Blasmusikaspekte: Musikvermittlung für Kinder
Ein Interview mit Katharina Eckerstorfer
Kathi Eckerstorfer ist den treuen Blasmusikblog-Leser:innen schon bekannt. Sie ist die Autorin von Der Klang des weißen Goldes (Komponist Florian Moitzi) und von der Nixe Griselda (Komponist Florian Möseneder) – Kinderkonzert-Konzepte, die ich hier auf dem Blasmusikblog bereits vorgestellt habe. Letzten Sommer (2025) durfte ich sie “in action” beim Kinderkonzert bei der letzten MidEurope in Schladming erleben. Sie hat nicht nur die Gabe, Kinderkonzert-Konzepte zu entwickeln, sondern auch ein großes Talent mit ihrer Art die Kinder für die Musik zu begeistern.
Manche Musikvereine habe es leider noch nicht bemerkt: Unsere Kraft und Energie müssen wir zunehmend in die Jugendarbeit stecken. Selbst wenn wir gut gehende Kooperationen mit den Musikschulen haben, die Akquise bzw. die Begeisterung von Kinder und Jugendlichen, ein Blas- oder Schlaginstrument zu lernen, ist (auch) unsere Aufgabe. Und: Einmal im Jahr eine Instrumentenvorstellung zu veranstalten reicht nicht mehr aus! Schon jetzt (ca. 3-5 Jahre nach Corona) klagen zu viele Musikvereine über unvollständige, nicht ausreichende Besetzungen. Die Musikvereine werden tendenziell kleiner, was zu weiteren Problemen im Musikverein führt.
Um so wichtiger dieses Interview mit Katharina Eckerstorfer!
Liebe Kathi, sehr herzlichen Dank für all Dein Wissen, das Du uns hier zur Verfügung stellst!
Wessen Aufgabe ist es eigentlich, Kinder und Jugendliche für das Lernen eines Instruments zu begeistern?
Katharina: “In erster Linie ist natürlich die Familie dafür verantwortlich, die ersten Motivatoren für eine instrumentale Ausbildung zu sein. Das bedeutet, dass Eltern und weitere Familienmitglieder in die Angebote von Schulen oder Musikvereinen einbezogen werden sollten. So kann die Begeisterung für eine tolle Instrumentenvorstellung von den ersten Schritten bis zur Aufnahme an einer Musikschule konsequent gefördert werden.
Ein Musikverein kann durch verschiedene Angebote die Begeisterung für das Musizieren wecken und eine wichtige Rolle bei der Motivation und Förderung von jungen Musikern spielen. Die Einbeziehung der Familie und die Zusammenarbeit mit Schulen sind jedenfalls entscheidend, um eine fundierte musikalische Ausbildung zu gewährleisten und das Interesse am Instrumentalspiel langfristig aufrechtzuerhalten.”
Kinder sind sehr unterschiedlich… Wie können wir sie denn generell für ein Blas- oder Schlaginstrument begeistern und wie können wir dabei alle abholen? Welche Charakterunterschiede müssen wir berücksichtigen?
Katharina: “Um die Begeisterung für das Erlernen eines Instruments zu erreichen müssen wir die Kinder dort abholen wo sie stehen. Kinder lernen schöpferisch und mit all ihren Sinnen.
Dabei halte ich mich gern an den Grundsatz der elementaren Musikpädagogik: erleben-erkennen-benennen!
Manche Kinder haben sofort ein Gefühl für Rhythmus und Melodik, diese Kinder kann man aktiv ins Geschehen mit einbeziehen, in dem man eine z.B. 3er Gruppe bei einer Bass-Groove einer Tuba mitklatschen lässt oder einige Kinder zur Klarinette holt, wenn sie ein bekanntes Kinderlied spielt und sie mitsingen lässt. Andere brauchen vielleicht einen thematischen Anknüpfungspunkt, eine bekannte Geschichte oder die Titelmelodie einer bekannten Figur – Paw Patrol oder Pippi Langstrumpf z.B. und können dabei mit einer Bewegungssequenz mitmachen. Andere Kinder wiederum lassen sich durch haptische Eindrücke begeistern, z.B. die Schwingungen eines Instruments spüren oder sichtbar machen – wenn z.B. ein Luftballon auf einen Blechbläserzug gestülpt wird und sie den Luftballon, während er sich mit Luft des Bläsers füllt, angreifen dürfen.
Jedenfalls kann es auch einfach authentisch, in bester Qualität gespielte Musik sein, die in ihrer Gesamtheit einfach berührt.”
Wie unterscheiden sich Musikvermittlungskonzepte für die verschiedenen Altersgruppen: Kindergarten-Kinder, Grundschule 1./2. Klasse, Grundschule 3./4. Klasse, Kinder ab 5. Klasse, Jugendliche?
Katharina: “Sie unterscheiden sich tendenziell in den Methoden, Inhalten und Interaktionen. Diese unterschiedlichen Ansätze sind nötig, um den spezifischen Entwicklungsbedürfnissen- und Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen gerecht zu werden. Daraus könnten sich folgende Ansätze ergeben, die aber sehr allgemein gehalten sind: Jüngere Kinder profitieren von spielerischen Ansätzen und dem Einsatz von Bewegung und Tanz zur Musik, Schulkinder möchten aus gemeinsamen Erlebnissen lernen, neue Genres und Kulturen kennenlernen, sich kreativ betätigen und ausdrücken. Dadurch kann ihre Neugierde am Interesse der Musik allgemein geweckt werden. Während Jugendliche gezielt auf ihre individuellen Interessen und Fähigkeiten eingehen möchten und sich auch kritisch mit der Musik auseinandersetzen. Sie möchten sich dabei in verschiedenen Stilen ausprobieren und sich auch mit dem Einsatz von elektronischer Musik und Medien auseinandersetzen.
Dabei sind trotzdem fließende Übergänge in den Altersstufen möglich und nicht immer klar abgrenzbar.”
Es gibt unterschiedliche Arten von Musikvermittlung. Welche sind aus Deiner Sicht geeignet, Kinder und Jugendliche für das Lernen eines Instruments zu motivieren?
Katharina: “Wenn der Funke rüber springt und das Interesse geweckt wird, hat man schon sehr viel gut und richtig gemacht. Trotzdem sind einige Aspekte wichtig, wenn es bei einem Musikvermittlungsangebot nicht nur um ein ansprechendes, tiefgreifend musikalisches und emotionales Erlebnis per se geht (womit meiner Meinung schon wesentliche Ziele erreicht worden sind), sondern als Zielsetzung dezidiert auch das Erlernen eines Instruments im Vordergrund stehen soll:
Wie schon eingangs erwähnt, ist die Zusammenarbeit mit den Eltern essentiell, denn sie sind es, die im Endeffekt ihr Kind in der Musikschule anmelden. Daraus ergibt sich, Formate wie Familienkonzerte, die Kinder inhaltlich und methodisch in ihrer spezifischen Altersgruppe erreichen mit anschließender Möglichkeit, die Instrumente näher kennenzulernen oder auszuprobieren und die Präsenz der künftigen Musikschule, wo Fragen zum etwaigen Unterricht geklärt werden können, wären der Idealfall.
Aber auch individuelle Instrumentenvorstellungen, die in einen pädagogisch-methodisch und inhaltlich durchdachten Konzept im schulischen Kontext angeboten werden, können zielführend sein. Da sind dann wiederum die Lehrpersonen gefragt, die die Inhalte mit den SchülerInnen vor- und nachbereiten. Dazu wiederum braucht es kompetente Instrumentalpädagogen, die diese Materialien – gerne Lehrer- Package genannt – auch inhaltlich ansprechend und zielführend vorbereiten und ausarbeiten.”

Wie gehst Du persönlich an ein Konzept für beispielsweise ein Kinder-Musik-Mitmach-Konzert bzw. Familienkonzert ran und was können beispielsweise Jugendteams in Musikvereinen davon lernen?
Katharina: “Am Anfang steht das Chaos, das dann geordnet werden will: also wild drauf los brainstormen, alles auf ein großes Plakat schreiben, was einem irgendwie wichtig erscheint.
Welches Thema wird ausgewählt. Hat es einen regionalen Bezug, setzt es sich mit Themen, die die Kinder in ihrem schulischen, familiären oder sozialen Umfeld beschäftigen, auseinander?
Was ist mein roter Faden? Welche Inhalte will ich rüberbringen – vermitteln?
Gibt es eine Identitätsfigur, die als Sprachrohr von den Musiker:innen zum Publikum fungiert? (Maskottchen, Stofftier, ein Fabelwesen,…)
Welche Musik möchte ich verwenden? Wähle ich Stücke aus dem Repertoire oder sind Bearbeitungen oder sogar neue Kompositionen angedacht? Passt die Musik zu meinem Thema oder passt das Thema zur angedachten Musik?
Wenn ja, wo findet man in der Musik Momente, die sich für eine direkte Interaktion mit dem Publikum eignen? Studium der Partituren ist angesagt. Es ist mir wichtig zu betonen, dass diese Interaktionen nicht lediglich aus der Absicht entstehen, das Publikum einzubeziehen, sondern diese interaktiven Momente sollen immer im Kontext zum Verlauf einer Geschichte stehen:
- Ein rhythmisches Pattern, der in ein Rhythmusstück mit 2,3 übereinander liegenden Bodypercussion Teilen erarbeitet werden kann; oder das in einen Rap verarbeitet werden kann.
- Eine eingehende Melodielinie, die ich mit einem Text versehen kann, der uns dann singend inhaltlich im Verlauf des Stückes weiterbringt.
- Eine mitreißende Passage, zu der uns eine einfache Choreografie oder Schrittfolge einfällt.
Wo ist mein angedachter Höhepunkt und wie setze ich da genau jenes Instrument, oder Instrumentengruppe ein, die mir wichtig ist, die gefördert werden soll.
Wo findet das Konzert statt, kann ich da auch den Raum miteinbeziehen und einzelne, gezielte Instrumentengruppen in den Fokus bringen.
Wie schaffe ich es, am Ende dem Publikum das Gefühl zu geben, dass sie aktiv am – hoffentlich guten – Ausgang einer Geschichte, beteiligt gewesen sind.
Was möchte ich, dass am Ende in den Köpfen des Publikums hängen bleibt und mit wem muss ich dafür zusammenarbeiten.
Also, ein sehr komplexes Gedankengefüge, das Muse, Kreativität und Zeit braucht. Erfahrungsgemäß sollte diese Denkmaschine aus nicht allzu vielen Personen bestehen, und die Gruppe braucht Raum, Zeit und vielleicht auch professionelle Unterstützung bei den ersten Schritten.”
Können auch unerfahrene Jugendteams in Musikvereinen ein eigenes Konzept entwickeln und durchführen oder sollten diese eher auf bestehende Konzepte und erprobtes Notenmaterial zurückgreifen?
Katharina: “Ich denke, dass es zunächst engagierte und motivierte Menschen braucht, die bereit sind, aktiv zu werden. Denn da kommt schon viel Arbeit auf ein Team zu!
Dann würde ich vorschlagen, man trifft sich zu einer ersten Besprechung, für die man sich 2,3 Stunden Zeit nimmt um festzuhalten, was sich jeder vorstellt und wie er/sie sich mit seinen Stärken und Expertisen einbringen könnte.
Weiters würde ich bestehende Konzepte sichten, schauen, was gefällt, was passt zum Verein, vielleicht lässt sich auch etwas adaptieren oder an die Gegebenheiten des eigenen Vereins anpassen. Gemeinsame Ausflüge zu Aufführungen anderer Institutionen stärken das Team, können inspirieren oder einordnen, was möchte man selber, was ganz sicher nicht.
Sollte die Wahl auf ein neues, eigenes Stück fallen, dann würde ich mir zum Entwickeln dieses Konzepts Unterstützung bei erfahrenen Musikvermittlern holen.”
Welche Themen eignen sich aus Deiner Sicht am ehesten für ein eigen entwickeltes Konzept?
Katharina: “Themen, die einen regionalen oder persönlichen Bezug haben. Vielleicht gibt es Besonderheiten in der Landschaft (Berge, ein See, ein prägender Fluss,…) oder einzigartige Betriebe (Abbau von Rohstoffen, Lebensmittelbetriebe, Tiergärten, …), Stichwort Sponsoring.
Vielleicht existieren alte Geschichten oder Sagen, die man aufgreifen kann, oder es besteht eine besondere Architektur, prächtige historische Gebäude oder eine prägende kirchliche Einrichtung.
Darüber hinaus eignen sich allerhand Fabelwesen, Tiere oder Maskottchen, die man als Leitfigur verwenden könnte.
Oder man orientiert sich nach einem anderen Verein, mit dem man im Ort gerne zusammenarbeiten möchte – Einsatzorganisationen z.B. oder Imkerverein, Bauernbund, Fischerverein, etc.
Die Suche soll schlussendlich zu einem Thema führen, mit dem sich der ausführende Verein identifizieren kann, mit Partnern, mit denen er gerne zusammenarbeiten würde oder mit Synergien, die kreative Zugänge ermöglichen.”
Welche bestehenden Konzepte haben Dich bisher sehr überzeugt? An welchen hast Du selbst mitgewirkt?
Katharina: “Ich habe ehrlich gesagt auf noch nicht viele bestehende Konzepte zurückgegriffen, weil ich immer versucht habe, individuell auf die Vorgaben einzugehen. Und da kommt man nicht umher, als selbst zu Stift und Papier zu greifen. Daraus sind einige schöne Projekte entstanden, das bekannteste und erfolgreichste war wohl Der Klang des Weißen Goldes in Zusammenarbeit mit dem hervorragenden Komponisten Florian Moitzi, in Auftrag gegeben vom Blasmusikverband Salzburg.
Aber auch die Nixe Grieselda, ein Auftragswerk des Blasmusikbezirksverband Grieskirchen in Oberösterreich war eine tolle Zusammenarbeit, schon die Recherche im Stadtarchiv nach alten Sagen war von Anfang an einen spannenden Prozess.
Eine große Leidenschaft und Liebe gilt aber auch dem E-Musik Repertoire. Anton Bruckner zu vermitteln war Anfangs ein schwieriger Zugang, je mehr man aber in seine Biographie und sein Wirken und Werk eintaucht, um so mehr ergeben sich Themen und Inhalte, die man wunderbar an unser junges Publikum weitergeben kann. Das Brucknerhaus Linz und die Jungen Brucknertage in St. Florian bieten da natürlich einen wunderbaren Boden und ein fantastisches Umfeld, in dem es wirklich Freude macht, zu arbeiten.
Über einige Jahre hindurch durften der Musikvermittler Philip Haas, bekannt durch die Formation „Federspiel“, und ich gemeinsam Konzepte für die Mid Europe in Schladming zu den verschiedensten Einsatzorganisationen entwickeln. Das war eine besonders spannende Aufgabe, war doch die Musik teilweise vorgegeben und die Themen der Einsatzorganisation wie z.B. die Bergrettung klar festgelegt. Da galt es, in einen gemeinsamen kreativen Prozess zu gehen und Synergien, rote Fäden und musikalische Themen zu finden, die dem anspruchsvolle Kinderpublikum gerecht werden.
Das waren die Highlights der letzten Jahre. Geprägt hat mich aber schon viele Jahre zuvor die Zusammenarbeit mit Constanze Wimmer (heute designierte Rektorin der Universität Mozarteum Salzburg). Durch ihre Publikationen und ihre Tätigkeit an der Anton Bruckner Privatuniversität Linz hat sie in mir die Begeisterung für die Musikvermittlung geweckt und mir wertvolle erste Schritte in diesem Bereich ermöglicht. Dafür bin ich ihr bis heute sehr dankbar.”
Die meisten Musikvereine führen sog. Instrumentenkarussells bzw. Instrumentenvorstellungen in Schulen oder als eigene Veranstaltungen durch. Wie können Deiner Meinung nach diese Instrumentenvorstellung gelingen? Was ist wichtig? Was ist nötig? Woran können sie scheitern (Beispiel: niemand meldet sich an)?
Katharina: “Nun, Instrumentenvorstellungen sind eine sehr niederschwellige Möglichkeit, Kontakt zu interessierten Familien und Kindern zu bekommen.
Es gibt sicher viele Möglichkeiten, wie man diese gestaltet, ich würde folgende Punkte andenken:
Im Vorfeld, die Planung
- Wiedererkennungswert des Vereins: Logo und zuständige Personen (Obmann, Jugendreferent) dürfen schon in der Ankündigung nicht fehlen
- Spannende Themen wie „Musikalische Schnitzeljagd“, „wer findet den Musikanten-Schatz“ oder „Musikolympiade“ – oder einfach „Instrumentenkarussell“ könnten Aufmerksamkeit erregen.
- Natürlich kann man sich auch ein individuelles Konzept überlegen, Geschichten oder Bilderbücher, sowie auf fertige Konzepte, die es natürlich mittlerweile auch genug auf dem Markt gibt, zurückgreifen
- Überlegung ob man einen Stempelpass oder ähnliches vorbereitet
Werbung – damit auch möglichst viele auf das Angebot aufmerksam werden
- In vielen Regionen gibt es Kinder-Ferien-Programme, das finde ich eine gute Möglichkeit, um sich als Verein zu präsentieren.
- Printmedien, Verbandshomepage, Flyer/Plakate als Aushänge, Einladung via Newsletter des MV, social Media
- über die Schulen & Musikschulen, bewerben
Beginn, Begrüßung
- In der gesamten Gruppe
- Musikalische Vorstellung – entweder der gesamte Verein oder in einer kleinen Besetzung, oder kammermusikalisch, im Ensemble – da sollte der Funke jedenfalls schon mal rüber springen und die Begeisterung der Kinder gelingen.
- Der Verein begrüßt die Kinder, stellt sich und seine Arbeit kurz vor, dabei können die Kinder schon miteinbezogen werden und ihre Wahrnehmung des Vereins erzählen. Dabei könnte man als Rederegel beispielsweise schon ein Maskottchen des Vereins, ein Teil eines Instruments oder einen Dirigierstab umherreichen.
- Ein Spiel überlegen, wie man nun die Großgruppe aufteilen kann (Farbpunkte, abzählen, oder andere…).
Eigentliche Instrumentenvorstellung
- Bei Karussell: in verschiedene Räume aufteilen, eine Begleitperson für jede Gruppe sollte festgelegt werden, damit der Wechsel auch gut funktioniert
- Demonstration des Instruments mit einem kurzen Stück
- Eine Person interagiert dann mit den Kindern, greift Fragen auf, formuliert selber welche, um die Besonderheiten des Instruments zu vermitteln.
- Überlegen, ob die Kinder bei einem Stück mitmachen könnten (klatschen, tanzen, singen…)
- Spielweise, Ansatz und Handhabung zeigen, im Trockentraining ausprobieren
- Prozedere des Ausprobierens überlegen, einzelne Kinder auffordern, auf Hygiene achten (Desinfektionsmaterial bereithalten);
Abschluss der Aktion
- Gemeinsam wieder in der großen Gruppe
- Reflexion, Möglichkeit, über erlebtes zu erzählen
- Vielleicht dürfen einzelne Kinder noch bei einem Abschlussstück den Dirigierstab übernehmen, oder es wird gemeinsam marschiert…
- Es gibt noch eine Belohnung für volle Stempelpässe (Getränk, Give-away, eine Süßigkeit, ein Eis…)
Abholung der Kinder
- Wenn die Eltern die Kinder abholen, unbedingt noch einen gemeinsamen Programmpunkt einbauen (alle dürfen noch mal bei einem Stück mitmachen, oder die Eltern können mit den Kindern gemeinsam noch mal zu den Instrumentalisten gehen um Fragen zu klären, oder sich das Instrument noch einmal gemeinsam mit den Eltern anzuschauen…); oder es gibt gleich ein gemeinsames Abschlussfest mit Essen und Getränken für die Familien.
Infomaterial für Zu Hause
- Kontaktdaten Obmann/Jungendreferenten
- Infos zum Verein, in anspruchsvoller Weise gestaltet
- Musikschulanmeldeformulare
- Nachbereitungsmaterial für die Kinder (Rätsel, Ausmalbilder)
- Nachbereitungsmaterial für die Eltern oder Lehrer mit
- Instrumenteninfo + Bilder der Instrumente
- Links zur Vereinshomepage, zur Musikschule, zu relevanten Themen
- Bastelvorschläge
- Noten der gemeinsam gesungenen Lieder mit methodischen Ideen zur Weiterverwendung in der Schule oder zu Hause
- Über nächste Veranstaltungen mittels Folder ö.ä. informieren”
Wie kannst Dich persönlich in die Fortbildung von Jugendleiter:innen bzw. Jugendreferent:innen zum Thema Musikvermittlung, Instrumentenvorstellungen o. ä. einbringen? Bietest Du selbst auch Workshops zum Thema an?
Katharina: “In meiner beruflichen Laufbahn haben sich über viele Jahre hinweg zahlreiche Schnittstellen im Bereich der Musikvermittlung entwickelt.
Zum einen vermittle und unterrichte ich mein Instrument (die Klarinette) seit 2003 im oberösterreichischen Landesmusikschulwerk und liebe diesen Beruf. Darüber hinaus habe ich durch die erfolgreiche Durchführung vieler Projekte mit verschiedensten Institutionen, Persönlichkeiten und Themen wertvolle Erfahrungen gesammelt, die meine tägliche Arbeit bereichern und prägen.
Zusätzlich kenne ich auch die Palette an Herausforderungen der ehrenamtlichen Vereinsarbeit, die quasi in meine DNA miteingepflanzt wurde, durch meine Jahrzehnte lange Tätigkeit als Musikerin und Vorstandsmitglied des Musikvereins Gaspoltshofen.
Aus diesen Gründen habe ich bereits mehrfach Kolleginnen und Kollegen im Bereich der Musikvermittlung unterstützt, sie in Prozessen begleitet oder Fortbildungen geleitet. Dadurch hat sich auch ein schönes Netzwerk an prägenden Wegbegleitern gebildet, dass ich gerne weiterspinnen möchte. Ich freue mich sehr, wenn meine Expertise auch in Zukunft gefragt ist.”

Vita Katharina Eckerstorfer
Katharina Eckerstorfer M.A., geboren 1981 in Grieskirchen. Nach der Matura (Abitur) absolvierte sie ihre künstlerisch-pädagogischen Studien elementare Musikpädagogik und Klarinette mit Auszeichnung an der Anton Bruckner Privatuniversität Linz und bildet sich immer wieder bei diversen Instituten (Mozarteum Salzburg) und Meisterkursen fort. Seit 2003 geht sie der Lehrtätigkeit in den Fächern Klarinette und elementare Musikpädagogik im Oö. Landesmusikschulwerk an der LMS Haag und Gaspoltshofen nach. Zusätzlich unterrichtet sie im Fachbereich Klarinette/Holzbläser auf verschiedenen Kursen, bei Ensemble,- Kammermusik,- und Orchesterprojekten und sitzt regelmäßig in Fachjurys von Wettbewerben. Ihre künstlerischen Tätigkeiten übt sie in verschiedenen Orchestern und Kammermusikensembles im In- und Ausland aus.
Im organisatorischen und konzeptionellen Bereich sowie in der Musikvermittlung betreute sie bisher Projekte bei den Akzenten Salzburg, L` Aura Ensemble, Kindervorlesungen des Zoom Kindermuseum Wien, Stiftung Mozarteum, Hausruck Kammerorchester, der Jeunesse Österreich, Mid Europe Festival, den Haydnfestspielen Eisenstadt, dem Blasmusikverband OÖ und Salzburg, dem Kepler Universitätsorchester Linz, dem Bechstein Klavier Salon und den „Jungen Brucknertagen“ in St. Florian. Seit 2015 obliegt ihr die Leitung des Antons Kidsclub im Brucknerhaus Linz. Katharina Eckerstorfer lebt mit ihrer Familie in Gaspoltshofen, Oberösterreich.
FotoCredit Beitragsbild und Bild 2 Rainer Trogbacher
In der Reihe “Blasmusikaspekte” werden im Interview mit jeweils einer Persönlichkeit ein Teilbereich bzw. ein besonderer Aspekt der Blasmusik bzw. unseres Musikvereinswesen diskutiert. Es kommen jeweils Spezialist:innen zu Wort, die sich näher bzw. tiefer mit einem Teilbereich der Blasmusik beschäftigt haben bzw. besondere Fachleute für die jeweiligen Themen sind.
In diesem Beitrag findest Du alle Interviews, die in der Reihe “Blasmusikaspekte” erschienen sind:
Die Reihe “Blasmusikaspekte” auf dem Blasmusikblog




