Johan de Meij – Sein Leben, seine Berufung, seine Werke – Teil 3

Die Werke von Johan de Meij

Ein Gastbeitrag von Harald Vetter

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Hinweis: alle Quellenangaben unter dem Beitrag!

Johan de Meij ist ein sehr vielseitiger Komponist. Die meisten seiner Werke wurden für die Oberstufe geschrieben. Es gibt aber dennoch einige gute Werke für die Mittelstufe.

Neben den eigenen Kompositionen ist De Meij auch ein sehr guter Arrangeur. Er bearbeitete eine Vielzahl von bekannten und beliebten Stücken der unterschiedlichsten Genres. Im Folgenden wird jedoch vorrangig auf die Eigenkompositionen eingegangen.

Das bekannteste und einflussreichste Werk von Johan de Meij ist zweifelsfrei seine Symphonie Nr. 1 The Lord oft he Rings.

Symphonie Nr. 1 „The Lord of the Rings“

Symphony No. 1 The Lord of the Rings Johan de Meij

Die Symphonie Nr. 1 ist das erste Werk von Johan De Meij. Seine ganze weitere Arbeit basiert auf diesem Werk. Daher wird im Folgenden besonders darauf eingegangen.

Die Symphonie Nr. 1 wurde am 15. März 1988 in Brüssel uraufgeführt. Das Orchester war das Groot Harmonieorkest van de Gidsen unter Leitung von Norbert Nozy. Die holländische Premiere folgte am 02. Juni des gleichen Jahres mit der Royal Military Band unter Leitung von Pierre Kuijpers im Rahmen der großen Festlichkeiten der World Music Competition in Kerkrade.

Das Werk wurde durch den von De Meij eigens hierfür gegründeten Verlag Amstel Music veröffentlicht und hat eine Spieldauer von 43 Minuten. Es hat einen Schwierigkeitsgrad von 5,5 wird somit als Werk der Höchststufe eingeordnet.

Mit der Veröffentlichung der Symphonie Nr. 1 legte De Meij sein Morricone-Image ab, den er im Laufe der Zeit als Arrangeur bekommen hatte. Mit der Symphonie wurde er als Komponist wahrgenommen. Gleichzeitig ist dies Startpunkt seiner Karriere als Komponist.

Titel und Hintergründe

Die Symphonie Nr. 1 ist die erste eigene Komposition von Johan de Meij für Blasorchester. Sie ist ein großes, majestätisches Werk in fünf Sätzen. Das Werk basiert auf der literarischen Trilogie Herr der Ringe vom Autor J.R.R. Tolkien (1892 – 1973). De Meij verwendete für die Symphonie jedoch nur ausgesuchte Kapitel aus dem ersten Buch. Tolkien schuf in seinem Werk eine Fantasiewelt im Land „Mittelerde“ in der Hobbits, Zwerge, Elben, Menschen, Ents, Orks und Zauberer leben. Im Jahr 1937 veröffentlichte Tolkien das Buch „Der Hobbit“, in der das Land und die Charaktere bereits vorgestellt werden. Im Zeitraum von 1936 bis 1949 verfasste er dann die Herr der Ringe Trilogie, welche aber erst 1955 veröffentlicht wurde. Sie erfreut sich auch heute immer noch größter Beliebtheit.

Als Johan de Meij den Entschluss fasste, eine eigene Symphonie zu schreiben, stieß er ebenfalls auf die Bücher Herr der Ringe. Beim Lesen erkannte er, dass sich in der farben- und fantasiereichen Geschichte alles befand, was er für eine Symphonie brauchte. Während des Lesens der Bücher machte er sich Notizen und stellte Überlegungen an, wie er diese aufbauen könnte.

De Meij arbeitete über einen Zeitraum von drei Jahren an der Symphonie, von 1984 – 1987. Er schuf ein Werk mit fünf einzelnen Sätzen. Dabei vertont jeder Satz entweder einen Charakter der Geschichte oder ein Ereignis aus dem Buch.

Die Sätze in der Übersicht

Gandalf  Gandalf ist ein weiser und mächtiger Zauberer, der die Kräfte der Dunkelheit und des Bösen bekämpft, oft an der Seite seines noblen Gefährten „Shadowfax“ (Schattenfell ist das Pferd von Gandalf).

Lothlórien ist der Elbenwald, Zuhause der Könige des Elbenkönigreiches, ein Ort voller Bäume, Vögel und Frieden.

Gollum (auch Sméagol genannt) ist eine monströse Kreatur, der einmal ein einfacher Hobbit war und dessen Gier eine Serie unheilvoller Ereignisse in Bewegung bringt, die schlussendlich zum Kampf Gut gegen Böse führt. Es ist ein zwiegespaltenes Wesen mit zwei Persönlichkeiten.

Journey in the Dark (Reise in die Dunkelheit) ist eine Beschreibung der Reise durch die dunklen Minen von Moria (Moria ist das untergegangene Zwergenkönigreich) und des Kampfes an der Brücke von Khazad-Dûm. In dieser Schlacht scheint der Zauberer Gandalf zu sterben.

Hobbits ist ein musikalisches Porträt der kleinen Menschen von Mittelerde; ein glückliches und sorgenfreies Volk mit haarigen Füßen.

Die Sätze 1,3 und 5 beschreiben bestimmte Charaktere. Die Sätze 2 und 4 dagegen sind programmatisch gestaltet und folgen dem Handlungsgeschehen des Buches chronologisch. Die Sätze sind thematisch miteinander verbunden und greifen ineinander. De Meij begann das Werk mit dem vierten Satz, der Reise in die Dunkelheit. Er war von dieser Szene sofort fasziniert, sodass er beim Lesen des Buches bereits die schreitenden Bewegungen im Kopf hörte. In der Hälfte des Satzes fällt der Zauberer Gandalf von der Brücke Khazad-Dum. Zu diesem Zeitpunkt kreierte De Meij das Motiv des Gandalf, was dann auch im ersten Satz verwendet wird. Das Gandalf-Motiv entwickelte sich zum wichtigsten Motiv der Symphonie. Es wird auch in anderen Sätzen verwendet, um diese miteinander zu verbinden. Ursprünglich sollte Gandalf der dritte Satz werden. Die Weissagung, die Trinität und das Thema in e-Moll stellt ein äquivalent zu 3×3 dar. De Meij spielte mit diesen Andeutungen in ähnlicher Weise wie schon Bach es oft getan hatte. Da die Zahl drei für diesen Charakter so wichtig ist war es nur logisch, ihn als dritten Satz zu verwenden. Als De Meij den Satz des Gandalf beendet hatte stellte er jedoch fest, dass es eher ein eröffnender Satz ist. Da zudem das Motiv in den anderen Sätzen ebenfalls verwendet wird setzte er den Gandalf Satz an die erste Stelle.

Der zweite Satz Lothlórien hat einen sanften und wunderschönen Beginn. Diesem folgt ein zunehmender Spannungsaufbau, der nahtlos in den dritten Satz mündet. Der dritte Satz ist der bizarrste aller fünf. De Meij selbst führt den Übergang zwischen beiden Sätzen oft sogar attaca aus. Nach den tiefen Flöten von Lothlórien wechselt er sofort zu Gollum, als würde dieser auf die Bühne springen. Nach dem dritten Satz folgt eine längere Pause.

Der vierte Satz stellt mit dem beschriebenen Kampf den dramatischen Höhepunkt der Symphonie dar. Im letzten Satz werden viele Themen erneut aufgegriffen. Nach den dunklen Mienen von Moria scheint das erste Mal wieder die Sonne. Wie das Buch endet die Symphonie in einer melancholischen Stimmung.

Idiom

Bei der Symphonie Nr. 1 handelt es sich um eine Programm-Symphonie, da sie auf der Geschichte und den Charakteren eines Buches basiert.

Programmmusik ist grundsätzlich dafür geschrieben, ein nicht-musikalisches Thema zu erzählen. In Abgrenzung dazu steht die „absolute“ Musik, welche keine beschreibende Verpflichtung hat. Werke wie die Symphonie Nr. 1, welche aus mehreren Sätzen bestehen, werden als Programm-Symphonie bezeichnet. Ein kürzeres oder einsätziges Werk wird dagegen als symphonisches Gedicht oder Klang-Gedicht bezeichnet.

Die Wurzeln der Programmmusik liegen im Beginn des 19. Jahrhunderts in Beethovens Pastorale Symphonie (1807-1808). Erste Ideen gab es jedoch schon im 17. und 18. Jahrhundert. Später folgte eine Reihe von bekannten Werken, die alle eine bestimmte Geschichte, ein Gedicht oder ein Ereignis darstellen. Bekannte Beispiele dafür sind unter anderem Werke wie die Symphonie Fantastique (1830-31) von Berlioz, Listzs Les Preludes (1845), Debussys Prélude à l’après-midi d’un faune (1894) und Richards Strauss Alpensinfonie (1915).

Die Symphonie Nummer 1 fällt also klar in die Kategorie der Programm-Symphonien. De Meij beschreibt in diesem kraftvollen Stück all die Wunder und Zaubereien seines literarischen Namensgebers während er es geschafft hat, kunstvoll ein Werk voll von Tiefe und Schönheit zu kreieren, das Zuhörern und Musikern gefällt.

Technische Überlegungen

Die Symphonie Nr. 1 ist für ein vollbesetztes Orchester geschrieben. Neben den üblichen Instrumenten verlangt sie ein Flügelhorn und ein Klavier. Es gibt viele Solopassagen über das ganze Werk und fast jedes Instrument.

Die Solos sind technisch nicht schwierig, jedoch musikalisch anspruchsvoll. Der erste und fünfte Satz sind verhältnismäßig einfach zu spielen. Das Werk bleibt fast immer tonal und ist einfach zu stimmen / intonieren. Die Schwerpunkte des Werks liegen vor allem in der Rhythmik, der Dynamik und der musikalischen Gestaltung, wobei die mittleren Sätze rhythmisch am anspruchsvollsten sind. Die Ausgestaltung der dynamischen Kontraste und die Wahrung der Balance zwischen den Stimmen und den Registern fordern größte Konzentration seitens der Musiker.

Der Tonumfang der jeweiligen Instrumente wird größtenteils ausgenutzt und die Gesamtlänge des Werks bringt hohe Ansprüche an den Ansatz der Musiker, vor allem bei den Spielern des hohen Blechs. Die Trompeten müssen im dritten Satz mit Doppelzunge spielen können.

Stilistik

Die Symphonie enthält eine Vielzahl verschiedener musikalischer Stile und Elemente. Das Werk insgesamt hat eine eher dunkle Klangfarbe mit vielen Resonanzen von allen Instrumenten. Der eigentliche Stil ändert sich in jedem Satz und mit jeder musikalischen Beschreibung.

Der erste Satz, Gandalf, beschreibt majestätischen Charakter des großen Zauberers. Er enthält sowohl die Kraft als auch die Vornehmheit für die der alte, weiße Zauberer steht. Diese spiegelt sich vor allem in der dunklen und düsteren Klangfarbe der Blechbläserakkorde. Alle Töne und Passagen sollen mit vollem und majestätischem Klang gespielt werden.

Der zweite Teil des ersten Satzes beschreibt das Pferd des Zauberers. Er soll das Bild eines galoppierenden Pferdes erzeugen, dessen Hufe kaum den Boden berühren und dessen Geschwindigkeit schneller als der Wind ist. Dieser Teil ist demnach viel leichter als der Erste. Anschließend folgt noch einmal das anfängliche, noble Thema mit den tiefen und dunklen Klangfarben. Diese beiden verschiedenen Charakter müssen hörbar gemacht werden.

Der zweite Satz, Lothlórien, bringt wieder einen neuen Charakter. Er erinnert an die Eleganz der Renaissance, mit einigen Wendungen des 20. Jahrhunderts. Der gesamte Satz ist sehr leicht. Das Holzbläserquintett von Darius Mihauds, La Cheminée du Roi Rene ist beispielhaft für die Ausführungen in Balance, Stil und Textur des Satzes. Die enthaltene Hymne der Blechbläser ist vom Stil her wie ein Choral zu spielen.

Der dritte Satz, Gollum, enthält viele Windungen und Wendungen, die den zwielichtigen und verschlagenen Charakter des Gollum darstellen. Die Komplexität des psychologischen Charakters wird von einer ständigen Veränderung im musikalischen Stil und der Textur dieses Satzes dargestellt.

Der vierte Satz hat wieder einen erzählenden Charakter. Gandalf führt die Gefährten in die Tunnel der dunklen Mienen von Moria. Die Pauken legen das Tempo und den gejagten Charakter des vierten Satzes fest. Das tiefe Blech, unterstützt von Klavier und Schlagzeug, beschreiben das Gefühl der Zerstörung und der düsteren Vorahnung, als sie immer tiefer in die Mienen vordringen. An der Brücke von Khazad-Dùm kommt es zum Kampf zwischen Gandalf und dem monströsen Balrog, der auch musikalisch ausgetragen wird. Die Gefährten fliehen aus den Mienen, verfolgt von den Orks. Die Flucht aus den Mienen wird piano gespielt.

Der letzte Satz, die Hobbits, bildet den Abschluss des Werkes. Er beginnt wieder mit dem Eröffnungsthema des Gandalf, wandelt sich dann aber in einen glücklich trällernden Volkstanz der den Optimismus und die Ausgelassenheit der Hobbits wiederspiegelt.

Die Widerstandsfähigkeit und Tapferkeit der Hobbits wird in einer anschließenden Hymne dargestellt. Der Satz und das Werk enden erneut mit dem Gandalf-Thema.

Form

Während des Lesens der Bücher machte sich De Meij Notizen und entwickelte die Ideen und Struktur der Symphonie. Eine konkrete Vorlage der Form gab es dabei nicht. Der Herr der Ringe ist keine Symphonie im klassischen Sinne, sondern eher fünf sinfonische Gedichte.

Dennoch ist die Symphonie programmatisch. Viele Elemente wie die Sätze und deren einzelne Themen sind offensichtlich. Alle Themen müssen jedoch auch im Zusammenhang mit den programmatischen Elementen gesehen werden, die die repräsentieren.

Symphonie Nr. 2 „The Big Apple“

Der Auftrag

The Big Apple Johan de Meij

Die zweite Symphonie ist eine Auftragskomposition, welche sich anders entwickelt hatte, wie zunächst vorgesehen war. Auftraggeber war die US Air Force Band der amerikanischen Luftwaffe. Diese wollten ein ca. sechsminütiges Stück.

Johan de Meij wollte ein schnelles und energiegeladenes Stück, was durch die Stadt New York inspiriert wurde. Er dachte an eine „Big Apple Ouvertüre“ in den Stilen von Bernsteins Candide oder Adams „Short Ride in a fast Machine“. Als De Meij jedoch mit seinen musikalischen Fragmenten arbeitete war er stets unzufrieden. Sie waren im zu minimalistisch. Er entwickelte sie weiter und erhielt am Ende eine Symphonie mit einer Spielzeit von 36 Minuten. Das war zwar nicht die ursprüngliche Intension, das Auftrag gebende Orchester war jedoch trotzdem zufrieden mit der Arbeit.

Die Symphonie Nr. 2 wurde von 1991 bis 1993 komponiert. De Meij widmete sie seinen Eltern. Die offizielle Premiere fand im März 1994 in Honolulu, Hawaii statt.

Hintergründe

Die zweite Symphonie ist eine Ode an New York. Es handelt sich hierbei um keine Programmmusik, sondern die musikalische Interpretation der Stadt selbst. De Meij vertonte hierbei die Seele, den Glamour und die Gleichgültigkeit der Stadt, die ihn so sehr faszinierte. Die Musik kommt wie die Stadt selbst nie wirklich zur Ruhe, selbst die ruhigen Passagen werden von einem stetigen Rumpeln im Hintergrund begleitet. De Meij selbst schreib, dass „die Symphonie zu hören so entnervend sein kann wie ein Besuch in Manhattan selbst.“

Der Titel: The Big Apple

The Big Apple ist ein Markenname von New York geworden. Der Name findet seinen Ursprung in den 20er Jahren, wo er oft von Jazz-Musikern genutzt worden ist. Er wurde das Symbol für den Erfolg in New York, wer es geschafft hatte in einem der New Yorker Jass Clubs aufzutreten, der hatte es in New York geschafft.

Heutzutage ist der große rote Apfel eines der Symbole der Stadt. Es gibt ihn überall in den Souvenirshops wo Postkarten, Spitzer, T-Shirts und Poster sich in zahllosen Variationen mit diesem Symbol New Yorks schmücken. Der Untertitel des zweiten Satzes, Gotham, ist ebenfalls ein Spitzname der Stadt.

Der Aufbau der Symphonie

Die Symphonie besteht aus zwei Teilen, die mit einer Interlude verbunden werden.

Der erste Satz, Skyline (Part 1) beschreibt die massiven Fassaden und die globalen Konturen der Stadt New York.

Die Time Square Cadenza stellt die Interlude dar. Johan de Meij wollte zunächst eine dreisätzige Symphonie mit einem langsamen Mittelteil schreiben. Bei seinen Besuchen der Stadt stellte De Meij jedoch fest, dass dies jedoch nicht mit der Energie, dem Getümmel und dem beschleunigenden Pulsschlag der Stadt, die niemals schläft, zusammenpasst und verwarf den Gedanken wieder. Stattdessen entstand die Idee eines nicht musikalischen Intermezzos, das die Spannung der beiden anderen Sätze miteinander verbindet. Die Time Square Cadenza ist eine Zusammenstellung von Geräuschen der Stadt, die De Meij dort aufgenommen hat. Sie verbinden die beiden Sätze der Symphonie zu einem einzigen, ununterbrochenen Werk.

Der zweite Satz, „Gotham“ (Part 2) beschreibt die teilweise brutalen und chaotischen Aspekte der Stadt.

Musikalische Aspekte der Symphonie

Dieses Werk enthält keine tiefgründigen oder philosophischen Hintergründe. Wie die Stadt selbst ist es eher geradeaus, robust und kantig gestaltet.  Der Grundstein des thematischen Materials bilden die Symmetrie des New Yorker Straßennetzes in Verbindung mit der massiven Architektur der Wolkenkratzer.

De Meij erkundet in seiner Symphonie verschiedene eigene musikalische Stile. Er verwendet jedoch auch verschiedene Aspekte von Aaron Copland, John Adams und Leonard Bernstein.

Das Hauptthema der Symphonie, aus welchem sich alle anderen Themen ableiten ist das Skyline-Thema. Dies besteht aus einer synkopischen und pausenlosen Intervallstruktur, die zum ersten Mal in den Waldhörnern vorgestellt wird. Mit ihr werden die beeindruckenden Silhouetten des Big Apple dargestellt. Die ausufernden melodischen Linien auf dem Englischhorn, die später durch Oboe und Klavier unterstützt werden, leitet sich genauso daraus ab wie die massiven Sound-Blöcke der Blechbläser. Umkreist wird das Motiv durch sich wiederholende Figuren im Holz, Klavier, Harfe und Mallets. Diese stehen für das Chaos der Lichter und dem Geflacker der Neonreklame. Diese sich ständig wiederholenden Motive haben eine gewisse Ähnlichkeit zur Minimalmusik. Ihre rhythmische Gestaltung zeigt auch Einflüsse von musikalischen Stilrichtungen wie Jazz und dem Ragtime. Durch Hinzufügung eines Cembalos wird dies noch unterstützt, da das rigide, hämmernde und nervöse System des Instruments gut in diese Orchestrierung passt.

Das Thema des zweiten Satzes besteht aus einem Vier-Ton-Motiv. Es wird zu Beginn von den Blechbläsern gespielt und ist ebenfalls das Hauptmotiv in diesem Satz. Der Satz selbst beginnt mit einem Oktavsprung. Alle begleitenden Themen und Dialoge enthalten Variationen dieses Grundthemas. Am Ende der Symphonie kommt noch einmal das Skyline-Motiv des ersten Satzes zurück.

Symphonie Nr. 3 „Planet Earth“

Planet Earth Johan de Meij

Die Symphonie Nr. 3 „Planet Earth“ ist die dritte Symphonie von Johan de Meij, welche er im Auftrag des Nord Niederländischen Orchesters (NNO) schrieb. Den Auftrag dazu erhielt er von Marcel Mandos, dem künstlerischen Direktor des Orchesters.

Es handelt sich um eine sehr persönliche Komposition, die De Meij für seine Frau Dyan schrieb. Die letzten acht Minuten der Symphonie wurden bei ihrer Hochzeit in Amsterdam aufgeführt. Jurjen Hempel dirigierte das NNO, als es die Symphonie auf CD einspielte.

Planet Earth ist die erste Symphonie, die De Meij von Anfang an gezielt für das Sinfonieorchester komponiert hatte. Die ersten beiden Symphonien sowie das Cello-Konzert Casanova sind ursprünglich für Blasorchester instrumentiert und wurden später nochmals für Sinfonieorchester instrumentiert.

Titel und Hintergründe

Die dritte Symphonie sollte in der ersten Idee thematisch auf der versunkenen Stadt Atlantis basieren. Diese Idee wurde jedoch wieder verworfen, da sie in den Augen De Meijs zu sehr an Disney angelehnt war. Stattdessen erhielt die dritte Symphonie den Titel „Planet Earth“. Hinter diese Titel stehen zwei große Ideen, die De Meij musikalisch umgesetzt hat.

Die zweite Symphonie war eine Ode an die Stadt New York. Die dritte Symphonie sollte erneut eine Ode werden, jedoch diesmal nicht an einen bestimmten Ort oder eine Stadt, sondern an die ganze Erde im Gesamten. Er wollte die Erde in ihrer gesamten Schönheit und in ihren Erscheinungen darstellen. Wie in seinen anderen Kompositionen versuchte De Meij mit seiner Musik, Bilder zum Leben zu Erwecken.

Der Titel ist in diesem Fall metaphorisch gemeint, es handelt sich nicht um Programmmusik, die Musik soll stattdessen die Faszination über die Erde selbst ausdrücken.

Johan de Meij ist sehr fasziniert von Gustav Holst. Besonders dessen Werk „Die Planeten“ haben es ihm sehr angetan. Es gehört auch zu den Werken, die De Meij jedem Dirigenten zum Studium empfiehlt. Holst schrieb in seinem Werk einen Satz über jeden Planeten unseres Sonnensystems, mit Ausnahme der Erde. De Meij lehnt seine dritte Symphonie an die Planeten von Holst an. Er ergänzt den fehlenden Planet Erde. Um diese Verbindung deutlich zu machen, knüpft er die Symphonie direkt an. Holst beendet sein Werk mit einem dünnstimmigen Frauenchor mit zehn Stimmen. De Meij beginnt seine Symphonie im ersten Satz mit der gleichen Instrumentierung und in der gleichen Atmosphäre. Mit dieser Brücke endet jedoch jede Ähnlichkeit mit Holst.

Der Aufbau der Symphonie Nr. 3

Mit dem ersten Satz “Lonely Planet“ lehnt sich De Meij wie schon beschrieben an Holst an. Danach folgt eine Reise durchs Universum, der Urknall schleudert den Zuhörer in die Weiten des Weltraums auf den Einsamen Planeten zu. Die Tiefe des Weltalls wird durch Lautsprecher dargestellt, die sich überall im Konzertsaal befinden und so eine Illusion der Kometen und Planeten erzeugen, zwischen denen sich die Zuhörer befinden. Diese elektrischen Klänge setzte De Meij mit der Hilfe von Joris de Man um, der genau wusste wie die Wünsche und Phantasien von ihm in beeindruckende außerirdische und exzentrische Klänge umzusetzen waren.

Nach dem kosmischen Chaos des ersten Satzes bringt der zweite Satz „Planet Earth“ einen Blick auf die Erde. Es zeigt die Erde von oben und bietet einen sakralen und luftigen Blick auf die schönen Landschaften unseres Planeten. Bereits im zweiten Satz erklingt zum ersten Mal eine heroische Melodie, die von sechs Waldhörnern unisono gespielt wird. Wie bereits in anderen Werken bildet diese die Hauptmelodie, aus denen sich andere Themen ableiten. Diese Hymne zieht sich durch die ganze Symphonie. De Meij lehnt sich hier an die Worte von Homer an, die dieser vor 1000 Jahren schon verfasste: „Ich will der Erde ein Loblied singen, der Mutter von allem“.

Im dritten Satz „Mother Earth“ verwendete De Meij einen griechischen Text als Grundlage. Der Text entstammt den Homer-Epen und stellt eine Ode an die Mutter Erde (griechisch Gaia) dar. Zusammen mit dem Altphilologe Dr. Adriaan Rademaker platzierte er den Text unter den Noten des dritten Satzes. Rademaker zeigte sich hierbei nicht nur als Experte der griechischen Sprache, sondern auch gebildet im Bereich der Musik.

Hymne an Gaia

Ich will von der gewaltigen Erde sprechen,
Mutter von allem, das Älteste aller Lebewesen.
Sie nährt alle Kreaturen der Welt,
alle die auf dem guten Land gehen und alle die auf den Pfaden der See fahren und alle die fliegen;
alle sie sind aus ihrem Körper genährt.
Heil der Mutter der Götter, Ehefrau des sternreichen Himmels,
die mir die Ehre gibt für dieses Lied,
Substanz die mein Herz erfreut.
Heil der Mutter der Götter, oh Gaia.
Durch dich, oh Königin, ist die Menschheit gesegnet mit ihren Kindern und gesegnet in ihren Ernten,
und es liegt an dir den sterblichen Menschen das Leben zu geben und es ihnen zu nehmen, oh Gaia!
Die Symphonie endet mit einer Kantate und einem Finale, in dem alle Register gezogen werden. Alle Musiker stimmen in diese Hymne mit ein und bringen die Symphonie so zu einem brillanten Ende.

Musikalische Aspekte der Symphonie

Johan de Meij wollte mit seiner dritten Symphonie etwas Neues schaffen, was unabhängig der beiden vorhergehenden Symphonien steht. Sie unterscheidet sich in der musikalischen Sprache und den Methoden.

Trotzdem gibt es einige Gemeinsamkeiten zu den anderen Werken. Die Benutzung von elektronischen Klängen verwendete De Meij bereits in seiner zweiten Symphonie, wo er aufgenommene Stadt-Geräusche mit einarbeitete.

Die grundlegende Kompositionstechnik ist ebenfalls gleich. De Meij nutzt sehr kleine Elemente, auf denen er das Werk aufbaut. In der dritten Symphonie sind es zwei Dur-Dreiklänge, die auf der Klaviatur ineinandergreifen. Aus diesen leitet er Melodien und Strukturen ab.

Symphonie Nr. 4 “Symphonie der Lieder”

Sinfonie der Lieder Johan de Meij

Die Symphonie Nr. 4 wurde im Auftrag des Südtiroler Jugendblasorchesters anlässlich des jährlichen Mahler-Festival in Toblach/ Dobbacio in Italien geschrieben. Die Uraufführung fand am 24. Juli 2013 in Dobbacio statt. Johan de Meij widmete die Symphonie Nr. 4 seiner Schwiegermutter Eileen Machan-Schley. Die Symphonie wurde für Mezzosopran, Kinderchor und Blasorchester geschrieben. Sie besteht aus insgesamt 6 Sätzen.

Hintergrund

Die Symphonie Nr. 4 wurde von einer Auswahl deutscher Gedichte aus dem 19. Jahrhundert inspiriert.

Die ersten drei Sätze basieren auf den Kindertotenliedern von Friedrich Rückert. Rückert war ein deutscher Dichter und Sprachgelehrter. Zu seinen Lebzeiten zählte er unter anderem den Dichter August von Platen, den Philosophen Friedrich von Schelling sowie den Universalgelehrten Johann Wilhelm Pfaff zu seinen Freunden.

Rückert hatte sechs Kinder. Alle sechs Kindern erkrankten im Dezember 1833 an Scharlach. Zwei seiner Kinder erlagen der Krankheit. Am 31. Dezember 1833 starb seine einzige Tochter Luise und am 16. Januar 1834 sein Sohn Ernst. Die anderen vier Kinder erholten sich von der Krankheit. Unter dem Eindruck des Todes seiner zwei Kinder verfasste Rückert insgesamt 428 Gedichte. In den Gedichten fragt Rückert oft nach dem Sinn des Schicksaals. Die Gedichte sind insgesamt sehr unterschiedlich. Sie haben eine Länge von vier bis zu über dreißig Verse und haben unterschiedliche Reimschemas und Metren. Der Historiker und Schriftsteller Hans Wollschläger nannte die Kindertotenlieder „die größte Totenklage der Weltliteratur“.

Gustav Mahler vertonte eine kleine Auswahl der Gedichte in einem Liederzyklus. Auf diese Weise trug er maßgeblich dazu bei, dass diese bis dahin weitestgehend unbekannte Gedichte in der Welt wahrgenommen wurden. Mahler verwendete in seinem Zyklus folgende Lieder:

  • Nun will die Sonn’ so hell aufgehn
  • Nun seh’ ich wohl, warum so dunkle Flammen
  • Wenn dein Mütterlein tritt zur Tür herein
  • Oft denk’ ich, sie sind nur ausgegangen
  • In diesem Wetter, in diesem Braus

Johan de Meij bedient sich ebenfalls dreier Gedichte von den Kindertotenliedern. In seiner Symphonie widmet er die ersten drei Sätze jeweils einem Gedicht von Rückert.

Der erste Satz der Symphonie basiert auf dem Gedicht „Ein Jahr ist nun geschwunden“.

Ein Jahr ist nun geschwunden,
Seit du geschieden bist,
Und wie zwei trübe Stunden
Gemahnt mich diese Frist.

Und hättest du gelebet,
Mein Kindchen, dieses Jahr,
So wär’ die Frist entschwebet
Ein helles Stundenpaar.

Nun, seit ich auf der Bahre
Dich mußte sehn, mein Kind,
Denk’ ich, wie wenig Jahre
Verliehn dem Menschen sind.

Ob trüber oder heller,
Wie Stunden sind sie nur,
Ob langsamer, ob schneller,
Entschwunden ohne Spur.

Einst wünscht’ ich langes Leben,
Um lang’ dich blühn zu sehn;
Nun mag es schnell entschweben,
Da ich dich sah vergehn.

Der zweite Satz bezieht sich auf das Gedicht: „Wenn zur Thür herein“. Der dritte Satz basiert auf dem Gedicht „Wiedersehen“.

Der vierte Satz der Symphonie basiert auf dem Gedicht „Zwei Brüder“ von Heinrich Heine. Auch dieses Gedicht führt das Thema des Todes weiter. Es handelt von zwei Brüdern, welche um die Gunst einer Gräfin buhlen. Da sich die Gräfin nicht für einen entscheiden kann, zücken die Brüder ihre Schwerter und fechten so die Entscheidung aus. Doch im Laufe des Kampfes sterben beide Brüder von der Klinge des jeweils anderen. Selbst nach Jahrhunderten kann man zur zwölften Stunde noch die Brüder kämpfen hören.

Die letzten beiden Sätze basieren auf Gedichten von Hugo von Hofmannsthal. Der fünfte Satz bezieht sich auf den „Vorfrühling“, der sechste Satz auf das „Liedchen des Harlekin“. Beide Gedichte bringen eine Wendung in die bisher eher traurige Symphonie. Sie berufen sich auf eine traurige Vergangenheit, auf Schmerzen und Qual, geben aber gleichzeitig den Impuls weiterzuleben. Sie geben neue Hoffnung für das Leben.

LIEDCHEN DES HARLEKIN

Lieben, Hassen, Hoffen, Zagen,
Alle Lust und alle Qual,
Alles kann ein Herz ertragen
Einmal um das andere Mal.

Aber weder Lust noch Schmerzen,
Abgestorben auch der Pein,
Das ist tödlich deinem Herzen,
Und so darfst du mir nicht sein!

Mußt dich aus dem Dunkel heben,
Wär es auch um neue Qual.
Leben mußt du, liebes Leben,
Leben noch dies eine Mal!

Symphonie Nr. 5 “Return to Middle Earth”

Die Symphonie Nr. 5 „Return to Middle Earth“ ist die Fortsetzung der ersten Symphonie The Lord of the Rings. Es handelt sich um eine Auftragskomposition, welche vom „The Middle Earth Consortium Project“, welches von der Valparaiso Universität in Valparaiso, Indiana, USA betrieben wird, in Auftrag gegeben wurde. Es sollte für eine Tolkien-Konferenz geschrieben werden, welche für 2018 geplant war. Der Dekan der Valparaiso Universität nahm drei Jahre zuvor Kontakt zu De Meij auf und gab das Werk in Auftrag. Ein Jahr danach wurde der Dekan abgesetzt und die geplante Konferenz abgesagt. Der Dirigent des Orchesters wollte das Werk jedoch trotzdem aufführen. De Meij hatte zu diesem Zeitpunkt bereits drei Sätze fertig und finalisierte das Werk dann vollständig.

Die Uraufführung wurde von De Meij selbst dirigiert, sie fand am 03. November 2018 statt.

Im Jahr 2019 gab es noch einige andere Premieren, zum Beispiel die Asien-Premiere mit dem Osaka Shion Blasorchester, dirigiert von Johan de Meij, die Europa-Premiere mit Harmonie St. Michael Thorn, dirigiert von Ivan Meylemans, sowie die Deutschland-Premiere mit dem Landesblasorchester Baden-Württemberg unter Björn Bus.

Hintergrund / Titel

Die fünfte Symphonie entstand 30 Jahre nach dem Erscheinen der ersten Symphonie. Mit diesem Werk kehrt De Meij wieder in die Welt von Mittelerde von J.R.R. Tolkien zurück. Obwohl einige Einflüsse der ersten Symphonie in diesem Werk zu finden sind ist doch die fünfte Symphonie ein völlig neues Werk mit neuen musikalischen Einflüssen. Das Werk ist für Orchester und gemischtem Chor sowie einem Solo-Sopran geschrieben. Die Sänger singen in Ilkorin, eine der Elbensprachen. Es gibt insgesamt zwölf verschiedene Elbensprachen. Eileen Marie Moore, eine Freundin von Johan de Meij, spricht die Sprache Ilkorin sehr gut und hat ihm bei der Übersetzung der zugrundeliegenden Gedichte geholfen. Da sie zudem Gesangspädagogin ist hat sie bei der Platzierung der Akzente und Silben des Gesangs zur Musik mitgewirkt.

Es gibt auch Orks und anderes Gesindel. Diese verwenden jedoch nur rohe Schreie in ihrer eigenen Sprache, die als schwarze Sprache bekannt geworden ist.

Die Symphonie besteht aus insgesamt 6 Sätzen:

  1. Miri na Feanor (Juwelen von Feanor)
  2. Tinúviel (Nachtigall)
  3. Ancalagon i-môr (Ancalagon, der Schwarze)
  4. Arwen Undómiel (Abendstern)
  5. Dagor Delothrin (Der Krieg des Zorns)
  6. Thuringwethil (Frau des Geheimen Schattens)

Die fünfte Symphonie erzählt keine konkrete Geschichte. Sie spielt zeitlich (aus Sicht des Buches) vor der ersten Symphonie, Herr der Ringe. Es gibt thematische Hinweise auf die Geschichte, insgesamt ist es aber keine Erzählung der Vorgeschichte des Silmarillion oder des Hobbits, die Tolkien vor dem Herr der Ringe geschrieben hatte. Stattdessen orientiert sich De Meij in der fünften Symphonie an fünf Gedichten. Sie erzählen symbolisch vom Krieg und der Angst allgemein.

Die einzelnen Sätze haben folgenden Hintergrund:

Miri na Feanor (Juwelen von Feanor)

Bevor Sonne und Mond geschaffen wurden, wurde die Welt von Arda vom Licht der zwei Bäume erhellt: scheinender Telperion und goldener Galadlóriel. Sie glühten andauernd, so gab es keine Dunkelheit in den Unsterblichen Landen. Feanor, der große Kunsthandwerker aus Noldorin, fing das Licht der Bäume im Kristall Silima ein und machte daraus drei fabelhafte Juwelen. Der Diebstahl dieser Juwelen durch den abtrünnigen Gott Morgoth, löste all die desaströsen Ereignisse des Ersten Zeitalters in Belerian und tatsächlich auch in den anderen Zeitaltern Mittelerdes aus.

Tinúviel (Nachtigall)

Tinúviel, die Tochter vo Melian der Maia und Thingol von Doriath, und ihr sterblicher Liebhaber, Beren, waren erfolgreich darin, einen der Juwelen von Feanor aus Morgoths Krone zu entwenden. Thingol hatte dieses waghalsige Kunststück als Preis für die Hand seiner Tochter ausgewählt, nicht ahnend dass Beren erfolgreich sein könnte. Er war erfolgreich, mit Tinúviels Hilfe – aber Carcharoth, der große Wolf von Angband, verschluckte das Juwel und Berens Hand bei der Flucht des Paares. Später brachte Carcharoth Beren um und wurde im Umkehrschluss erschlagen – das Juwel wurde intakt aus seinem Kadaver geschnitten. Tinúviel starb vor Gram und folgte ihrem Geliebten in die Hallen von Mandos. Dort sang sie dem Gott des Todes über ihre Trauer vor, der Gott bot ihr an mit Beren von den Toten zurückzukehren, im Austausch gegen ihre eigene Unsterblichkeit.

Ancalagon i-môr (Ancalagon der Schwarze)

Der größte von Morgoths geflügelten Drachen, Ancalagon der Schwarze, wurde im Krieg des Zorns von Earendil der Mariner (Ehemann von Elwing, Tinúviels Enkelin). Earendil segelte erfolgreich zu den Unsterblichen Landen, indem er das Licht des Juwelen von Feanor nutze, welchen seine Frau geerbt hatte. Er kämpfte im Himmel über Morgoths festung gegen Ancalagon und der Sturz des Drachen zerstörte die Türme von Thangorodrim und markierte damit die ultimative Niederlage Morgoths.

Arwen Undómiel (Abendstern)

Arwen Undómiel war eine direkte Nachfahrin von Tinúviel von Doriath. Es wurde gesagt, dass Arwen wir ihre Ur-Ur-Großmutter aussah. Als Königin von Gondor verlor Arwen ihre Unsterblichkeit, die sie für die Liebe zum sterblichen Aragon herab, wie es ihre Vorfahrin getan hatte, Tinúviel – ein Leben voller Liebe versus die Unendlichkeit ohne Liebe.

Dagor Delothrin (Der Krieg des Zorns)

Die Heerscharen von Valar marschierten von den Unsterblichen Landen in den äußersten Westen und vereinigten alle Elben und Menschen im Kampf gegen die Kräfte von Morgoth. Die Schlacht dauerte fünfzig Jahre, aber am Ende waren Morgoths Feuerdämonen und Ork-Legionen zerstört. Earendil erschien am Himmel mit seinem Reittier Gwingeloth, zusammen mit Thorondor, König der Adler, und ein Kampf brach aus zwischen all den fliegenden Kreaturen. Morgoth wurde in seine Minen geschleudert und endlich gefangen, gefesselt mit einer unzerstörbaren Kette aus tilkal und wurde dann in die Zeitlosen Leere hinter die Mauern der Welt gebracht, wo er bis zum Ende der Welt bleiben sollte.

Thuringwethil (Frau des Geheimen Schattens)

Niemand weiß, wie Thuringwethil, der Vampir-Diener von Morgoth starb – aber Tinúviel trug ihre Haut auf ihrem Abenteuer mit Beren, als sie die Juwelen von Feanor aus Morgoths Krone stahlen. Auch als sie am Tor von Angand ihrem geliebten Beren folgte, konnte Tinúviel die Gegenwart der Fledermausfrau spüren, die die Freiheit dieses letzten Fluges genoss.

Symphonie Nr. 1 und Nr. 5, ein Vergleich

Die erste und die fünfte Symphonie beschreiben das gleiche Thema, sie handeln von der Geschichte des Herrn der Ringe. Es gibt jedoch einige große Unterschiede im Aufbau und auch musikalisch, die beide Symphonien voneinander unterscheidet.

Die fünfte Symphonie enthält diverse Anspielungen auf die erste. So werden das Gandalf-Motiv sowie die Ork-Rufe aus der ersten Symphonie auch in der fünften verwendet. Die erste Symphonie ist für ein großes Orchester geschrieben, in der fünften wird neben dem Orchester noch ein mindestens 80 Personen zählender Chor sowie eine Sopranistin benötigt. Die Fünfte ist somit allein schon aufgrund der viel größeren Besetzung viel Klangstärker als die Erste. De Meij verwendete seit seiner dritten Symphonie regelmäßig Chöre und Stimmen. Für die fünfte Symphonie stellte sich De Meij vor, dass eine Solistin in der Sprache Ilkorin die vielen männlichen Charaktere der Geschichte ergänzt.

Neben den rein technischen Unterschieden merkt man als Zuhörer jedoch vor allem eins, die 30 Jahre zwischen den beiden Symphonien. Die fünfte Symphonie ist musikalisch weiterentwickelt als die erste. Sie klingt insgesamt runder und geordneter, aber dennoch in sich stimmig. Aber vor allem überträgt sie Emotionen auf den Zuhörer. In den 30 dazwischenliegenden Jahren hat sich Johan de Meij als Komponist und Musiker weiterentwickelt und er hat all seine Erfahrung und Kenntnisse in diese Symphonie einfließen lassen.

Casanova

Casanova Johan de Meij

Das Stück Casanova schrieb Johan de Meij im Auftrag der niederländischen Musikstiftung „Fonds voor de Schleppende Toonkunst“. Es wurde vom Symphonieorchester „Sint Michaèl“ aus Thorn angefragt und ist dem Dirigenten des Orchesters, Heinz Friesen, gewidmet. Die Weltpremiere fand am 02.April 2000 in der Vredenburg Konzerthalle in Utrecht statt. Als Solist trat Roeland Duijne am Cello auf.

Hintergrund des Werkes

Casanova war wie beschrieben eine Auftragskomposition. Jedoch hatte de Meij bestimmte Vorstellungen zu diesem Werk, die er dem Auftraggeber vorschlug und auch so umsetzte. Wie im Kapitel „Inspiration“ näher beschrieben ist De Meij ein großer Bewunderer des italienischen Opernkomponisten Giacomo Puccini. Daher wollte er ein Werk schreiben, dass eine musikalische Huldigung für Puccini werden sollte. Puccini behandelte in seinen Opern oft die Themen Liebe, Leidenschaft, Intrigen und Verrat, all das sind Eigenschaften, die sich auf das Leben von Casanova übertragen lassen. Daneben sieht De Meij auch einige Parallelen zwischen dem Leben von Casanova und Puccini, beide hatten eine Vielzahl von Romanzen und leidenschaftlichen Liebesaffären. Dennoch sind beide keine unverbesserlichen Frauenhelden.

Zudem hatte De Meij schon länger den Traum, ein Werk für Cello und Blasorchester zu schreiben.

Doch nicht nur seine eigenen Wünsche flossen in das Stück mit ein. De Meij schrieb Casanova in einer schweren Phase seines Lebens. Sein Vater war gerade gestorben und er hatte einige persönliche Konflikte. Insgesamt war es eine eher depressive Zeit für De Meij. Diese Gefühle verarbeitete er ebenfalls in diesem Werk.

Der Ausbruch des Casanovas aus dem Gefängnis (Satz 6) stellte für De Meij den Ausbruch aus seiner depressiven Phase dar. Es war sein „Licht am Ende des Tunnels“.

Dies zusammengenommen führt dazu, dass Casanova das Werk ist, zu dem De Meij die innigste Bindung hat (abgesehen von der Symphonie Nr. 3, zu der er seine Frau heiratete).

Casanova als Person

Das Werk ist ein musikalisches Portrait von Giacomo Casanova, welcher von 1725 bis 1798 lebte. Der Charakter wird musikalisch über acht Takte durch das Cello dargestellt. Jeder Satz beschreibt dabei eine Szene aus dem abenteuerlichen Leben des Casanovas, sein Leben, seine Festnahme, seine Gefängnisstrafe und seine Flucht aus dem berühmten Piombi Gefängnis in Venedig.

Die Informationen über sein Leben stammen von Casanova selbst. Er hinterließ umfangreiche Memoiren, welche unter dem Titel „Geschichte meines Lebens“ veröffentlicht worden waren.

Casanova selbst war eine intelligente und vielseitige Persönlichkeit, er war ein willkommener Gast beim italienischen Adel. Beruflich arbeitete er als Diplomat, Heiler, Direktor der ersten französischen Lotterie und vielleicht sogar als Spion. In den letzten Jahren seines Lebens verfasste er seine Memoiren. Die Richtigkeit seiner oft sehr detaillierten Berichte konnte im Laufe der Zeit durch Vergleiche mit anderen Berichten und Recherchen in diversen Archiven bestätigt werden.

Die Handlung in acht Sätzen

I. Prolog: Das Messer Grande Thema

Im ersten Satz wird das Messer Grande Thema vorgestellt. Dieses besteht aus drei kraftvollen Akkorden in den Blechbläsern.

Messer Grande ist der Polizeichef und arbeitet zudem für die venezianische Inquisition. Er wurde mit der Verhaftung von Casanova beauftragt. Diese Verhaftung fußte auf einer Intrige und vagen Anschuldigungen über dessen so genannten unüblichen und freien Lebensstil.

Es gibt eine große Ähnlichkeit zwischen Messer Grande und Scarpia, dem grausamen Polizeichef in Puccinis Oper „Tosca“. Diese Ähnlichkeit findet sich auch in den musikalischen und thematischen Inhalten des ersten Satzes.

Wie Scarpia oder Javert (ein Charakter aus dem Musical „Les Misérables) ist Messer Grande ein böser Charakter und das musikalische Thema hat die dafür nötige dramatische Stimmung. Das Messer Grande Thema wechselt zum Leidenschaftsthema (18) mit den neun Moll-Akkorden, die so typisch für Puccini sind.

II. Cadenza: Casanova stellt sich vor

Casanova selbst wird in einer Solokadenz für das Cello vorgestellt (47). Sie wird bald mit variierenden Instrumental-Kombinationen umspielt. Typisch für Casanova ist die leidenschaftliche und verführerische Melodieführung.

III. Das Leben bei Hofe

Die dritte Szene (96) beschreibt eine Szene bei Hofe: die frivole Kulisse beinhaltet einen zauberhaften Ballsaal, komplett mit Kronleuchtern, opulenter Kleidung, einer Unmenge an Essen und Trinken … und natürlich … wunderschöne weibliche Gesellschaft. Das Cello führt das Casanova-Thema ein (Übergang zu 100), das bald vom ganzen Orchester übernommen wird.

IV. Die Verhaftung Casanovas

Die Musik findet einen orchestralen Höhepunkt (173), bei dem das Cello vom ganzen Orchester überrannt wird: Casanova wird unter Arrest gestellt und in das berühmte Gefängnis des Dogenpalasts, Piombi, gebracht. Casanovas Verzweiflung und Resignation wird vom Cello ausgedrückt, das langsam in seine tiefen Register abgleitet, während es von ein paar Messer Grande Akkorden der Posaunen begleitet wird (Übergang zu 230). Die schwere Zellentür ist sanft aber unwiderruflich geschlossen (237).

V. Träumereien

Für einige Zeit liegt Casanova apathisch auf seiner Strohmatratze in einer beängstigend kleinen Zelle. Während dieser ersten Nacht der Gefangenschaft wird er von düsteren Gedanken überwältigt. Ein schmaler Streifen Tageslicht scheint durch die Zellengitter (256). Casanova reflektiert sein abenteuerliches Leben, während er im Hintergrund die Geräusche der Stadt. Zur gleichen Zeit denkt er über einen Trick nach, der es ihm ermöglicht, so schnell wie möglich aus seiner Zelle zu fliehen. Die Lamentation des Mönchs Marino Balbi, der in der Nachbarzelle untergebracht ist, dringen an Casanovas Ohr (Fagott Solo 266). Beide Männer kommen heimlich in Kontakt und zusammen entwerfen sie einen Fluchtplan.

VI. Flucht aus dem Piombi Gefängnis

Das Dach des Gefängnisses ist mit Bleiplatten gedeckt, was den Spitznamen des Gefängnisses (Bleikammern) erklärt. Einige Effekte auf dem Schlagzeug zeigen die zerstörerischen Aktivitäten, die es unseren Freunden erlauben, auf dem Piombi über das Dach zu fliehen. Die aufregende Flucht wird von nervösen 16-Ton-Passagen des Cellos dargestellt, umgeben von wiederkehrenden Themen und schließlich dem Weg zum Leidenschaftsthema (544).

VII. M.M. und C.C.

Ein Kloster auf der nahen Insel Murano ist der Handlungsort der nächsten Szene. In diesem Konvent hatte Casanova für eine gewisse Zeit eine Liebesaffäre mit zwei Nonnen. So taktvoll wie er ist erwähnt Casanova nur ihre Initialen in seinen Memoiren. Ein süßlicher Klang, begleitet von Harmonium-ähnlichen Klängen, die von den Klarinetten gespielt werden, führen zu einem Höhepunkt, der nahtlos zum Finale wird (607).

VIII. Der Triumph der Liebe

Wir hören das Leidenschaftsthema noch einmal, aber dieses Mal in triumphaler E-Dur (653) und nach einer kurzen, melancholischen Reminiszenz von M.M. und C.C. durch den Solisten (668) führt ein schnelles Vivace zum triumphalen Schluss.

Madurodam

Hintergrund zum Werk

Madurodam Johan de Meij

Madurodam ist eine Modellbaustadt in der Nähe des niederländischen Regierungssitzes Den Haag im Westen der Niederlande, die jährlich zahlreiche Touristen anlockt. Die Anlage erstreckt sich über ein Areal von circa 18.000 m² enthält über 300 Modelle der wichtigsten Bauwerke, Landschaftsausschnitte und technischen Objekte des Landes im Maßstab 1:25. Die Anlage wurde im Jahr 1950 gebaut und im Juli 1952 offiziell eröffnet. Die Gründer, das Ehepaar Maduro, wollten mit ihr das Andenken an ihren Sohn bewahren. Dieser starb im Jahr 1945 im Konzentrationslager Dachau.

Da Madurodam als „Niederlande im Kleinformat“ für eine Art heile Welt steht, wird der Begriff in der niederländischen Politik auch oft im Zusammenhang mit unterstellter Naivität verwendet. So bezeichnete zum Beispiel die Abgeordnete Ayaan Hirsi Ali den früheren Bürgermeister von Amsterdam, Job Cohen, als „Burgemeester van Madurodam“ (Bürgermeister von Madurodam), weil er nach ihrer Meinung zu behutsam gegen islamistische Extremisten in seiner Stadt vorgehe.

Johan de Meij’s Miniatursuite Madurodam besteht aus acht kurzen Teilen die den Zuhörer auf eine Fantasiereise nach Madurodam schicken. Der erste Satz stellt einen Weckruf dar, die anderen 7 Sätze bilden musikalische Impressionen der “kleinsten” Stadt der Niederlande.

Das Werk besteht aus insgesamt 8 einzelnen Sätzen:

1.Reveille
2.Little Soldiers
3.The Houses of Parliament
4.Windmills & Caroussels
5.Intermezzo-Nocturne
6.Wester Church-Amsterdam
7.Muiden Castle                                  
8.’Grande’ Finale

Die einzelnen Abschnitte

Reveille

Reveille ist ein Hornsignal, das Hauptsächlich in den Armeen der USA oder Großbritanniens als Weckruf zum Sonnenaufgang gespielt wird („Wecken“, von franz. reveillez: „Aufwachen). Auch wenn es keine Belege dafür gibt, so wird doch vermutet, dass Joseph Haydn die britische Version von „Reveille“ komponiert oder zumindest die Entstehung davon begleitet hat. Haydn lebte und arbeitete in London, als unter der Regierung von König George III. gegen Ende des 18. Jahrhunderts die Entscheidung getroffen wurde, die Hornsignale in der gesamten britischen Armee und Flotte zu vereinheitlichen. Haydn dürfte diese Entscheidung kaum entgangen sein und er müsste, schon aufgrund seiner herausragenden Position bei Hofe darin involviert gewesen sein.

Little Soldiers

Madurodam wurde als Gedenkstätte für den Soldaten George Maduro gebaut.

George Maduro wurde auf Curaçao, einer Kolonie der Niederlande, als einziger Sohn einer Familie von sephardischen Juden geboren. Nach Abschluss der Schule zog er nach Leiden in die Niederlande, um Jura zu studieren; seinen Namen Levy ließ er fallen. Am 21. November 1939 wurde er zum Reserve-Leutnant der Kavallerie ernannt. In den ersten Mai-Tagen des Jahres 1940 war er als Reserve-Offizier der Husaren in Den Haag stationiert. Unter seiner Führung wurde die von den deutschen Besatzern okkupierte Villa Dorrepaal bei Leidschendam zurückerobert und deutsche Fallschirmjäger gefangen genommen.

Nach der Kapitulation der Niederlande am 14. Mai 1940 wurde Maduro kriegsgefangen genommen, nach kurzer Zeit freigelassen und anschließend für ein halbes Jahr im Oranjehotel in Scheveningen inhaftiert. Nach seiner Freilassung führten die Deutschen die Pflicht ein, den Judenstern zu tragen, was Maduro verweigerte. Er schloss sich dem Widerstand an und half alliierten Piloten bei der Flucht über Spanien nach Großbritannien. 1943 wollte er sich selbst nach London absetzen, um sich dort als Soldat zu melden. Doch er wurde verraten und an der Grenze zwischen Belgien und Frankreich gestellt. Er wurde in Straßburg inhaftiert, konnte aber entkommen. Bei dem Versuch, einen Mitgefangenen zu befreien, wurde Maduro jedoch erneut festgenommen und inhaftiert. Er wurde ins Konzentrationslager in Dachau gebracht. Kurz vor der Befreiung des Konzentrationslagers durch die Streitkräfte der Vereinigten Staaten starb George Maduro dort an Fleckfieber. Er wurde auf dem Friedhof des Lagers beerdigt.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gaben die Eltern von George Maduro, Joshua und Rebecca Maduro, das Startkapital von 100.000 Gulden zum Bau einer Miniaturstadt, die 1952 in Den Haag eröffnet wurde und den Namen Madurodam erhielt. Die Familie Maduro betrachtete die Miniaturstadt als Denkmal für ihren Sohn. Seit 1993 ist in Madurodam neben einer Gedenktafel ein Modell des Geburtshauses von Maduro zu sehen.

The Houses of Parliament

Das Gebäude, in welchem das niederländische Parlament seinen Sitz hat, wird als Binnenhof oder innerer Hof bezeichnet. Es handelt sich um einen Gebäudekomplex im Zentrum von Den Haag. Die Stadt Den Haag entwickelte sich ab dem 13. Jahrhundert um den Binnenhof herum, der im Verlauf der Geschichte verschiedene Funktionen hatte. Im Goldenen Zeitalter (17. Jahrhundert) war der Binnenhof das Zentrum der europäischen Diplomatie. Das Gebäudeensemble wurde ob des Ursprungs aus der Zeit von 1250 bis 1348 zum Rijksmonument erklärt und wird ergänzend als Paleis der Graven van Holland bezeichnet. Als Jagdschloss und Residenz der Grafen von Holland erdacht, führte es zur Namensgebung für die Stadt ’s Gravenhage, was man vom jagdlichen Anwesen ableitend als des Grafen Gehege deutet und später zur Namensgebung Den Haag führte. Seit 1446 versammelt sich das niederländische Parlament in diesem Gebäude.

Windmühlen der Niederlande

Die Windmühle ist in den Niederlanden ein fester Bestandteil des Landschaftsbildes. Im Laufe der Geschichte haben die Windmühlen viele verschiedene Zwecke erfüllt. Der wichtigste ist dabei das Wegpumpen von Wasser aus den Tiefenebenen zurück in die Flüsse hinter den Deichen. Auf diese Weise wird das Land trocken gehalten und bleibt nutzbar. Neben dem Transport von Wasser wird mithilfe der Windmühlen Holz gesägt und Korn gemahlen. Die älteste Mühle ist eine Wassermühle aus dem achten Jahrhundert. Heute gibt es über 1000 Windmühlen.

Die Windmühlen in Madurodam sind ein Abbild der Windmühlen von Kinderdijk. Diese stehen im schönen, wasserreichen Gebiet in der Umgebung von Dordrecht. Die insgesamt 19 Windmühlen von Kinderdijk wurden um 1740 erbaut um die tiefer liegenden Gebiete des Alblasserwaard trocken zu halten.

Intermezzo / Nocturne

Das Wort Intermezzo stammt aus dem italienischen und bedeutet übersetzt Zwischenspiel. In der Literatur für Klavier gibt es bei mehrsätzigen Werken oft einen Satz in der Mitte, welcher Intermezzo genannt wird und charakterlich oft ein leichtes Scherzo darstellt.

Während der Ausdruck Intermezzo im 18. Jahrhundert eher für ein szenisches Zwischenspiel in der Oper verwendet wurde, wird er seit dem 19. Jahrhundert auch für instrumentale Zwischenspiele gebraucht.

“Nocturne” ist der französische Begriff für ein “Nachstück”. Eine Nocturne ist ein Stück mit einem sehr intimen, träumerischen und stillen Charakter. Vor Chopin hat sich schon der Ire John Field diese Form beschäftigt. Dieses Genre gehört der Romantischen Epoche der Musik an.
In der heutigen Wahrnehmung verbinden sich mit dem Nocturne vor allem in der Romantik entstandene Charakterstücke für Klavier, als deren Erfinder der irische Komponist John Field gilt. Besondere Bedeutung erhielten die 21 Nocturnes von Frédéric Chopin, die in ihrer Anlage nur noch selten dem in dieser Zeit gültigen Bild des Nocturnes als eher langsameres und ruhiges Klavierstück entsprechen, sondern eine große Vielfalt an Ausdrucksmöglichkeiten entfalten. Diesen Vorstellungen entsprechen eher die ebenfalls sehr populären Liebesträume von Franz Liszt, die beim Interpreten allerdings eine hohe technische Versiertheit verlangen.

Das Nocturne in Madurodam beschreibt die Stadt bei Nacht. Johan de Meij schafft hierfür eine feierliche Atmosphäre durch eine unisono Passage in den tiefen Instrumenten.

Die Westerkerk

Die Westerkerk gehört zur Protestantischen Kirche in Amsterdam und liegt zwischen Prinsengracht und Keizersgracht, am Rand des Jordaan, des bekannten Wohngebietes in der Innenstadt von Amsterdam. Sie wurde von Hendrick de Keyser entworfen und im Auftrag des Magistrats von Amsterdam von 1620 bis 1631 erbaut.

Der Westturm ist aus der Umgebung gut sichtbar ist und wurde darum häufig beschrieben (beispielsweise im Tagebuch der Anne Frank, die das Glockenspiel aus ihrem Versteck hören konnte) und besungen wird. Er trägt die Spitznamen „Langer Jan“ oder „Der alte Wester“.

Das Glockenspiel im Turm der Westerkerk, das täglich mehrere Male erklingt enthält Glocken von François Hemony. Der feste Spieler ist Boudewijn Zwart. Während des Gottesdienstes werden die Glocken von den Glöcknern der Westerkerkgemeinde von Hand geläutet. Alle Glöckner sind Mitglieder der ehrenamtlichen Glöcknergruppe der Westerkerkgemeinde.

Schloss Muiderslot

Schloss Muiderslot ist ein pittoreskes mittelalterliches Schloss. Es handelt sich um eine Wasserburg aus dem 13. Jahrhundert. Die Festung gilt als das bekannteste mittelalterliche Schloss in den Niederlanden. Die Festung an der Mündung der Vecht wurde um ca. 1280 von Graf Floris V. erbaut. Bereits kurze Zeit später, im Jahr 1296, wurde sie jedoch vom Bischof Willem van Mechelen verwüstet. 1370 wurde auf den Ruinen des alten Schlosses ein neues Schloss errichtet. Dieses Schloss befindet sich auch noch über 600 Jahre später in perfektem Zustand.

Die Pavane (Ital.: Pavana; engl.: Pavana,), auch italienisch Paduana, ist ein geradtaktiger, feierlich-langsamer Schreittanz angeblich spanisch-italienischer Herkunft, der über ganz Europa verbreitet war und im 16. und 17. Jahrhundert seine Blütezeit erlebte.

Die Pavane steht in einem langsamen geraden Takt (C, 2/2 oder 4/4). Die früheste bekannte Pavane ist in Joan Ambrosio Dalzas Intabolatura de lauto libro quarto (1508, Venedig: Ottaviano Petrucci). Beispiele aus der ersten Hälfte oder der Mitte des 16. Jahrhunderts sind in einem mäßig langsamen Tempo von feierlichem Charakter, das sich deutlich an den Tanzschritten und Bewegungen orientiert. Wie bei Tänzen normalerweise üblich, bestehen die Abschnitte aus einer regelmäßigen Anzahl von Takten, z. B. 8, 12, oder 16 Takte. Beispielhaft dafür sind die Pavanen englischer Komponisten wie Dowland, Byrd, Bull, Peter Philips u. a. Zugleich erreichte die Pavane gegen Ende des 16. Jahrhunderts in England eine immer größere Stilisierung und als Kunstform ihre allerhöchste Vollendung.

Johan de Meij schafft mit seinem 7. Satz im Stil einer Pavane eine mittelalterliche Atmosphäre, in welchem er das Schloss Muiderslot beschreibt.

‘Grande’ Finale

Der letzte Satz der Suite bildet den finalen Abschluss des Werkes. Zunächst kommt das Thema der Windmühlen zurück, welches in das Thema des Binnenhofs übergeht. Zudem erklingt der Beginn der niederländischen Nationalhymne „Wilhelmus“.

Ob sie die älteste Nationalhymne der Welt ist, ist umstritten, aber letztlich eine Frage der Definition. Definiert man eine Nationalhymne als Einheit von Melodie und Text, so ist Het Wilhelmus wohl die älteste Nationalhymne der Welt, gesungen ab dem 16. Jahrhundert. Seit 1932 ist sie die offizielle Nationalhymne der Niederlande.

Die älteste Veröffentlichung der Melodie des „Wilhelmus“ geht auf Adrianus Valerius in „Nederlandtsche Gedenck-Clanck“ im Jahre 1626 zurück.

La Quintessenza

La Quintessenza Johan de Meij

La Quintessenza ist eine musikalische Annäherung an die Quintessenz, das Herz der Materie. In dem er das Augenmerk auf ein fünftöniges Motiv in einer Anzahl von Variationen legte, versuchte De Meij in die Essenz der musikalischen Materie vorzudringen. Das Herz der Komposition ist ein lyrisches Mittelstück (Arioso), dem eine Eröffnungsfanfare im Blechregister (Introduzione) und eine burlesque Variation desselben Motivs (Capriccio) vorangehen. Im vierten Teil (Alla Marcia) wird dieses Hauptmotiv nur als umgebendes Signal genutzt und im Finale wird das Eröffnungsthema wiederholt so dass der musikalische Rundgang komplett ist.

La Quintessenza wurde von der Carroll County Public School (Maryland, USA) in Auftrag gegeben und seine Premiere mit der Carroll County All State Band, dirigiert von Harlan Parker, fand am 28. Februar 1998 in Westminster statt. Die erste Aufführung auf europäischem Boden wurde von der Royal Durch Military Band (Koninklijke Militaire Kapel), dirigiert von Pieter Jansen bestritten, beim jährlichen Red Cross Concert in Amsterdam Concertgebouw am 15. Mai 1998.

La Quintessenza ist eine überarbeitete Version der Komposition Pentagram (für eine Fanfaren-Band) aus dem Jahr 1990. Das Werk wurde neu orchestriert für ein symphonisches Blasorchester auf Anfrage des Auftraggebers hin.

Fellini (Für Altsaxophon, Blasorchester und Zirkusorchester) – Eine Hommage an Frederico Fellini

Fellini Johan de Meij

Fellini entführt seine Zuhörer in die surrealistische und traumhafte Welt des legendären italienischen Regisseurs Frederico Fellini (1920-1993). Seine frühen Einflüsse waren – in seinen eigenen Worten – „Kino, Zirkus, Sex und Spaghetti“. Diese Themen formen die theatralische Tetralogie, in welcher das Altsaxophon als Personifikation des Zirkusclowns dient. Er nimmt nicht die traditionelle Position neben dem Dirigenten ein sondern bewegt sich von einem Make-up-Tisch zu einem Sofa und geht ab und zu bei der Zirkusband vorbei – die Band ist irgendwo in der Lobby des Theaters, unabhängig vom Orchester auf der Bühne. Das Hinzufügen dieser unabhängigen Zirkusband – die aus einem Paralleluniversum zu stammen scheint – erzeugt diese irreale, zirkusähnliche Atmosphäre, wie in vielen von Fellinis Filmen.

Fellini wurde von der Musikgesellschaft Vispe aus Visp, Schweiz, in Auftrag gegeben und von der Fellini Foundation aus Sion, Schweiz, unterstützt. Die Weltpremiere fand am 14. und 15. November 2015 i La Poste in Visp statt und wurde von der Musikgesellschaft Vispe, dirigiert von Johan de Meij und dem Altsaxophon-Solisten Hans de Jong, für den das Stück geschrieben ist, bestritten.

The Wind in the Willows (Der Wind in den Weiden)

The Wind in the Willows Johan de Meij

„Für die, die den Geist der Kindheit in sich lebendig halten.“

„Ein Buch für die, die den Geist der Kindheit in sich lebendig halten; von Leben, Sonnenschein, fließendem Wasser, Wäldern, staubigen Straßen und winterlichen Kainfeuern“, sagte der Autor Kenneth Grahame (1859-1932) über sein Kinderbuch Der Wind in den Weiden. Ursprünglich schrieb er die Geschichten über Ratty (Ratte), Mole (Maulwurf), Badger (Dachs) und Toad (Kröte) um sie seinem blinden Sohn Alistair vorzulesen, aber nachdem das Buch im Jahr 1908 publiziert wurde, wurde es ein weltweiter Erfolg. Es wurde später verfilmt und auch eine Fernseherserie daraus gemacht. Was mich am meisten beeindruckt ist die freundliche, sehr kuschlige Atmosphäre, die Grahame mit seinem optimistischen erzählerischen Stil voll von Seele kreierte; eine Atmosphäre die mich an meine eigene sorgenfreie Jugend erinnerte. Es war so eine große Freude für mich, das Buch in Musik umzuwandeln.

Eine Beschreibung der vier Sätze:

River/Fluss

Der Fluss, der durch den Lebensraum der Tiere wie eine Lebensader fließt ist regelmäßig der Ort, an dem Bootsfahrten und Picknicks stattfinden. Die Tiere leben ihre ungestörten Leben dort. Das viertönige Hauptmotiv (A-C-D-C) wird ausführlich vom Blechblasregister vorgeführt, und kehrt in den folgenden Sätzen als eine Schlüsselmelodie zurück.

Ratty and Mole/ Ratte und Maulwurf

Die lebensfrohe und energiegeladene Ratte und der melancholische, besorgte Maulwurf sind unzertrennbare Freunde und erleben viele Abenteuer. Ihre gegensätzlichen Charakter werden von getrennten musikalischen Themen repräsentiert.

Mister Toad/ Herr Kröte

Der eigensinnige und hochmütige Herr Kröte ist wirklich ein einzigartiger Fall: von Zeit zu Zeit gerät er in gefährliche Situationen und mit seiner Passion für schnelle – am liebsten gestohlene – Autos richtet er eine Menge Schaden an …

The Return of Ulysses/ Die Rückkehr von Ulysses

Nachdem Toad Hall, die majestätische Residenz von Mister Toad sich von der Kaperung durch Wiesel und den Hermelinen aus dem Wilden Wald erholt hat, machen sich unsere Freunde fertig für ein Bankett. Sie feiern den Triumph mit einer großen Parade und so enden Buch und Musik mit einem Happyend.

Zusammenfassung / Fazit

Johan de Meij ist ein sehr vielseitiger und universeller Musiker. Zusammengefasst kann man vor allem eines über ihn sagen, er macht, wozu er Lust hat. Dabei lässt er sich auch nicht durch die Auftraggeber seiner Werke stören. Die meisten seiner Werke sind zwar Auftragskompositionen, den Inhalt und das Thema seiner Werke bestimmt de Meij jedoch meist selbst.

Hinter jedem Werk steckt eine eigene Geschichte. Diese sind, wie die Werke selbst, oft sehr unterschiedlich. De Meij lässt sich auf vielerlei Arten für seine Musik inspirieren. Die Inspiration können bestimmte Bilder, Szenen oder Situationen sein aber auch bestimmte Musiker oder Werke, an denen er sich anlehnt. Zudem sind die Werke sehr abwechslungsreich. Keines seiner Werke gleicht dem anderen. Trotz der Verwendung gleicher Stilmittel oder Kompositionstechniken schafft es De Meij, jedes Mal ein anderes Ergebnis zu erhalten. Besonders eindrücklich ist dies an den fünf Symphonien zu sehen. Jede Symphonie steht absolut für sich. Sie sind teilweise über bestimmte Merkmale miteinander verbunden, dennoch hat jedes Werk einen absolut eigenen Charakter.

In den Werken lassen sich oft bestimmte Ausschnitte, Stile oder Passagen von anderen Musikern finden, die De Meij übernommen hat. In jedem Werk gibt es oft einen kleinen Nenner, auf dem das gesamte Werk aufbaut. Dies können teilweise einzelne Akkorde sein.

Für Dirigenten ist das Werkeverzeichnis von De Meij auch immer interessant. Er hat von der Mittelstufe bis zur Oberstufe ein breites Spektrum gelungenen Kompositionen geschaffen. Da er manchmal jedoch einfach zur Abwechslung auch sehr banale Dinge komponierte, sollte man im Sinne einer gelungenen Programmauswahl nicht blind auf alle Werke von ihm vertrauen. In der Regel sind die meisten seiner Werke jedoch gut orchestriert und abwechslungsreich gestaltet. Zudem erfreuen sich seine Werke auch bei den Zuhörern großer Beliebtheit. Durch die sehr unterschiedlichen Stile und Hintergründe seiner Werke ist es eigentlich fast immer möglich, ein Werk von De Meij in das Konzertprogramm einzupassen.

Vergleichbare Komponisten

Ein vergleichbarer Komponist zu Johan de Meij ist der Deutsche Komponist Kurt Gäble. Ähnlich wie De Meij hat er sich seine Fähigkeiten als Komponist durch das Selbststudium beigebracht. Auch er hat am Beginn seiner Karriere vor allem mit bekannten und oft gespielten Arrangements auf sich aufmerksam gemacht. Danach schrieb er dann ebenfalls eigene Kompositionen, die oft einen eigenen Charakter und immer einen speziellen Hintergrund haben. Im Unterschied zu De Meij schreibt Gäble jedoch auch sehr viel für die normale Unterhaltungsmusik, während sich De Meij vor allem dem konzertanten Genre widmet.

Interessantes

10 Werke, die Johan de Meij allen Dirigenten empfiehlt

Die folgenden zehn Werke empfiehlt De Meij allen Dirigenten zu studieren. Es ist seine persönliche Top 10, die er nicht nach technischen Aspekten, sondern ausschließlich nach ihrem musikalischen Wert ausgewählt hat.

  • Le Sacre du Printemps, Igor Stravinsky
  • Symphony no. 3, Aaron Copland
  • The Planets, Gustav Holst
  • Nixon in China, John Adams
  • Paradise Oratorium, Jacob ter Veldhuis
  • Romeo und Julia, Sergei Prokofiev
  • Tosca, Giacomo Puccini
  • Symphony no. 2, Jean Sibelius
  • Symphony no. 4, Carl Nielsen
  • The Expedition-Opera, Klas Tortensson

Johan de Meij über seine Musik und die Blasmusik allgemein

Johan de Meij ist der Überzeugung, dass die Blasmusik sich in den letzten 100 Jahren weit entwickelt hat, die eigentliche strahlende Zukunft jedoch erst noch bevorsteht. Er zieht oft den Vergleich zu einem Sinfonieorchester. Dieses hat bereits eine über 300-jährige Tradition und eine Vielzahl großer Komponisten, die eindrückliche Werke geschrieben haben. Das Repertoire umfasst dabei symphonische Literatur mit Werken von Mahler, Bruckner, Mozart und Beethoven sowie viele andere.  

Die Blasmusik dagegen steckt noch in den Kinderschuhen, die Anzahl von guter Originalliteratur ist immer noch sehr begrenzt. Eine einheitliche Kultur fehlt. Zudem kämpfen viele Orchester immer noch gegen den Ruf von biertrinkenden Straßenmusikanten ohne besondere Tiefe in der Musik. Die Entwicklung hat jedoch begonnen und es gibt zunehmend Orchester, die auf einem sehr professionellen Niveau gute Literatur spielen. Komponisten wie Holst, Milhaud oder Hindemith haben bereits einige sehr qualitative Originalwerke für das Blasorchester geschrieben. De Meij ist jedoch der Ansicht, dass dies noch lange nicht ausreicht. Es sollten mehr Komponisten wie Adams, Reich und Andriessen für Blasorchester schreiben.

Ein Problem sieht De Meij noch in der undefinierten Besetzung. In einem Sinfonieorchester ist die Besetzung standarisiert, sie unterscheidet sich von Werk zu Werk, ist aber vom Komponisten meist klar definiert. In einem Blasorchester sind oft bestimmte Stimmen vorgegeben, es ist aber aufgrund der unterschiedlichen Größen und Ausstattungen der Orchester nicht sicher, welche Stimmen von wie vielen Musikern gespielt werden oder ob manche Stimmen ganz fehlen. De Meij versucht dieses Problem zu lösen, indem er die Anzahl der benötigten Musiker auf den jeweiligen Instrumenten vorgibt. Insgesamt ist er der Überzeugung, dass seine Musik einen positiven Einfluss auf die Erweiterung und Bewahrung der Blasorchesterliteratur hat.

Übersicht über die drei Teile:

Die Biografie Johan de Meijs (Teil 1)
Johan de Meij als Komponist (Teil 2)
Auszüge seiner Werke (Teil 3)

Quellenangaben:

Alexandra Link, Blasmusikblog.com, 10 persönliche Fragen an Johan de Meij
Text von Eileen Marie Moore, 2019.
Anthony Fiumara im Gespräch mit Johan den Meij
Friedrich Rückert (1788–1866) aus Kindertotenlieder
Wikipedia, Kindertotenlieder
Hugo von Hoffmannsthal, Liedchen des Harlekin Rundelverlag, Werkinformationen zu Symphonie Nr. 2
Mark Camphouse, Composer on Composing Vol. 2, GIA Verlag, Johan de Meij

Alexandra Link

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Musik ist ein sehr wichtiger Bestandteil meines Lebens. Musizierende Menschen zusammen zu bringen meine Leidenschaft.

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