6 Fragen an Jörg Seggelke zur Teilnahme der Bläserphilharmonie Regensburg am DOW 2016

Die heutigen Antworten zu meinen 6 Fragen zur Teilnahme am Deutschen Orchesterwettbewerb kommen vom musikalischen Leiter der Bläserphilharmonie Regensburg, Jörg Seggelke:

 Wie und wann hat sich Ihr Orchester für den DOW qualifiziert? Was waren die Voraussetzungen zur Teilnahme am DOW?

„Wir haben uns über den Bayerischen Orchesterwettbewerb in München, durchgeführt in den Studios des Bayerischen Rundfunks, qualifiziert. Als Punktbestes 2. platziertes Orchester bundesweit wurden wir nachnominiert, da manche Bundesländer keinen Teilnehmer entsandt haben.“

Mit welchen Werken treten Sie in Ulm beim DOW an und warum haben Sie für Ihr Orchester gerade diese Werke ausgesucht?

„Die Harmoniemusik für Blasorchester von Bob Vos haben wir als Pflichtstück gewählt, da es uns als sehr interessant in der Einstudierung erschien. Man kann viel an diesem Werk lernen. Besondere Instrumentation, besondere Klangfarben, kammermusikalische Herangehensweise. Ein Werk welches sehr unterschiedliche Spielarten und Charaktere von einem Orchester fordert. Inzwischen macht dieses Werk dem Orchester viel Freude!

Den Fight for Liberty von Mario Bürki haben wir als Wahlstück erwählt, da es einen absoluten Kontrast zum Pflichtwerk bietet. Opulenter Klang, das gesamte Orchester wird an technische Grenzen geführt, und vor allem eine tolle Story dahinter. Andreas Hofers Freiheitskampf fordert ein musikalisches Abenteuer heraus!“

Was ist Ihnen in der Wettbewerbsvorbereitung besonders wichtig und wie bereiten Sie Ihr Orchester ganz speziell auf diesen wichtigen Wettbewerb vor?

„Der Spaß am Musizieren steht im Vordergrund. Kein Druck erzeugen, denn es geht nicht darum, welchen Platz wir im Wettbewerb schaffen, sondern um die besondere Energie auf der Bühne, die entsteht, wenn ein Orchester sehr gut vorbereitet wurde und alle an einem Strang ziehen, sowohl in der persönlichen Vorbereitung, als auch im Probenbesuch etc. zu spüren. Wir sind kaum aus unserer gewohnten Routine ausgebrochen. Denn zwischen den Wettbewerben hat das Orchester ja seine normalen Konzerte zu spielen und wir sind alles Laien im Orchester, also ist die Zeit der Musiker/innen endlich. Ein paar Tutti Proben, 2 Registerproben mit besonders guten und genauen Dozenten und ein Probentag in Klausur, sowie ein normales Bezirkswertungspiel als Generalprobe für den DOW musste und sollte reichen. Das schwierigste für uns dabei war die Finanzierung der Unternehmung, denn da entstehen natürlich immense Kosten, also wenn jemand Spenden möchte???“

 Welchen Stellenwert haben Wettbewerbe und Wertungsspiele einmal für Sie selbst und andererseits für die Musikerinnen und Musiker in Ihrem Orchester?

„Der Wettbewerb bietet uns ein ungewohntes Forum und fördert dadurch eine besondere Probenatmosphäre. Der Wille der Vorbereitung steigt, der Probenbesuch steigt und man hat endlich einmal Zeit etwas genauer in 2 Stücke einzusteigen. Aber ab einem gewissen Niveau sind es vor allem die Musiker/innen selbst, die durch ihr häusliches Üben zum Erfolg beitragen. Und es ist fantastisch die anderen Orchester zu hören, zu treffen und sich auszutauschen! Aber ich glaube die Musiker mögen die Konzerte lieber… Für mich ist beides gleich, ich möchte den Moment der Musik auf der Bühne erleben, der alles zusammenführt.“

Was spricht Ihrer Meinung nach generell für Wertungsspiele bzw. Wettbewerbe, was dagegen?

“s.o.”

Mit welchen Erwartungen gehen Sie und Ihre Musikerinnen und Musiker nach Ulm?

“s.o.”

Über die Bläserphilharmonie Regensburg

Die Bläserphilharmonie Regensburg wurde 1994 unter dem Namen Symphonisches Blasorchester Regensburg (sbor) gegründet. Erster Dirigent und gleichzeitig Gründer des Orchesters war der Leiter der Musikschule, Wolfgang Graef-Fograscher. Ziel war es, mit engagierten Laienmusikern Symphonische Blasmusik auf hohem Niveau zu spielen. Diesem Grundsatz fühlt sich das Orchester auch heute noch verpflichtet. Es setzt sich aus erfahrenen Laien zusammen, die nicht nur aus dem Großraum Regensburg, sondern auch aus der gesamten ostbayerischen Region zum gemeinsamen Musizieren zusammen kommen.

Seit Januar 2001 leitet der Dirigent und Tubist Jörg Seggelke das Orchester.

Von Anfang an lag der Schwerpunkt der Literaturauswahl auf Originalwerken und hochwertigen Bearbeitungen symphonischer Vorlagen. Stilreichtum und anspruchsvolle Interpretationen spielen dabei stets eine wichtige Rolle. Insbesondere große symphonische Werke, die eine ganze Konzerthälfte füllen können, gehören zu den Favoriten des Orchesters.

Die Bläserphilharmonie konnte sich in den Jahren ihres Bestehens auch über Regensburg hinaus einen Namen machen und durch erfolgreiche Teilnahmen an nationalen wie internationalen Wettbewerben Aufmerksamkeit gewinnen. Im Jahr 2013 nahm das Orchester zum Beispiel beim internationalen Wettbewerb „Flicorno d´Oro“ in Riva del Garda (Italien) teil und erreichte bei seinem Debüt auf internationaler Bühne gleich einen zweiten Platz in der „Categoria superiore“. Auch mit regional und international bekannten Solisten (mitunter aus den eigenen Reihen) hat die Bläserphilharmonie bereits zusammen musiziert. Jüngster Erfolg des Orchesters war der 2. Platz beim Bayerischen Orchesterwettbewerb im November 2015.

Über den Dirigenten Jörg Seggelke

Jörg Seggelke
Jörg Seggelke

Geboren in Freiburg im Breisgau, begann Jörg Seggelke im Alter von neun Jahren Tenorhorn zu spielen. Mit elf merkte er, dass ihm die tiefen Töne der Basstuba besser gefielen und er begann seine Ausbildung auf diesem Instrument an der Jugendmusikschule Dreisamtal und im Musikverein Kirchzarten. Nach mehreren Erfolgen bei “Jugend musiziert” (Bundespreis 1985) begann er bereits mit 15 Jahren, an der Musikhochschule München zu studieren.

Als Jungstudent bei Prof. Manfred Hoppert bekam er zunächst Einzelunterricht im Fach Tuba und begann dann 1986 mit dem Vollstudium, das er 1990 als Diplom-Orchestermusiker und staatlich geprüfter Musiklehrer abschloss. 1992 erhielt er das Meisterklassendiplom, weitere Meisterkurse folgten.

Von 1994 bis 1998 war Jörg Seggelke Lehrbeauftragter im Fach Tuba am Mozarteum in Innsbruck, von 1995 bis 2005 unterrichtete er Blechblasinstrumente, Kammermusik und Orchesterleitung an der Städtischen Sing- und Musikschule München.

Schwerpunkt seines Interesses sind inzwischen das Dirigieren und die Orchesterleitung. Zur Zeit dirigiert Jörg Seggelke das Blasorchester Kirchheim (Schwaben), die Jugendblaskapelle Sonthofen, das Bezirksjugendorchester Schwabmünchen des Allgäu-Schwäbischen-Musikbundes (ASM 13) sowie die Bläserphilharmonie Regensburg (sbor). Außerdem ist Jörg Seggelke erster Vorsitzende der Bayerischen Brass Band Akademie.

Ein herzliches Dankeschön für die Beantwortung der Fragen an Jörg Seggelke.

Die Bläserphilharmonie Regensburg spielt ihre Wettbewerbsbeiträge am Sonntag, den 1. Mai um 14.30 Uhr im Edwin-Scharff-Haus in Neu-Ulm. Ich freue mich schon auf den Vortrag und wünsche der Bläserphilharmonie Regensburg viel Spaß beim Musizieren und viel Erfolg im Wettbewerb.

Der nächste Beitrag in dieser Reihe erscheint am kommenden Mittwoch mit dem kurzen Interview an Manuel Epli von der Bläserphilharmonie der Stadt Blaustein. Wer keinen Beitrag verpassen will kann sich gerne auf neue Beiträge abonnieren (siehe oben rechts!).

 

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Musik ist ein sehr wichtiger Bestandteil meines Lebens. Musizierende Menschen zusammen zu bringen meine Leidenschaft.

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