Detektiv Allegro – Das interaktive Kinderkonzert der Stadtkapelle Wiesloch

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Auf der Suche nach tollen Konzepten für Kinderkonzerte bin ich dieses Mal bei der Stadtkapelle Wiesloch fündig geworden! Mit Michaela Maurer, der ersten Vorsitzenden der Stadtkapelle Wiesloch, habe ich über das interaktive Kinderkonzert Detektiv Allegro gesprochen.

Bitte skizziere kurz das Konzept des Kinderkonzertes:

Plakat Detektiv Allegro Stadtkapelle Wiesloch

Detektiv Allegro ist ein interaktives, musikalisches Theaterstück bei dem die Kinder die unterschiedlichen Instrumentengruppen spielerisch vorgestellt bekommen.

Thema des Konzerts: Noten verschwinden und sogar die gesamte Musik ist bedroht. Jetzt wird Detektiv Allegro gebraucht – er wird beauftragt, herauszufinden wie man dies verhindern kann, und bekommt dabei tatkräftige Unterstützung der anwesenden Kinder.“

Warum habt Ihr dieses Kinderkonzert veranstaltet, welche Ziele habt Ihr damit verfolgt?

„In erster Linie sollten die Kinder in diesem interaktiven Konzert die verschiedenen Instrumente kennenlernen und das Interesse für das Erlenen eines Instruments geweckt werden. Schön wäre es natürlich, wenn dann das ein oder andere Kind auch den Weg über die Jugendstadtkapelle Wiesloch zu uns in die Stadtkapelle Wiesloch findet.

Die Kinder durften im Anschluss an das Konzert verschiedene Instrumente ausprobieren.“

Wer war am Kinderkonzert beteiligt? Mit welchen Kooperationspartnern habt Ihr zusammengearbeitet?

„Wir haben das Konzert eigenständig durchgeführt. Grundsätzlich arbeiten wir aber im Hinblick auf die musikalische Ausbildung mit der Musikschule Südliche Bergstraße, Wiesloch zusammen.“

Wie sah das genaue Programm aus? Welche Musik wurde gespielt?

„Das Stück heißt Detektiv Allegro – der erste Fall von Evi Güdel-Tanner – erhältlich über den tandel-verlag.ch.“

Demo-Partitur zum kostenfreien Download:

Gratis – In den Warenkorb

Welche Besonderheiten wies das Programm des Kinderkonzerts auf?

„Ein „echter“ Detektiv interagiert mit den Kindern im Publikum und animiert diese, ihm beim Lösen des Falls zu helfen. Dabei bekommen die Kinder die einzelnen Instrumentengruppen vorgestellt.“

Wie habt Ihr die Kinder einbezogen a) auf der Bühne b) die Kinder aus dem Publikum?

„Der Detektiv interagiert direkt mit den Kindern im Publikum.“

Wie habt Ihr das Kinderkonzert organisiert? Wer war an der Organisation beteiligt?

Leonie Fiala als Detektiv Allegro
Leonie Fiala als Detektiv Allegro

„Die Organisation lief innerhalb der Stadtkapelle. Auch der „Detektiv“ war ein aktives Stadtkapellen-Mitglied.“

Wie sahen die Proben für das Kinderkonzert aus?

„Wir haben ca. 2 Monate für das Konzert geprobt. Zunächst galt es die einzelnen Instrumentengruppen/Register „fit“ zu bekommen – am Ende kam dann der „Detektiv“ dazu.“

Wie sahen die äußeren Rahmenbedingungen beim Kinderkonzert aus?

„Veranstaltungsort war ein großer Saal in Wiesloch (Kulturhaus). Der Saal war locker bestuhlt, in einem Teilbereich waren schon die Instrumente aufgebaut für das spätere „Ausprobieren“.“

Welches waren für Euch die größten Herausforderungen bei der Organisation des Kinderkonzertes?

„Tatsächlich die Terminfindung. Ursprünglich war geplant das Konzert in Zusammenarbeit mit der ansässigen Grundschule in deren Räumlichkeiten zu veranstalten. Wir wollten quasi direkt zur Zielgruppe kommen. Durch Corona gestaltete sich das aber zunehmend schwierig, wir mussten schieben und schieben bis wir uns dann entschieden haben, das Konzert außerhalb der Schulräumlichkeiten alleine aufzuführen und durch vorangeschaltete aktive Werbung in den Schulen Zuhörer zu gewinnen.“ 

Wie habt ihr das Kinderkonzert beworben? Welche Werbemittel? Welche Werbekanäle?

„Leonie Fiala – unser „Detektiv Allegro“ – hat die Grundschulen in Wiesloch besucht und das Konzert in den Klassen vorgestellt. Wir haben Plakate/Flyer dort aufgehängt und über Facebook, Instagram und unsere Hompage geworben.

Im Vorfeld hatten wir eine Journalistin der hiesigen Presse zu einer Probe eingeladen, um sich ein Bild zu machen. Dieser Bericht wurde dann zeitnah vor dem Konzert veröffentlicht, um Interesse zu wecken.“

Was hat Euch das Kinderkonzert gekostet, wie habt Ihr es finanziert und wie sah es mit dem Ertrag aus?

„Größter Kostenblock war tatsächlich das Notenmaterial samt Zubehör. Hier wurden wir jedoch finanziell von der Sparkasse Heidelberg unterstützt – wir hatten uns nämlich mit diesem „Projekt“ an einem Wettbewerb, dem sogenannten „Spenden Voting“ der Sparkasse Heidelberg, beworben, die damit Projekte hiesiger Vereine unterstützt. Wir waren unter den glücklichen Gewinnern und wurden mit einer Geldspende „beglückt“.

Einnahmen hatten wir keine, der Eintritt war kostenlos.“

Welche Sponsoren standen Euch zur Verfügung?

„Die Sparkasse Heidelberg.“

Was waren Eure besonderen Highlights während dem Konzert? Was hat Euch besonders gefallen. Was hat Euch besonders beeindruckt?

„Die Kinder (und auch deren Eltern) hatten sichtlich Spaß am Konzert. Sie waren total dabei, haben mitgerätselt, mitgetanzt, mitgeklatscht – das hat uns eine große Freude bereitet. Auch hatten die Kinder viel Spaß am Ausprobieren der Instrumente.“

Wie waren die Reaktionen des Publikums?

„Große Begeisterung – ich denke die Erwartungen wurden weit übertroffen.“

Welche direkten Auswirkungen hatte das Kinderkonzert?

„Das wissen wir jetzt noch nicht – es wird sich zeigen, ob sich tatsächlich ein Kind zum Musikunterricht anmeldet und dann in einigen Jahren den Weg zu uns findet.“

Würdet Ihr wieder ein Kinderkonzert veranstalten? Aus welchen Gründen?

„Auf jeden Fall. Es hat sehr viel Spaß gemacht das Stück aufzuführen, die begeisterten Kinder zu sehen. Es ist für uns eine gute Werbung, Blasmusik bei den Kindern (und auch deren Eltern) spannend und interessant zu machen. Vielleicht das Klischee der „altbackenen Musik“ aufzubrechen.“

Welche speziellen Tipps habt Ihr für Musikvereine / Blasorchester, die noch nie ein Kinderkonzert veranstaltet haben, aber gerne eines veranstalten möchten?

„Einfach machen. Es ist ein zeitlicher Aufwand und Einnahmen hatten wir keine. Aber es ist ein toller Weg, Kinder an ein Instrument heranzuführen. Das Stück eignet sich hervorragend dafür. Es macht Spaß zu spielen und es gefällt den Kindern.“

Ein herzliches Dankeschön an Michaela Maurer von der Stadtkapelle Wiesloch für das Beantworten der Fragen.

Hier nochmals die Demo-Partitur zum kostenfreien Download von Detektiv Allegro:

Gratis – In den Warenkorb

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeit: Evi Güdel-Tanner, Tandel-Verlag

Alexandra Link

Musik ist ein sehr wichtiger Bestandteil meines Lebens. Musizierende Menschen zusammen zu bringen meine Leidenschaft.

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