Midwest Band Clinic in Chicago!

Heute beginnt in Chicago, die weltgrößte Konferenz für Blasorchester – wie jedes Jahr ein Ereignis, das sich viele Dirigenten, Musiker, Komponisten, Verleger und alle, die irgendwie mit Blasorchestern zu tun haben, nicht entgehen lassen. Ich war bereits 15 Mal bei der Midwest Band Clinic und es war jedes Mal ein riesiges Erlebnis.

Die Midwest ist eine Mischung Musikmesse, Konferenz und Blasorchesterevent. Es werden Workshops, Vorträge, Podiumsdiskussionen, Reading Sessions, Konzerte und vieles mehr geboten.

In erster Linie ist die Midwest ein Treffen der amerikanischen Band Directors. Die Instrumentalausbildung liegt in den USA fast ausschließlich in den Händen dieser Band Directors an den allgemeinbildenden Schulen. Darüber hinaus kann man auf der Midwest Persönlichkeiten aus der weltweiten Blasorchesterszene treffen. Das Who-is-who der Blasmusik ist diese Woche dort versammelt. Auch viele Europäer sind jedes Jahr in der vollen Woche vor Weihnachten in Chicago.

Sehr viele Komponisten und Solisten sind zur Zeit bei der Midwest in Chicago. Der berühmte Trompeter Arturo Sandoval wurde gesichtet. Von den Komponisten Otto M. Schwarz, Johan de Meij, Philip Sparke, Hubert Hoche und vielen mehr weiß ich, dass sie sich zur Zeit in Chicago aufhalten.

Die Midwest bietet in fünf Tagen ein irrsinnig großes Programm für alle Besucher. Ein wichtiger Programmpunkt sind die “New Music Reading Sessions“, in denen neue Blasorchesterwerke von Blasorchestern live gespielt und vorgestellt werden. Im Programm der “Reading Sessions” konnte ich neben vielen Werken aus amerikanischen Verlagen auch zum Beispiel die neuen Werke des deutschen Komponisten Hubert Hoche entdecken.

Noch neu sind die “Rehearsal Lab Sessions“: berühmten, versierten Dirigenten beim Arbeiten bzw. Proben mit einem Blasorchester über die Schulter schauen – finde ich eine tolle Idee! Eine der Sessions findet mit dem amerikanischen Komponisten Robert Sheldon statt, der mit dem “Illiana Christian Highschool Wind Ensemble” probt.

Neben vielen Konzerten mit amerikanischen Highschool Orchestern finden auch jedes Jahr Konzerte mit amerikanischen Militärkapellen statt. Die “United States Army Field Band“ bietet gleich zwei Konzerte an, damit auch alle Midwest-Besucher die Gelegenheit haben, das Orchester zu hören (Anm. der Konzertsaal fasst um die 3.000 Besucher….).

Einen sehr interessanten Vortrag konnte ich im vielfältigen Programm finden: „Juilliard: 1996“. Die mittlerweile sehr erfolgreichen Komponisten Eric Whitacre, John Mackey, Steven Bryant und Jonathan machten damals ihren Abschluß und erzählen dieses Jahr von ihrer Entwicklung und Arbeit in den letzten 10 Jahren.

Zentral steht bei der Midwest die Musikmesse. Auch viele europäische Musikverlage sind in der Ausstellerliste zu finden. So sind unter anderem Amstel Music (Niederlande), Concert Music (Deutschland), H. H. Musikverlag (Deutschland) und Orchestral Art Music Publications (Österreich) mit einem eigenen Stand vertreten.

Leider kann ich dieses Jahr nicht in Chicago sein. Ich habe aber verschiedene Leute gebeten, von dort zu berichten! Mal sehen, ob sie auch wirklich die Zeit dafür finden. Ein Foto habe ich bereits von Dieter Adam erhalten (siehe Beitragsbild). Es zeigt das “Registration Desk” in der Eingangshalle vor der Ausstellung von gestern, Dienstag: alles noch ruhig, aber bald…..

Allen in Chicago wünsche ich eine tolle, ereignisreiche Woche! Und uns, die wir zu Hause sind wünsche ich, dass wir bald (wieder) einmal die Gelegenheit haben, nach Chicago zu reisen.

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Musik ist ein sehr wichtiger Bestandteil meines Lebens. Musizierende Menschen zusammen zu bringen meine Leidenschaft.

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