Blasmusikaspekte: Was ist ein guter Dirigent/eine gute Dirigentin?

Ein Interview mit Irene Anda zum Thema „Was ist ein guter Dirigent / eine gute Dirigentin und wer kann dies beurteilen?“

In der neuen Reihe “Blasmusikaspekte” werden im Interview mit jeweils einem Dirigenten / einer Dirigentin ein Teilbereich bzw. ein besonderer Aspekt der Blasmusik bzw unseres Musikvereinwesens diskutiert. Alle Blasmusikblog-LeserInnen sind eingeladen, sich zum Thema und den Antworten im Kommentarfeld unter dem Beitrag zu äußern! Wir freuen uns auf einen regen Austausch.

Welche (musikalisch) fachlichen Qualitäten sollte ein Dirigent / eine Dirigentin mitbringen?

“Erstens Musikalität: Das Interpretieren von Musik und ausgeprägte Dirigierfähigkeiten (phrasieren, das Zeigen der unterschiedlichen Charaktere, usw.). Zweitens eine gute Schlagtechnik, die letztendlich das spiegelt, was aus dem Orchester kommen soll. Und drittens eine rhythmische, intonatorische und harmonische Souveränität, sowie ein gut entwickeltes harmonisches Gehör.”

Welche außermusikalischen Fähigkeiten sind Deiner Meinung nach von großer Wichtigkeit?

“Eine natürliche Autorität, emphatische Fähigkeiten, die den Dirigenten in die Emotionslage des Komponisten und somit erst in die Lage versetzen, das Werk interpretieren zu können. Außerdem pädagogische Fähigkeiten, den Willen zur eigenen Weiterentwicklung, eine gesunde Selbstkritik, Neugierde und Interesse an allem was in der Blasorchesterszene geschieht: Konzerte aller Art und Kunstformen, Wettbewerbe, Festivals, usw. Natürlich auch die Gabe, das Orchester, einzelne Musiker und die Vorstände zu motivieren und von neuen Programmen und Konzepten überzeugen zu können. Auch gewisse Management-Fähigkeiten soll ein Dirigent mitbringen.”

Wann ist man eigentlich „fertiger“ Dirigent / „fertige“ Dirigentin?

“Nie! Das Fach ist so umfangsreich und so an das Leben verknüpft, dass man eher eine Einstellung als „ewiger Student“ haben sollte. Nur durch Erfahrungen und beständiger Fortbildung gelingt die eigene Entwicklung als Dirigent/in.”

Wann ist Deiner Meinung nach ein/e Dirigent/in ein/e gute/r Dirigent/in?

“Wenn er/sie die Kunst beherrscht Musik zum Leben zu erwecken.”

Kann man „dirigieren“ überhaupt lehren? Bzw. kann man „dirigieren“ überhaupt lernen? Wie viel ist Training, wie viel Talent? Woher weiß ich, dass ich „Talent“ für’s Dirigieren habe?

“Ein gewisses musikalisches Talent muss man haben, um Dirigent werden zu können. Zusätzlich ist die Fähigkeit leiten bzw. führen zu können von großer Wichtigkeit. Diese Talente allein reichen aber nicht. Talente müssen unbedingt entwickelt werden. Das Dirigieren von Musik ist eine Art „Spiegelung“: So wie sich der Dirigent bewegt, ausdrückt, fühlt, usw. kommt es klanglich aus dem Orchester zurück. Man muss als Dirigent also sehr selbstanalytisch sein um überhaupt herauszufinden, warum das Orchester so klingt wie es klingt (beziehungsweise: nicht so klingt, wie man sich es vorgestellt hat). Dies ist natürlich für jeden persönlich, sehr intensiv und fordert viel Arbeit im Bereich „Selbsteinsicht“. Nur so aber kann man sich entwickeln und ein immer besserer Dirigent werden.”

Die Ausbildungswege zum professionellen Blasorchesterdirigenten sind innerhalb von Deutschland, aber auch im internationalen Vergleich, sehr unterschiedlich. Welchen Ausbildungsweg siehst Du als optimal an?

“Gute Frage!

1. Lehrperson:

Ich bin davon überzeugt, dass die Lehrperson das allerwichtigste Element einer Dirigentenausbildung ist. Potenzielle „Dirigier-Talente “ zu entdecken und ihnen dann eine Richtung dahin zu geben, sich zum guten Dirigenten/ zur guten Dirigentin zu entwickeln ist schon eine sehr schwierige Aufgabe. Das können, meiner Meinung nach, nur erfahrene Dirigenten, die eine lange Dirigierausbildung (Bachelor und Master) gemacht und eine längere Zeit auf höchstem professionellem Niveau gearbeitet haben. Zusätzlich muss die Lehrperson auch ein guter Pädagoge sein und eine eigene Dirigierphilosophie haben. Also ist das Auswählen der richtigen Lehrperson das „A und O“ für einen optimalen Ausbildungsweg zum professionellen Blasorchesterdirigenten. Es gibt hier nämlich viel größere Unterschiede als in den meisten anderen Fachbereichen.

2. Dauer des Studiums:

Ich bin der Meinung, dass das Fach Dirigieren so komplex ist, dass man dieses Fach mindestens so lange studieren muss wie im Instrumentalbereich: erst 4 Jahre Bachelorstudium, und danach eventuell ein 2-Jähriges Masterstudium. Es gibt aber überall auf der Welt auch „komprimierte“ Dirigentenausbildungen, bei denen man ohne ein Bachelorstudium als Grundlage, ein Masterstudium Dirigieren machen kann. Meiner Meinung nach ist dies nicht möglich, weil ein Masterstudium eine Fortsetzung eines Bachelorstudiums (wie es in allen anderen Fachbereichen üblich ist) sein soll. Meine Erfahrung ist, dass man viel Zeit benötigt um das Fach Dirigieren zu erlernen, unabhängig von viel oder wenig Talent. Es ist ein Fach, bei dem das fachliche und persönliche „Reifen“ ein zentrales Element ist.

Deshalb sollte man sehr kritisch sein was die Dauer eines Dirigierstudiums anbelangt. Es müsste jedem klar sein, dass es große, unvergleichbare inhaltliche Unterschiede zwischen einem 2-jährigen und einem 6-jährigen Dirigierstudium gibt. Verwirrender Weise führen aber alle unterschiedlichen Wege zu einer identischen Bezeichnung: Master of Music in Dirigieren.

Im Gegensatz zu vielen anderen Studienbereichen muss man sich also sehr bewusst über Qualitätsunterschiede sein, was Lehrpersonen, Studiendauer und Studieninhalte anbelangt, bevor man überhaupt mit dem Studium anfängt. Nur so findet man die wenigen guten Ausbildungsorte für Blasorchesterdirigenten.”

Wie beurteilst Du den Stellenwert von Dirigentenwettbewerben? Kann man Dirigenten überhaupt vergleichen und letztendlich auch bewerten?

“Das geht absolut! Bei den Wettbewerben gibt es allerdings sehr große Qualitätsunterschiede.

1. Jury:

Wer kann überhaupt einen Dirigenten beurteilen? In meinen Augen können das nur professionelle Dirigenten. Ein Instrumentalist oder Komponist kann unmöglich wissen worauf er/sie achten muss beim Beurteilen eines Dirigenten. Es ist ein eigener Fachbereich.

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Leider sieht man in manchen Dirigentenwettbewerben, dass auch Instrumentalisten und Komponisten in der Jury sitzen. Das geht nur wenn man eine Facette des Dirigierens beurteilen möchte: die Interpretation des Dirigenten. Das Handwerk eines Dirigenten, kann nicht von einem Komponisten oder Instrumentalisten beurteilt werden.

Als Teilnehmer investiert man viel (Vorbereitung, Geld, usw.) und ist es logisch, dass man von den besten Juroren beurteilt werden möchte.

2. Werke:

Die dirigierte Literatur soll in jeder Runde vergleichbar sein. Sonst vergleicht man Äpfel mit Birnen. Die Literatur soll qualitativ hochwertig sein.

3. Orchesterqualität:

Hochkarätige Orchester sind ein „Muß“ für alle Dirigierwettbewerbe. Dass man in manchen Wettbewerben Pianisten dirigieren muss, finde ich unmöglich, weil das Dirigieren von z. B. Sinfonischen Blasorchestern sich gerade um die Arbeit mit Menschen, Energien, Farben, Luft und das Zusammenschmelzen von unterschiedlichen Klängen handelt. Die Pianisten-Lösung in Dirigierwettbewerben sehe ich deshalb nur als eine kostensparende Sache und dient nicht dem Dirigat.

Hochkarätige Orchester sind auch deshalb essentiell in Dirigentenwettbewerben, weil sie die Flexibilität haben ‚im Moment’ auf die unterschiedlichen Dirigenten reagieren zu können.

3. Integrität:

Interessenskonflikte sollte man in allen Wettbewerben so gut wie möglich vermeiden. Trotzdem sieht man es öfters, dass Jurymitglieder eigene Studenten oder Bekannte „hochschieben“. Dies ist natürlich sehr schade und mindert den Stellenwert dieser Wettbewerbe.

Deshalb fand ich es gut, dass Professor Hamers im eigenen „International Conductors Competition Augsburg“ nicht in der Jury sein wollte und keiner seiner Studenten teilnehmen durfte. Dies der Integrität des Wettbewerbs geschuldet. Wäre es nur überall so…

Generell:

Bei Wettbewerben kann man sehr viel lernen, auch unabhängig von der Qualität des Wettbewerbs und der Ergebnisse. Somit kann ein Wettbewerb immer für eine positive „dirigentische“ Entwicklung sorgen und eine Teilnahme ist nie „umsonst“. Es wäre natürlich sehr gut, wenn Interessierte bevor sie sich anmelden, bewusst die besseren Wettbewerbe aussuchen.”

Auf was sollen Vereinsverantwortliche in den schriftlichen Bewerbungsunterlagen für einen Dirigentenposten besonders achten?

“Sie sollten unbedingt kritisch sein was den Titel „Dirigent“ und die Bezeichnung „Dirigentenausbildung“ bei den unterschiedlichen Bewerbern bedeutet:

  • Hat diese Person eine Dirigentenausbildung oder nur einen Dirigierkurs/Nebenfach Dirigieren?
  • Wenn der Bewerber ein Masterstudium Dirigieren hat, sollten sie unbedingt darauf achten welche Art Masterausbildung – mit oder ohne Bachelorstudium als Grundlage (Anders gesagt: 2 Jahre oder 6 Jahre Studium).”

Ein Blasorchester hat 4 Kandidaten zum Vordirigieren eingeladen. Alle 4 Kandidaten haben die Möglichkeit, mit dem Orchester 2 Stunden zu arbeiten. Anschließend sollen alle Musikerinnen und Musiker des Blasorchesters abstimmen. Wie bewertest Du diese Vorgehensweise?

“Musiker legen oft Wert auf Faktoren die wenig mit der Qualität eines Dirigenten zu tun haben. Diese Faktoren können zum Beispiel sein, wie „angenehm“ der Dirigent ist, oder dass man mit einigen Kandidaten befreundet ist. Auch wenn sich vielleicht manche Musiker im Dirigierbereich besser auskennen als andere, ist es sehr riskant um das ganze Orchester mitentscheiden zu lassen.

Man kann es eine Art „Über-Demokratie“ nennen, die letztendlich kontraproduktiv ist, weil es sehr oft die falschen Entscheidungen für das Orchester verursacht. Das stellt sich dann erst später raus (wenn es vielleicht zu spät ist).”

Wie sollte Deiner Meinung nach ein Bewerbungsverfahren für eine Dirigentenstelle bei einem Blasorchester ablaufen?

  • “Man sollte eine Vorstandschaft haben die, zusammen mit einer Kommission von Orchestermusikern („Kommission 1“), eine Zukunftsvision für das Orchester definieren. Dies könnte sein: Wettbewerbe gewinnen, eine soziale Funktion im Dorf haben, konzertante, hochkarätige Literatur spielen, Unterhaltungsmusik spielen, usw.
  • Es sollte dann eine andere Kommission geben, bestehend aus Mitgliedern der Vorstandschaft und guten Musikern aus dem Orchester („Kommission 2“). Sie kreieren zusammen einen Plan für das Orchester (angeknüpft an die formulierte Zukunftsvision) und suchen dann Kandidaten die hierfür passen würden.
  • Die ausgewählten Bewerber bekommen jeweils ein Konzertprojekt (einige Proben plus Konzert), so dass man richtig herausfinden kann, was die Kandidaten können.
  • „Kommission 1“ kann dann gerne gefragt werden welcher Kandidat ihnen am besten gefällt, ohne dass diese entscheiden darf.
  • Der finale Dirigent wird von „Kommission 2“ ausgewählt, basierend auf den fachlich/künstlerischen und menschlich/sozialen Fähigkeiten. Dies ist der Dirigent der das Orchester in der richtigen Richtung (gemäß Vision) entwickeln kann und auch mit den „schwierigeren“ Kräften im Orchester umgehen kann.”

Warum gibt es so wenige Dirigentinnen? Warum scheint Dirigieren immer noch eine Männer-Domäne zu sein?

“Dies ist in der Tat ein Fakt, und ich finde es natürlich sehr schade. Sogar schlimm.

Anscheinend ist die Dirigentenwelt der letzte Kompetenzbereich, in dem die Emanzipation noch nicht angekommen ist. Natürlich hätte es im 21. Jahrhundert genau so normal sein müssen gute Dirigentinnen wie gute Dirigenten vor guten Orchestern zu sehen.

Sicher ist, dass Frauen genau so gute Dirigenten sein können wie Männer. Alle Dirigierfacetten (Musikalität, Führungsperson sein, Schlagtechnik, Pädagoge sein, usw.) sind geschlechtsneutral und nicht nur an Frauen oder Männer gebunden.

Dirigenten und Dirigentinnen müssen auch beide, sowohl weibliche als männliche Eigenschaften besitzen. Mit weiblichen Eigenschaften meine ich z.B. die Fähigkeit Gefühle zu zeigen. Die männlichen Eigenschaften sprechen für sich. Psychische und physische Gründe können diese Geschlechterschieflage nicht verursachen. Ist es dann vielleicht mehr eine unbewusste Einstellungssache?

Die Geschlechterschieflage ist aber nicht nur im Dirigentenfach vorhanden. Es gibt sehr viele Fachbereiche, in denen Führungspositionen von Männern dominiert werden. Nur ist die Entwicklung zu mehr Geschlechterbalance im Fachbereich Dirigieren sehr viel langsamer, sogar teilweise stillstehend im Vergleich zu anderen Fachbereichen. Die Männerdominanz ist aus Zeiten „hängen geblieben“, in denen nur Männer in den Orchestern erlaubt waren. Mittlerweile hat sich die Musikerwelt im Orchesterbereich mehr oder weniger in Balance gebracht. „Blind Audition“ hat der Geschlechter- und Rassendiskriminierung Einhalt geboten und eine Geschlechterbalance in die Sinfonieorchester gebracht.

Ich glaube, dass man Geschlechterbalance erst „zulassen“ kann, wenn man es gewohnt ist, gut ausgebildete Dirigentinnen vor guten Orchestern zu erleben. Dafür müssen sie aber erst die Jobs bei den guten Orchestern bekommen. Dies wird immer in Orchesterkommissionen beschlossen und damit fängt es meiner Meinung nach an. Diese Kommissionen müssen sich der enormen Geschlechterschieflage im Dirigentenbereich bewusst werden und einsehen, dass sie dazu beitragen können die Balance zu verbessern. Natürlich müssen die Ausgewählten dann auch hervorragende Dirigentinnen sein. Es hat keinen Sinn, Dirigentinnen Jobs zu geben, nur weil sie Frauen sind. Genauso wie die männlichen Kollegen müssen Frauen sehr gut ausgebildet werden und hart arbeiten um gut zu werden. Nur wenn man als Dirigentin gut ist hat man eine kleine Chance erfolgreich zu sein. Prof. Hamers hat mich während des Studiums immer daran erinnert, dass Dirigentinnen mindestens doppelt so gut sein müssen als deren männliche Kollegen, um überhaupt eine Chance zu bekommen. In Augsburg wurden glücklicherweise schon viele gute Blasorchesterdirigentinnen ausgebildet.

Ich bin stolz darauf, dass ich es geschafft habe, in diesem männerdominierten Fachbereich eine gute Position zu erreichen. Das habe ich nur Dank einer sehr guten Ausbildung und einer entschlossenen Haltung geschafft.

Ich möchte ein Vorbild sein für Frauen, die sich als Dirigentin ausbilden möchten. Ich hoffe dazu beitragen zu können, dass die Geschlechterschieflage der Dirigentenwelt ausgeglichen wird. Dafür möchte ich mich einsetzen.”

Was können Dirigenten von Dirigentinnen lernen?

“Sie können von den Dirigentinnen lernen wie sie ihre weiblichen Eigenschaften besser entwickeln können. Dies könnten zum Beispiel Facetten sein wie Gefühle zeigen, Multitasking einsetzen, ein guter Pädagoge zu sein. Gefühle zeigen ist z.B. eine Facette bei der Männer öfters Schwierigkeiten haben. Gefühle zeigen in der Musik ist aber auch für männliche Dirigenten sehr wichtig.”

Vita Irene Anda

Irene Anda
Irene Anda

Irene Anda wurde in Kongsberg (Norwegen) geboren. Sie begann ihre musikalische Ausbildung am Stavanger Musikkonservatorium mit dem Hauptinstrument Klavier. Im Jahr 2006 nahm sie das Studium „Blasorchesterleitung“ bei Professor Maurice Hamers an der Musikhochschule (heute Universität) in Augsburg auf. Ihren Masterabschluss machte sie mit der Royal Dutch Military Band „Johan Willem Friso“ (Niederlande) im März 2013, bei der sie 2011 bereits Gastdirigentin war. Sowohl Bachelor- als auch Masterabschluss absolvierte sie mit Auszeichnung.

2012 war sie am Theater Augsburg bei der Produktion von Richard Wagners „Der fliegende Holländer“ beteiligt. Im März 2013 erreichte sie mit Musikforeningen Nidarholm Silber (96 von 100 möglichen Punkten) in der Elite-Gruppe der norwegischen Meisterschaft für Sinfonische Blasorchester. Zudem leitete sie, als erste Frau, die European Youth Brass Band während der Europameisterschaft für Brass Bands in Oslo im Mai 2013 mit großem Erfolg.

Heute ist Irene Anda selbst Teil von Maurice Hamers internationalem Team, das Dirigenten am Leopold-Mozart-Zentrum der Uni Augsburg ausbildet. Darüber hinaus ist sie Dirigentin des projektbasierten Sinfonischen Blasorchesters des Norwegischen Blasmusikverbandes, Abteilung Nordland (Norden von Norwegen), seit 2013 Chefdirigentin der Rheinischen Bläserphilharmonie, und seit September 2015 Chefdirigentin des Sinfonieorchesters Stadtbergen in Augsburg. Ihr künstlerisches Schaffen ist insbesondere von einer bemerkenswerten Vielseitigkeit und differenzierten Klangvorstellung geprägt, die sich in der Leitung verschiedenster Orchester in Europa manifestieren.

Irene Anda tritt auch häufig als Jurorin in Wettbewerben auf (Brass Band und Blasorchester), zum Beispiel im Mai 2016 bei den ersten europäischen Meisterschaften für Blasorchester in Utrecht ECWO, Niederlande. Ferner war sie eine der Initiatoren und Organisatoren des erfolgreichen Dirigierwettbewerbes „1st International Conductors Competition Augsburg 2016“. Zur Zeit laufen die Vorbereitungen für die zweite Auflage des “International Conductors Competition Augsburg”. Alle Informationen dazu: www.conductorscompetition-augsburg.de

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Musik ist ein sehr wichtiger Bestandteil meines Lebens. Musizierende Menschen zusammen zu bringen meine Leidenschaft.

3 thoughts on “Blasmusikaspekte: Was ist ein guter Dirigent/eine gute Dirigentin?

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    10. März 2020 at 20:42
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    Eine wichtige Fragestellung könnte auch mal sein:
    “Was ist ein gut geführter Verein, wie ihn sich ein Dirigent wünscht” – und dies egal auf welcher Leistungsstufe. Ein gut ausgebildeter Dirigent sollte einen gewissen Anspruch auf einen ordentlich geführten Verein haben dürfen. Meiner Erfahrung nach haben hier sehr viele Vereine gravierende Defizite und sind zu keinerlei Selbsterkenntnis fähig. Meistens führen diese Vereine dann genau solche Auswahlverfahren durch, von denen Irena Anda zurecht abrät.

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    • Alexandra Link
      11. März 2020 at 8:40
      Permalink

      Hallo Michael, das ist in der Tat eine gute Frage! Ich werde mal überlegen, in welcher Weise ich das auf dem Blasmusikblog thematisieren kann.
      Viele Grüße, Alexandra

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  • Pingback: Blasmusikblog Monatsrückblick März 2020 – Blasmusik

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