Drei Fragen an Alexandra vom Blasmusikblog – Ausgabe 2

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In den letzten Wochen wurde ich wieder einige Fragen rund um Literatur, Vereinsmanagement, Organisation und ähnlichem gefragt. Es ist sehr schön, dass sich so viele BlasmusikerInnen vertrauensvoll an mich wenden. Ich versichere Euch, dass ich alle Fragen immer vertraulich behandle.

Allerdings gibt es unter den Fragen einige, von denen ich glaube, dass die Antworten auch weitere Blasmusikblog-LeserInnen interessieren. Diese möchte ich in dieser Beitragsserie in losen Abständen aufgreifen und anonymisiert allen zugänglich machen.

Frage 1 ist in diesem Beitrag ähnlich wie in meinem Beitrag Drei Fragen an Alexandra vom Blasmusikblog – Ausgabe 1:

„Wo finden im Jahr 2019 Wertungsspiele statt?“

Nachdem ich bei der ersten Ausgabe nur BW-Musix und den CISM-Wettbewerb in Schladming nennen konnte, gibt es hier ein paar mehr Antworten. Ich habe Euch die Frage auf Facebook gestellt und hier sind zusammengefasst die Antworten:

Weitere Termine dürfen gerne weiter unten auf dieser Seite im Kommentarfeld ergänzt werden.

Frage 2 kann ich leider nicht beantworten:

„Wie oft wurde Oregon von Jacob de Haan verkauft?“

Ich habe zwar jahrelang für De Haske gearbeitet, aber das weiß ich wirklich nicht. Viele denken ja, es ist das meistgespielte Werk von Jacob de Haan. Das stimmt aber nicht, das ist Concerto d’amore, wie er mir selbst einmal gesagt hat.

So richtig interessant finde ich diese Frage nicht – ich habe mich auch noch nie dafür interessiert. Die Hauptsache ist doch, dass Oregon vielen BlasmusikerInnen und auch dem Publikum immer wieder Spaß macht! Meine Generation ist mit diesem Werk aufgewachsen, mittlerweile hat schon die nächste Generation Freude an diesem Werk. Für viele junge DirigentInnen ist es wie „neu“… Du hast es noch nie gespielt? Naja, Oregon gehört auf jeden Fall auf Deine Löffelliste….

Die dritte Frage für heute ist eine sehr schwierige!

„In welchem Zusammenhang ist es legitim, dass der Vorstand eines Musikvereins eine Musikerin / einen Musiker entlässt?“

Ich habe es mir nicht leicht gemacht, diese Frage zu beantworten und gebe hier zu diesem Thema meine ehrliche Meinung wieder:

„Der erste Blick gehört in die Satzung des Vereins. Eventuell sind Regeln für Kündigungen und wie mit ihnen umgegangen werden soll schon für den jeweiligen Verein niedergeschrieben und definiert.

Meiner Meinung nach sollte man sich von einem Mitglied verabschieden, wenn dieser nachhaltig den Vereinsfrieden gefährdet.

Zu diesem Schritt würde ich aber nur raten, wenn zuvor mehrere Gespräche zwischen Vorstand, ggf. Dirigent und dem entsprechenden Kandidaten stattgefunden haben. Hilfreich ist in diesem Zusammenhang vielleicht auch eine schriftliche gegenseitige Vereinbarung, um die Missstände/-töne zukünftig zu vermeiden. Erst wenn sich danach nichts ändert, sollte in der Vorstandschaft dieses Thema vertraulich diskutiert werden.

Gleiches würde ich empfehlen, wenn es um Probleme zwischen Dirigent und Musiker(n) geht.

Es ist sehr schwierig, eine pauschale, allgemeingültige Empfehlung in diesem Zusammenhang auszusprechen. Es kommt immer auf den Einzelfall an. Und es ist wie so oft: Sprechen hilft!“

Bei der Beantwortung von individuellen Fragen in Bezug auf Musikvereine / Blasorchester usw. versuche ich mein Bestes im Rahmen meiner Möglichkeiten und aus meiner Erfahrung heraus zu geben. Eure Fragen schickt Ihr bitte immer per Mail an: alexandra@kulturservice.link. Alle Probleme kann ich sicher nicht lösen. Aber vielleicht mit meinen Ideen und Tipps Eure eigenen Überlegungen bereichern und Euren Gedanken eine neue Richtung geben. Und wenn ich dann Rückmeldung bekomme, dass ich etwas bewirken konnte, freut es mich um so mehr.

 

 

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Alexandra Link

Musik ist ein sehr wichtiger Bestandteil meines Lebens. Musizierende Menschen zusammen zu bringen meine Leidenschaft.

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