Deutsche Brass Band Meisterschaften & Schwäbische Brass Tage in Augsburg

Augsburg wird im Oktober zum Zentrum der deutschen Brass-Band-Szene: 17 Bands aus ganz Deutschland verwandeln Augsburg Mitte Oktober zu einer Hochburg der Brass-Band-Musik.
Zum ersten Mal finden die Deutschen Brass Band Meisterschaften im Kongress am Park statt, in einer Kooperation des Allgäu-Schwäbischen Musikbunds (ASM) und des Deutschen Brass Band Verbands (DBBV). Der öffentliche Wettbewerb am 16. und 17. Oktober ist neben einem attraktiven Rahmenprogramm mit namhaften Dozenten Teil der “Schwäbischen Brass Tage” des ASM, die ein für kulturinteressiertes Publikum und aktive Musikerinnen und Musiker gleichermaßen attraktives Programm versprechen. Vertreter der Blasmusikszene dürften sich über ein bekanntes Gesicht besonders freuen: Podcaster Andy Schreck („On Air – Der Blasmusikpodcast“) führt an beiden Tagen durch das Programm.
Für den Allgäu-Schwäbischen Musikbund sind die Schwäbischen Brass Tage weit mehr als die Begleitung einer Deutschen Meisterschaft. „Wir wollen die Brass-Band-Szene in unserer Region nachhaltig stärken, neue Impulse setzen und Musikerinnen und Musiker für diese besondere Form der Blechblasmusik begeistern“, erklärt ASM-Präsident Franz Josef Pschierer. Gerade im Jubiläumsjahr zum 100-jährigen Bestehen des ASM wolle der Verband zeigen, dass die Pflege der gewachsenen Blasmusiktradition und die Offenheit für neue musikalische Entwicklungen zusammengehören. Die Kooperation mit dem Deutschen Brass Band Verband und die Meisterschaft in Augsburg seien dafür eine hervorragende Gelegenheit.
Für mehrere Bands ist die Meisterschaft beinahe ein Heimspiel – gut die Hälfte stammt aus Bayern und Baden-Württemberg, fünf Bands sind sogar im Gebiet des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes zuhause. Für andere Ensembles steht eine weitere Reise an, von Thüringen und Sachsen über Nordrhein-Westfalen bis Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern. „Wir freuen uns sehr zu sehen, dass die Brass-Band-Szene ein gesamtdeutsches Projekt ist“, betont der Präsident des DBBV, Alexander Richter. Denn: „Jede Band bringt ihre lokale Struktur, Klangidee und musikalische Vorstellung mit.“
Sie alle kommen, um sich an zwei Tagen und in fünf verschiedenen Schwierigkeitsstufen dem Urteil einer Fachjury zu stellen. Dafür konnten die Veranstalter drei renommierte internationale Juroren gewinnen: Den belgischen Komponisten und Dirigenten Bert Appermont, den Schweizer Brass-Band- und Sinfonieorchester-Dirigenten Philippe Bach sowie die Dirigentin, Musikpädagogin und Baritonistin Margie S. Antrobus, die seit vielen Jahren in Norwegen lebt und arbeitet. „Für unsere Musikkommission war es wichtig, eine große Bandbreite aus Brass-Band-Affinität und internationaler Expertise in der Jury zu vereinen“, sagt Richter. „Unser Qualitätsanspruch an die Meisterschaft ist hoch, das soll sich auch in unserer Jury-Auswahl widerspiegeln“, so der Verbandspräsident. Entscheidend dabei sei, dass der Fokus auch in einem Wettbewerb immer auf der Musikalität liege. Um diesen Fokus bestmöglich zu gewährleisten, wertet die Juroren mit Ausnahme der Jugendkategorie in einer sogenannten Box hinter einem Vorhang. Anders als das Publikum sehen sie also nicht, wer aktuell auf der Bühne Platz genommen hat.

Für den direkten Vergleich der Bands gibt es in jeder Kategorie ein Pflichtwerk. In einer Spielklasse wurde sogar eine Neukomposition beauftragt: Die Bands der teilnehmerstärksten First Section führen in Augsburg erstmalig das Werk „Inner Citadel“ des Niederländers Geert Jan Kroon auf, das im Auftrag mehrerer europäischer Brass-Band-Verbände entstanden ist. Zudem kann jede Band im Selbstwahlstück ihre individuellen Stärken präsentieren.
Ein besonderer Höhepunkt der Brass-Tage ist das Galakonzert der Paris Brassband unter der Leitung von Tim de Maeseneer am Samstagabend. „Die Paris Brassband gehört mit ihrer Eleganz der französischen Blechblaskultur und ihren internationalen Ausnahmeaufführungen seit Jahren zu den interessantesten Bands in Europa“, sagt DBBV-Präsident Alexander Richter.
Die aktiven Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Wettbewerbs dürften den Abend äußerst aufmerksam verfolgen – denn im Galakonzert findet auch die Preisverleihung statt. Diese verspricht in zwei Kategorien besondere Spannung: In der Championship Section entscheidet sich, welche Band Deutschland als Landesmeister bei den Europäischen Meisterschaften 2027 in Montreux vertreten darf. Und auch in der Jugendkategorie gibt es für den Bestplatzierten die Chance, sich für den Europäischen Meisterschaften zu qualifizieren.
Ergänzend zum Wettbewerb bieten die Schwäbischen Brass Tage am Samstag zudem ein hochwertiges Workshop-Rahmenprogramm an, das sich an aktive Blechbläser, Dirigenten und Ausbilder richtet. Hierfür konnte der ASM ein namhaftes internationales Dozenten-Team gewinnen: Die Instrumentalkurse leiten Tom Hutchinson (Kornett), Lito Fontana (Posaune), Klemens Vetter (Euphonium) und Florian Hatzelmann (Tuba), den Workshop für Ausbilderinnen und Ausbilder gibt Stefan Dünser (Autor der bekannten Trompetenfuchs-Reihe). Dirigentinnen und Dirigenten können ihr Wissen bei Prof. Andreja Solar, Oberst Christoph Scheibling und Prof. Thomas Ludescher vertiefen.
INFO: Die DBBM 2026 findet am 16.-17. Oktober 2026 im Kongress am Park Augsburg statt. Tickets zum Wettbewerb sind vor Ort erhältlich, Einlass erfolgt zwischen allen Band-Auftritten. Tickets für das Galakonzert der Paris Brassband mit anschließender Preisverleihung (Samstag, 17. Oktober, ab 20 Uhr) sind im Vorverkauf unter https://www.eventim-light.com/de/a/695f7667624c0108c049bfab erhältlich. Die gesamte Veranstaltung wird im Livestream übertragen. Zugang und Details unter www.dbbv.org.

