or
 chestra. Im Ausland spielte sie mit einer Reihe von Orchestern und Ensembl
 es\, darunter dem Bergen Philharmonic Orchestra in Norwegen und der Intern
 ational Ensemble Modern Academy in Österreich. Sie spielte auch viele Kon
 zerte mit dem ASKO-Schönberg-Ensemble\, dem Doelen-Ensemble und dem Ives-
 Ensemble. Margreet nahm an internationalen Meisterkursen mit Martin Fröst
 \, Karl Leister\, Anthony Pay\, Michael Collins\, Wolfgang Meyer\, Michel 
 Lethiec\, Dimitri Ashkenazy\, Stanly Drucker teil.\n\n[caption id="attachm
 ent_10414" align="alignleft" width="200"] Theo Wolters[/caption]\n\nTheo W
 olters wurde 1955 als jüngstes Kind einer sehr großen musikalischen Fami
 lie geboren. Schon in jungen Jahren begann er Trompete im örtlichen Blaso
 rchester zu spielen\, dessen Dirigent sein Vater war. Anschließend studie
 rte er am Conservatorium Maastricht Trompete und schloss mit Auszeichnung 
 ab. Während seines Studiums war er von 1975 bis 1979 Trompeter am Overijs
 sel Philharmonic Orchestra und den Essener Philharmonikern. Von 1979 bis 2
 008 arbeitete er für das Amsterdamer Royal Concertgebouw Orchestra. Paral
 lel zu seiner Orchesterkarriere nahm er Dirigierunterricht bei Pieter Stal
 meier und Roberto Benzi. Seit 1998 arbeitet er regelmäßig als Gastdirige
 nt für die Staatsphilharmonie Kosice in der Slowakei\, die Staatsphilharm
 onie Tblisi Kosice in der Slowakei\, das Tblisi Symphony Orchestra\, das "
 George Enescu" Bukarest Philharmonic Orchestra\, das Nationale Rundfunkorc
 hester von Rumänien\, das Bucheon Philharmonic Orchestra Seoul\, Koreanis
 ch Symphonieorchester\, Wonju-Philharmonie\, Daegu-Symphonieorchester\, Ne
 ue Philharmonie Westfalen\, Nürnberger Symphoniker\, Nordwestdeutsche Phi
 lharmonie\, Limburgsymphonieorchester\, Niederländisches Promenadenorches
 ter\, Residenz-Orchester (Haager Philharmonie)\, Concertgebouw Kammerorche
 ster\, Amsterdam Ballet Orchestra und Royal Concertgebouw Orchestra. Darü
 ber hinaus dirigiert Theo regelmäßig bedeutende Blechbläserensembles\, 
 u.a. das Brassensemble des Royal Concertgebouw Orchestra. Viele seiner Kon
 zerte wurden im Radio und Fernsehen ausgestrahlt\, insbesondere in Rumäni
 en und Südkorea. Von 2004 bis 2012 war er Assistent von Mariss Jansons f
 ür das Royal Concertgebouw Orchestra in Amsterdam\, was ihm die einzigart
 ige Möglichkeit gab\, seine Dirigierarbeit auf höchstem Niveau zu verfei
 nern. Im Juni 2008 erhielt er die Gelegenheit\, Mariss Jansons während zw
 eier Konzerte im Concertgebouw Orchestra zu ersetzen. Bei diesen Gelegenhe
 iten dirigierte er die Turangalila Symphonie von Messiaens\, die von Press
 e und Publikum sehr gut angenommen wurde.
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