Meeresbrise oder frische Bergluft? Teil 2: 12 Werke von hoher See

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Wenn Meer, dann stellt sich den meisten Deutschen in diesem besonderen Jahr 2020 lediglich die Frage: Nordsee oder Ostsee? Dabei gäbe es insgesamt sieben Weltmeere zu entdecken. Diese sind: Mittelmeer, Atlantik, Pazifik, Indischer Ozean, das Nordpolarmeer, die Karibik und der Golf von Mexico und schließlich das australasiatische Mittelmeer. In diesem Beitrag geht es um Werke über das weite Meer sowie über alle, die es befahren: Seefahrer, Entdecker, Piraten, Fischer und Wikinger.

Zu diesem Thema lediglich 12 Blasorchesterwerke heraus zu suchen war ebenso schwierig, wie über das Thema „Berge“ im Beitrag Meeresbrise oder frische Bergluft? Teil 1: Werke aus luftiger Höhe. Ich ergänze aber den Beitrag wieder ganz am Ende mit einer kleinen Liste und natürlich seid Ihr herzlich eingeladen, Eure favorisierten „Meer-Werke“ unter dem Beitrag in das Kommentarfeld zu schreiben.

Mit was beginnen? Fangen wir doch einfach mal mit einem Marsch an.

Abel Tasman / Alexander Pfluger

Ich kann zwar das Meer musikalisch nicht so raus hören, aber theoretisch ist dieser Marsch Abel Tasman gewidmet, einem niederländischen Seefahrer. Abel Tasman wurde im Jahr 1603 in der Provinz Groningen geboren. Er war Seefahrer für die Niederländische Ostindien-Kompanie. Im Jahr 1638 bekam er das Kommando über das Schiff Engel, mit dem er nach Batavia, dem heutigen Jakarta, segelte. (Apropos Batavia: am 28. Juli 2020 macht im Europapark die wiederhergestellte Bahn „Piraten von Batavia“ auf – die schönste Bahn im Europark. Alle Europapark-Fans haben geheult, als wir die „alte“ verbrennen sahen…). Zurück zu Abel Tasman. Ihr vermutet es schon, in seinem Namen steckt „Tasmanien“ und selbiges entdeckte er auf einer weiteren Seereise von Batavia aus.

Abel Tasman ist als Entdecker natürlich nicht so bekannt wie Christopher Kolumbus. Wer ein Entdecker-Werk sucht, wählt Die große Seefahrt 1492 (Christoph Kolumbus) von Pavel Stanek. Auch ein Originalwerk. Oder Magellanes von Ferrer Ferran.

Magellanes / Ferrer Ferran

Wer war Fernando de Magellanes? Die Frage ist einfach zu beantworten: Der Entdecker der Magellan-Straße. Die Magellan-Straße ist die Meeresenge zwischen dem südamerikanischen Festland und den Inseln, die südlich davon liegen. Beispielsweise die Insel Feuerland. Die Entdeckung: Abenteuerlich! Hier die Beschreibung von Magellanes von Ferrer Ferran, die diese Abenteuerreise voller Gefahren musikalisch beschreibt:

„Am 20. September 1519 stach eine Gruppe von fünf Karavellen von Südspanien aus in See. Am 13. Dezember erreichten die Schiffe die Bucht von Rio de Janeiro. Fernando de Magallanes (Ferdinand Magellan) hatte eine Crew von 250 Männern verschiedener Nationalitäten unter seinem Kommando. Während der Atlantiküberquerung sah sich Magellan gezwungen, den spanischen Kapitän der San Antonio wegen Befehlsverweigerung zu arrestieren. Dies führte zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung mit dessen Landsleuten.

Am 20. April 1520 kam Magellan in Puerto San Julián (südlich des Äquators) an, wo die Schiffe und ihre Besatzungen fünf Monate überwinterten. An Land entdeckten sie große Fußabdrücke und tauften daraufhin das Land Patagonia (patagon bedeutet “grosser Fuss”). So entstand der Mythos der großen Patagonier. Magellan musste die Vorräte rationieren, um den harten Winter zu überstehen. Es kam zu einer Meuterei auf drei Schiffen. Magellan sah sich gezwungen, den Haupt-Rädelsführer zu exekutieren und zwei weitere Anführer auf der Insel zurückzulassen. Die Santiago fiel einem heftigem Sturm zum Opfer.

Am 21. Oktober 1520 wurde die Ausdauer des Seefahrers belohnt, als er endlich eine Passage durch eine gewundene Meerenge fand, die heute die Strasse von Magellan genannt wird. Er brauchte 38 Tage um 540 Kilometer zu überwinden.
Während der folgenden vier Monate überquerten Magellan und seine Gefolgschaft 10 000 Kilometer eines anderen Meeres, das so ruhig war, dass sie es den Pazifischen (friedlichen) Ozean tauften. Etwa zwanzig Besatzungsmitglieder liessen während dieser Überfahrt ihr Leben. Im März 1521 erreichte man schliesslich das vulkanische Land der Philippinen (benannt nach König Philip II von Spanien durch den spanischen Seefahrer Ruy Lopez de Villalobos).

Ferdinand Magellan starb am 27. April 1521 auf der philippinischen Insel Mactan in einem Kampf gegen die Eingeborenen. Er wurde tödlich getroffen, als er versuchte, seiner Mannschaft den Rücken zu decken. Obwohl Magellan seine Reise also nicht selbst beenden konnte, gilt er doch als der Erste der Weltgeschichte, der den Globus umrundete.

Von den 250 Männern, die drei Jahre zuvor in See gestochen waren, kehrten nur 18 am 8. September 1522 nach Sevilla zurück.“

Ein ganz schön mutiger, harter und restriktiver Typ, dieser Fernando de Magellanes (oder Ferdinand Magellan). Und Namensgeber nicht nur von der Magellan-Straße…

The Seafarer / Haydn Wood

Mit The Seafarer von Haydn Wood beginne ich eine Reihe mit Werken, die Seemanns- und Fischerlieder – beides reichlich in England vorhanden – kreativ in Szene setzen. Die Lieder in dieser Rhapsody: Hullabaloo Balay, Rio Grande, Leave her Johnny leave her, The Drunken Sailor, Shennandoah, When Johnny Comes down to Helo und Roving. Ihr habt es erkannt, zwei amerikanische Lieder haben sich unter diese englischen untergemischt und beschreiben Flüsse und nicht Seen… Naja, schau’n wir etwas drüber weg.

Sea Songs / Ralph Vaughn Williams

Sea Songs ist wohl eines der berühmtesten Werke, das Seemannslieder verarbeitet und vermutlich auch das meist gespielte. Die Sea Songs waren ursprünglich der vierte Satz von Vaughn Williams English Folk Song Suite. Es wird mehr und mehr üblich, die Suite wieder in ihrer ursprünglichen Form zu spielen.

In Sea Songs sind die drei Lieder ‘Princess Royal’, ‘Admiral Benbow’ und ‘Portsmouth’ enthalten. Meisterlich verarbeitet, versteht sich von selbst. Mehr brauche ich Euch über die Sea Songs nicht zu erzählen, es gehört zu den Standardwerken und die meisten von Euch haben sie schon gespielt. Oder?

Songs of the Eastcoast Fishermen / Philip Sparke

Selbstverständlich hat auch der dritte Engländer in dieser Runde traditionelle Seemanns- und Fischerlieder vertont. Die Songs aus Philips viersätziger Suite:

  1. Trot Away / King’s Lynn
  2. The Cumberland’s Crew / Deeds of Napoleon
  3. The Captain’s Apprentice
  4. Ward the Pirate

Wer, wenn nicht Engländer sind am ehesten befähigt, ihre Seemanns- und Fischerlieder zu grandiosen Werken zu verarbeiten? Gleichsam huldigt hier der eine Engländer, dem anderen: Philip Sparke schrieb Songs of the Eastcoast Fishermen als Hommage an Ralph Vaughn Williams. Uns entgegen kommt, dass die Songs of the Eastcoast Fishermen sehr viel einfacher sind, als die beiden zuvor vorgestellten Werke The Seafarer von Haydn Wood und Sea Songs von Ralph Vaughn Williams. Eine echte Alternative also für Mittelstufen-Orchester.

Ich habe zwar eine Aufnahme in Youtube gefunden, aber die ist leider nicht sehr vorzeigbar… Ich empfehle Euch, die Ausschnitte unter diesem Link anzuhören: Songs of the Eastcoast Fishermen.

Schauen wir einmal, was sich noch so auf dem weiten Meer tummelt. Kommen wir mal zu den Wikingern.

A Vikings Tale / Kevin Houben

A Vikings Tale von Kevin Houben habe ich auf dem Blasmusikblog.com schon einmal ausführlich vorgestellt. Schaut mal in diesen Beitrag: Kevin Houben – Ein belgisches Doppeltalent. Hier geht nicht um die Wikinger, die über Grönland bis hin nach Amerika geschippert sind, sondern die Wikinger, die die Menschen an der belgischen Küste in Angst und Schrecken versetzt haben. Die ganze Geschichte hat Kevin Houben übrigens in einem Musical verarbeitet. A Vikings Tale ist „lediglich“ eine kleine Rhapsody mit den wichtigsten Themen aus diesem Musical. Dieses Werk wurde noch nicht so wahnsinnig oft aufgeführt, ist es aber absolut wert! Hört mal rein:

Pirates Overture / Thomas Doss

Und nun zu den Schrecken der Meere: die Piraten! Ein ganz ungewöhnlicher Doss liegt uns mit Pirates Overture vor. Es ist ein Werk in einfachstem Schwierigkeitsgrad geschrieben und somit für Kinder-, Vor- oder Jugendblasorchester im Anfängerstadium geeignet. Auch fortgeschrittene Bläserklassen im zweiten Jahr können es spielen. Und selbstverständlich gibt es kreative Aspekte umzusetzen. Es ist das allereinfachste Werk von Thomas Doss das ich kenne. Für Jugendblasorchester hat er jedoch noch ein paar andere Werke geschrieben. Z. B. A Little Suite of Horror oder Monsters. Aber die passen hier natürlich nicht zum Thema…

Jolly Roger / Armin Kofler

Wer war Jolly Roger? Keiner. Die berüchtigte Piratenflagge mit dem Totenkopf wird so genannt. Das Werk von Armin Kofler beschreibt eine Kaperfahrt eines Piratenschiffs. In der Partitur ist zu lesen: „Der Anfang des Stücks ist friedlich: Die See ist ruhig, aber es ist die Ruhe vor dem Sturm. Die Atmosphäre ändert sich und wird mit dem Hissen der Jolly Roger unheimlich. Das Schiff segelt mit voller Fahrt voraus über die offene See. Dann passiert etwas: Die Piraten haben Beute gesichtet! Die Verfolgungsjagd beginnt in einem hektischen Tempo, voller Dramatik und Spannung. Nach einer lauten Passage wird das Ende des Kampfes beschrieben. Wieder hören wir das “Flaggenthema” – diesmal jedoch mündet es in einen Dur-Akkord, der alles verändert: Die Bedrohung durch die Piraten ist vorbei. Das glückliche Ende für das bedrohte Schiff spiegelt sich in dem erleichterten und entspannten Charakter der Musik wider. Sehr zart und zerbrechlich beginnend, wächst sie weiter; langsam begreifen die Seeleute, dass die Gefahr vorüber ist. Schließlich mündet das Thema in das Finale, in dem das Hauptthema noch einmal in majestätischer, leicht variierter Form vorgetragen wird.“

So, aber jetzt reicht es erst einmal mit seefahrerischen Abenteuern. Jetzt wird es mal etwas ruhiger.

Pacific Dreams / Jacob de Haan

Pacific Dreams beschreibt all das, wovon ich gerade auch träume: blaues Meer, kilometerlanger weißer Sandstrand, Palmen und Sonne satt… Ja, ich mag die Berge. Aber Meer ist absolut mein Ding! Wasser mein Element. Und Pacific Dreams klingt einfach nur nach Urlaub und „Nichts-Tun“. Ganz besonders wird das Werk übrigens, wenn ein gemischter Chor dazu kommt. Der Chor hat keinen Text, sondern hawaiianische und thaitische Vokalkombinationen zu singen.

The Titanic Saga / Piet Swerts

Weniger beschaulich ging es auf dem Atlantik im Jahr 1912 zu. Zunächst Feiern und Party auf allen Decks der Titanic – bis sie einen Eisberg rammte. Wir alle kennen die Geschichte – spätestens seit dem Film. Die Katastrophe ereignete sich just einen Tag nach der Geburt meiner Oma: am 14. April 1912. Deshalb kann ich mir das Datum so gut merken…;-)

Der erste, der das Drama um die Jungfernfahrt des unsinkbaren Passagierschiffs Titanic blasmusikalisch verarbeitete war der Schweizer Stephan Jaeggi (*1903 †1957). Er komponierte das Werk mit 18 und es sollte sein bekanntestes werden. Es gehört heute immer noch zur Standardliteratur für Blasorchester.

Oskar-gekrönt die Musik zum gleichnamigen Film mit Leonardo di Caprio und Kate Winslet. Aber es ist mir ein Anliegen Euch originale Werke vorzustellen und nicht Filmmusik-Bearbeitungen.

Weit weniger bekannt ist die Titanic Saga von Piet Swerts. Aber ebenfalls wert, es öfter aufzuführen. Gut, es ist mit Grad 5 nicht gerade einfach… Da Ihr alle die Geschichte kennt, geht doch einfach gleich zum Hören über und lasst Euch überzeugen:

Nicht optimal, aber man kann’s erkennen…

Zum Schluss noch zwei Werke von einem meiner Lieblingskomponisten: Franco Cesarini.

Leviathan – An Apocalyptic Remembrance / Franco Cesarini

Leviathan ist ein biblisch-mythologisches Seeungeheuer. Die Musik hat überhaupt gar nichts mit Sonne, Strand und Meer zu tun. Sondern mit dem immerwährenden Konflikt zwischen Gut und Böse. In den Programmnotizen ist zu lesen:

„Der Sieg über den Dämon wird in Jesaja 27; 1 prophezeit:
An jenem Tag bestraft der Herr mit seinem harten, großen Schwert den Leviathan, die schnelle Schlange, den Leviathan, die gewundene Schlange. Den Drachen im Meer wird er töten.

Das Hauptziel des Komponisten war es, eine Atmosphäre voller Bewegung zu schaffen, mehr Tumult und extreme Spannung als spezielle Begebenheiten musikalisch auszudrücken. Die monströse Form des Leviathan kommt zu Beginn des Stückes mit Urklängen langsam aus dem Abgrund hervor, an den immerwährenden Konflikt zwischen Gut und Böse erinnernd.“

Ein „schreckliches“ Werk von seinem Inhalt her, aber ganz gewiss nicht von seiner Qualität! Obwohl es um ein Seeungeheuer geht, passt es auch bestens in ein Konzertprogramm, in dem es um Tod und Verderben oder Gut und Böse geht.

Als Franco Cesarini es im Jahr 1996 schrieb war er wohl nicht in positiver Verfassung: Wir hören Wut, Trauer, Angst und Ärger aus der Musik. Aber vielleicht darf man hier nicht von der Musik auf das Leben des Komponisten schließen, sondern nur auf seine Vorstellungskraft. Und vermutlich tut es auch den Komponisten gut, allen Ärger von sich abzustreifen und in Töne und Klänge zu setzen.

Übrigens. Nachdem Franco Cesarini mit Poema Alpestre den Rekord des längsten Schlusses in der Blasmusikliteratur hält, so hält er ihn in Leviathan mit dem kürzesten. Aber hört selbst.

Blue Horizons / Franco Cesarini

Versöhnlicher zeigt sich Franco Cesarini in seinem Werk Blue Horizons.  

In den ausführlichen Programmnotizen ist zu lesen:

„Dieses dreisätzige Stück handelt vom Meer und seinen Bewohnern. Im ersten Satz erforscht die Musik die schwarzen Tiefen des Meeres, wo nur an die extremen Verhältnisse angepasste Wesen, wie z.B. Leuchtfische, Beute machen. Dann folgt ein Kampf zwischen zwei Giganten des Ozeans – dem Pottwal und der Riesenkrake. Der dritte Satz handelt vom Blauwal, als einen der vielen vom Menschen bedrohten Meeresbewohner. Blue Horizons lenkt den Blick auf ein großartiges Stück Natur und erweitert auch musikalische Horizonte.
Im ersten Satz, Luminescent Creatures, beschreibt der Komponist die Meeresumwelt auf einer Tiefe von mehr als 1000 Metern, wo es kein Licht gibt und der Ozean wie ein Tintenfleck aussieht. Um ihre Beute zu fangen, die in solch dunklen Gewässern sehr selten ist, benutzen die Abgrundgeschöpfe leuchtende Organe. Riesiger Mund, sowie dilatable Mägen, geben dem Fisch ein uraltes Aussehen, so dass er die erschreckenden Nahrungsressourcen dieses Teils des Ozeans bis zum Äußersten ausnutzen kann.

Der tödliche Kampf zwischen den beiden mächtigsten Raubtieren des Meeres – dem Pottwal und dem Riesenkraken – ist das Thema des zweiten Satzes Leviathan gegen Kraken. Es ist bekannt, dass riesige Kraken sich mit Pottwalen in große Kämpfe verstricken: Wer aber ist das Opfer und wer ist der Aggressor? Der Pottwal, der zwei Stunden lang auf einer Tiefe von 3000 Metern schwimmen kann, ist eine Kreatur, die Tintenfische frisst, während der riesige Tintenfisch beschuldigt wird, für die runden Narben verantwortlich zu sein, die oft die Köpfe der Pottwale bedecken. Da andere Walarten auf die gleiche Tiefe wie der Pottwal stürzen und keine ähnlichen Narben haben, kann angenommen werden, dass die Aggressoren die Pottwale sind.
Der Titel des dritten Satzes, Der Blauwal, bezieht sich auf einen wunderschönen Blauwal, das größte Lebewesen der Welt. Ein Wortspiel um den Begriff “blau” bezieht sich auf die Gefahr, der sich die Ozeane und ihre Bewohner ständig stellen müssen, weil die biologischen und industriellen Abfälle in den Ozean geworfen werden. Dieser Abfall enthält oft chemische Substanzen, die die Nahrungskette verändern und brechen können. Rohöl vergiftet das Meer und übermäßiger Fischfang hat einige ozeanische Kreaturen vom Aussterben bedroht. Es wird geschätzt, dass derzeit zwischen 6000 und 14000 Blauwale in den Ozeanen leben.“

Wie schön war es doch, als die Verlage noch ausführliche Beschreibungen des Werkes in die Partituren gedruckt bzw. auf den Websites veröffentlicht haben. Wie schade, dass es das bei den neueren Werken nicht mehr gibt. Da bin ich immer darauf angewiesen, die Komponisten zu fragen. Aber zurück zum Werk.

Inspiriert zu Blue Horizons wurde Franco Cesarini nicht nur vom Meer und den Meeresbewohner selbst sondern vor allem von einer CD mit Walgesängen. Diese (oder eine ähnliche) CD liegt den Noten bei und wird während dem dritten Satz „The Blue Whale“ als Hintergrundgesang eingesetzt.

Die drei letzten Meisterwerke in diesem Beitrag haben nun so gar nichts mehr mit dem „Märschle“ vom Anfang gemein. Weder in ihrem Gehalt noch in ihrer Aussage. Ich habe nun 12 Blasorchesterwerke von hoher See vorgestellt. Aber ich glaube, ich muss die Dramatik der letzten drei Werke doch noch mit einem versöhnlichen Schluss besänftigen.

Atlantic Avenue / James L. Hosay

Mit Atlantic Avenue bringe ich Euch die Unbeschwertheit von Sonne, Strand und Meer zurück. Es ist eine meiner Lieblings-Sommerprogramm-Nummern, weil sie so locker, leicht und lässig ist. Hach, eine schöne Vorstellung: Auf der Strandpromenade am Meer entlang schlendern, einen Drink und den Sonnenuntergang genießen…. Herrlich!

Ich wünsche Euch allen schöne Ferien am Meer (oder in den Bergen….)!

Noah’s Ark / Bert Appermont
The Legend of Maracaibo / José Alberto Pina
Laguna di Grado / Jacob de Haan
Atlantic Overture / Thierry Deleruyelle
The Curse of the Mermaid / Thomas Doss
Freedom of the Seas / Thomas Asanger

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4 thoughts on “Meeresbrise oder frische Bergluft? Teil 2: 12 Werke von hoher See

  • Pingback: Meeresbrise oder frische Bergluft? Teil 1: 12 Werke aus luftiger Höhe – Blasmusik

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    26. Juli 2020 at 9:35
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    Schöne Liste. Hinzufügen würde ich unbedingt „Of Sailors and Whales“ von W. Francis McBeth.

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    • Alexandra Link
      26. Juli 2020 at 9:44
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      Hallo Norman,
      tatsächlich überaus passend…. aber es gehört zu den von mir eher ungeliebteren Werken… – ich weiß auch nicht warum. Obwohl, wenn der Sprecher richtig gut ist, dann geht’s eigentlich…;-)
      Liebe Grüße
      Alexandra

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    29. Juli 2020 at 15:34
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    Blue Horizons – tolles Stück, heftig im 2. Satz und im ersten hab ich mir gewünscht, Zirkularatmung zu beherrschen. 32(?) Takte c”’ am Stück…
    Mir fehlt noch “Lors of the Seven Seas” – Mittelstufe, nicht so schwer, aber schön.
    (und die ganzen Marinemärsche, Kameraden auf See, Anchors Away,…)

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