Blasorchesterrepertoire: Vom Anbeginn der Zeit bis in alle Ewigkeit

Blasorchesterwerke zum Thema „Zeit“ – Teil 3

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Dieses ist der dritte Beitrag zum Thema “Zeit”. Darin findet Ihr Repertoire-Vorschläge von der Entstehung der Erde im christlichen Sinne, Werke, die sich mit alter Musik beschäftigen beispielsweise aus dem Mittelalter oder der Renaissance, Betrachtungen der heutigen Zeit, der Zeit an sich, der Zeitenwende, den Aufbruch in neue Zeiten bis hin zum vermuteten Ende aller Zeiten. Lasst Euch inspirieren!

Vince Gassi: Genesis

Grad 4 | 7:19

„Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde“ – so beginnt das Alte Testament der Bibel. Ein großes Thema, die Schöpfungsgeschichte, dessen sich Vince Gassi sich hier annahm. Insgesamt sieben verschiedene Charaktere sind im Verlauf von Genesis zu hören. Bevor es dramatisch in diesem Werk wird, leiten ein Piccolo mit anschließendem Flötensolo nachdenklich ein. Es folgen explodierende Energie, leicht und mysteriös, exotisch, eine gesangliche Ballade, leidenschaftlich und furios und schließlich die kraftvolle Climax.

Vollständige Aufnahme, kostenfreie Demo-Partitur, weitere Informationen und Bestellmöglichkeit: Genesis

Michael Sweeney: Ancient Voices

Grad 1+ | 3:50

Ancient Voices soll nach Aussage des Verlagstextes eine „Aura prähistorischer Zeit kreieren“. Die gewählten Mittel – neben dem reinen Spielen des Instruments – sind zum Beispiel der Einsatz von Blockflöten (entweder von den Querflöten oder einer Blockflötengruppe zu spielen), Cluster, Singen, Effekte mit den Instrumenten (Luftströme), Stifte gegen Notenständer schlagen. Ein richtig cooles Stück, um kindliche und jugendliche Ohren auch an einen neuen, zeitgenössischen Klang zu gewöhnen. Ich bin sicher, dass Ancient Voices gerade durch die Vielfalt und den Klang begeistern wird.

Vollständige Aufnahme, kostenfreie Demo-Partitur, weitere Informationen und Bestellmöglichkeit: Ancient Voices

Jan Van der Roost: From Ancient Times

Grad 6 | 16:30

Okay, zugegeben, dieser Übergang ist hart. Quasi wie von 0 auf 100. Jan Van der Roost schrieb auch ein Werk aus alter Zeit – in ganz anderer Weise und für die Profis unter den Blasorchestern. Während Michael Sweeney in Ancient Voices von der Welt der Dinosaurier musikalisch erzählt, widmet sich Jan Van der Roost in From Ancient Times dem gregorianischen Gesang und mittelalterlicher Musik. Allerdings in seiner eigenen Art. Sehr modern in der Klangsprache…

In der Partitur ist folgender Text von Jan Van der Roost zu lesen: „From Ancient Times ist ein großes Werk, das vor allem von der Musik aus der Zeit der flämischen Vokalpolyphonie inspiriert ist. Genaue Zitate kommen zwar nicht vor, wohl aber verschiedene kompositorische Prinzipien und Techniken dieser Stilrichtung, die allgemein als die Basis für die weitere Entwicklung der westlichen Musik angesehen wird. Damit ist dieses Werk eine Hommage an ein „goldenes Zeitalter“, in dem Komponisten aus den Niederlanden praktisch überall in Europa an den wichtigsten Höfen und in den größten Kulturzentren zu finden waren. Einige große Namen aus dieser Zeit sind Orlando di Lasso, Josquin Desprez, Adriaan Willaert, Johannes Ockeghem, Jacob Obrecht, Heinrich Isaac, Guillaume Dufay und Philippus de Monte. All diese Komponisten werden zur äußerst bedeutenden Flämischen Schule gerechnet. Auch in anderen Künsten, wie der Teppichweberei, der Buchdruckerei und der Malerei (hier seien Rubens, Van Dijk, Brueghel und Van Eyck genannt), war Flandern tonangebend; leider ist dieser kulturelle Vorsprung im Laufe der Zeit durch zahlreiche Kriege verloren gegangen.

In dieser Komposition wird jedoch auch auf noch ältere Musik zurückgegriffen: Gregorianische Reminiszenzen am Anfang, ein mittelalterlicher Tanz (eine Estampie),… Grundlage dieses Werkes sind wahrlich „alte Zeiten“, die Tonsprache hingegen ist vorwiegend modern.

Ein paar augenzwinkernde Anspielungen sind auch dabei: Das Ostinato in den Bässen (Estampie) geht zum Beispiel aus den Noten EBBA (für European Brass Band Association) hervor und der erste Zusammenklang des Estampie-Themas besteht aus einer Quartenschichtung, die sich aus den Notennamen im Namen der VLAMO ergibt. Die VLAMO  (Vlaamse Amateurmuziekorganisatie) ist die Auftraggeberin dieses Werkes. Es wurde für die European Brass Band Championships 2009 in Brüssel als Pflichtwerk komponiert. Die originale Version dieses Werks ist also für Brass Band geschrieben und weist in diesem Zusammenhang noch eine zweite Dimension auf: Von Adolphe Sax wird manchmal behauptet, er sei Franzose. Tatsächlich wurde er aber im belgischen Dinant geboren und hat dort auch lange gelebt, bevor er nach Paris zog. Neben dem Saxophon entwickelte er die Familie der Saxhörner – und diese ist auch in der Brass Band vertreten. Obwohl man die Wurzeln der Brass Band im Angelsächsischen vermuten würde, ist sie doch eigentlich ein Phänomen aus dem niederländischen Raum. So vermischen sich hier denn allerhand alte Ideen aus verschiedenen Zeitaltern zu einer einzigartigen Mischung. From Ancient Times ist also ein Meilenstein in meinem Oeuvre, mit dem ich eine bescheidene Hommage an ein paar meiner musikalischen Vorväter bringen will.“

Demo-Aufnahme, kostenfreie Demo-Partitur, weitere Informationen und Bestellmöglichkeit: From Ancient Times

André Waignein: A Medieval Suite

Grad 2+ | 5:25

Nochmals Mittelalter, aber wieder in ganz anderer Weise. Programmatischer, denn André Waignein lässt in A Medieval Suite die Dinge aufploppen, die wir gewöhnlich mit dem Mittelalter verbinden. Die Satzfolge:

  1. Die Ritterparade
  2. Lied der Jungfrauen
  3. Bauerntanz

Auch die Klänge sind gewohnt.

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeit: A Medieval Suite

Franco Cesarini: Renaissance Suite

Grad 3 | 9:15

Nach dem Mittelalter kommt die Renaissance. Dieser widmete sich Franco Cesarini in seiner Renaissance Suite. Wenn wir von der Renaissance sprechen, so ist das in etwa die Zeit des 15. und 16. Jahrhunderts.

Ausführliche Informationen in Form von Texten über Werke findet man auf den Websites der Verlage ja leider kaum. Umso glücklicher bin ich, dass ich im Besitz diverser CDs bin, in denen es noch ausführliche Booklets gibt. So habe ich denn auch im CD-Booklet der CD-Box (6 CDs) Franco Cesarini – Komponistenportrait folgenden Text über die Renaissance Suite gefunden:

„Girogio Vasari, ein Maler, Architekt und Historiker aus Florenz, war im Jahre 1550 der Erste, der den Begriff ‚rinascimento‘ (Renaissance) verwendete. Als Bezeichnung für die italienische Kunst des 15. und 16. Jahrhunderts wurde das Wort jedoch nicht vor 1860 eingeführt. Diese Epoche ist gekennzeichnet durch eine Rückbesinnung auf die Kunst der Antike, die unter moderneren Aspekten weiterentwickelt wurde. Als Basis für die viersätzige Komposition Renaissance Suite verwendete Franco Cesarini vier Stücke unbekannter Komponisten aus der Renaissance, nutzte zugleich die Farben des modernen Blasorchesters und ließ so die Atmosphäre dieser faszinierenden musikalischen Formen wiederauferstehen. Der majestätische erste Satz im Stil einer Pavane ist mit Vive Henri IV (Lang lebe Heinrich IV) überschrieben und stammt ungefähr von 1590. Danach folgt ein schnellerer Satz mit dem Titel Kemp’s Jig (um 1600). Der dritte Satz – Canario (um 1500) – beginnt langsam, wechselt aber bald zu einem schnellen 6/8-Takt. Bransle de Chevaux (um 1590) führt die Suite zu einem spektakulären Schluss.“

Demo-Aufnahme, kostenfreie Demo-Partitur, weitere Informationen und Bestellmöglichkeit: Renaissance Suite

Mario Bürki: Chronos – Der Mann auf dem Tor

Grad 4+ | 8:00

Chronos

In Forchheim (Oberfranken) gibt es ein Tor, die „Porta Vorchheimensis“, das auf 12 Bronzetafeln die Geschichte dieser Stadt zeigt. Auf dem Tor sitzt Chronos. Chronos ist in der griechischen Mythologie der Gott der Zeit. Er versinnbildlicht den Ablauf der Zeit und auch die Lebenszeit.

Den Auftrag zu Chronos – Der Mann auf dem Tor bekam Mario Bürki vom Musikverein Forchheim-Buckenhofen. Der Wunsch des Orchesters war ein Eröffnungswerk von ca. 5 Minuten über oben genanntes Tor. Als Mario Bürki sich das Tor ansah, inspirierten ihn jedoch nicht die 12 Bilder mit der Geschichte Forchheims, sondern die Figur darauf. Allerdings wuchs das Werk dann auch auf 10 Minuten an… So geht das mit der Zeit… Man vertut sich gefühlsmäßig schnell mal…

Zum Werk schreibt Mario Bürki: „Das Hauptthema der Komposition beschreibt Chronos, wie er majestätisch auf dem Tor sitzt und über die Zeit wacht. Das zweite Thema beschreibt die Zeit an sich: Mit stetem Puls rinnt der Sand der Zeit Korn um Korn. Wie sich die Zeit nicht anhalten oder beschleunigen lässt, fliesst auch der 2. Teil meines Werkes kontinuierlich dahin. Doch der Eindruck täuscht: Manchmal wird die Zeit als kurzlebig, manchmal als träge war genommen. Und genau darüber wacht Chronos, der Mann über dem Tor der Zeit!“

Vollständige Aufnahme, kostenfreie Demo-Partitur, weitere Informationen und Bestellmöglichkeit: Chronos – Der Mann auf dem Tor

Wer sich für das geschichtsträchtige Tor in Forchheim mit der Skulpur des Chronos interessiert, kann sich hier einen Flyer mit Informationen runterladen:

Ted Huggens: Reflections of this time

Grad 4 | 9:53

Ted Huggens – mit richtigem Namen Henk van Lijnschooten – läutete eine neue Zeit der Blasmusikliteratur in Europa ein. Spielbare, originale Werke – oft mit ‚edukativem‘, also ausbildenden, lehrenden Charakter – um den Blasorchester der unteren Stufen eine Alternative zu den viel gespielten Bearbeitungen und Transkriptionen an die Hand zu geben. Reflections of this Time wurde bereits 1980 geschrieben, also vor mehr als 40 Jahren. In diesem Zusammenhang sehen wir etwas ganz Bemerkenswertes: Die Schwierigkeitsangabe des Verlags ist Grad 4. Vermutlich ist diese Angabe seit 1980 nicht mehr überprüft worden. Nach heutigen Standards ist Reflections of this Time maximal mit Grad 3 zu bezeichnen.

Henk van Lijnschooten war in Europa ganz entscheidend für die Entwicklung der europäischen eigenständigen Blasorchesterliteratur. Die Werke unter seinem eigenen Namen und unter seinem Pseudonym Ted Huggens unterscheiden sich im Charakter der Werke. Bei der Musik von Ted Huggens will man immer tanzen oder sich zumindest zur Musik bewegen. Sie lehnt sich an die Popmusik an, bleibt jedoch immer speziell, also ohne zu viel zu imitieren. Ein eigener Beitrag über Henk van Lijnschooten / Ted Huggens ist, glaube ich, längst mal überfällig und sollte ich mal endlich in Angriff nehmen.

Zurück zur Musik. Reflections of this Time besteht aus drei Sätzen und wird im Promo-Text so beschrieben:

I. Teil. ‘The exciting new harmony band’ ist geschrieben worden im damaligen ‘neuen’ Blasmusikkonzept mit der Verwendung von Elementen aus der Popmusik.
II. Teil. ‘Blue Air’ ist eine ruhige Melodie, bei der man sich von der Aufregung des ersten Teils erholen kann.
II. Teil. ‘Fugue à la mode’ ist ganz typisch für den Huggens Stil: eine auf einen motorischen Hintergrund gegründete klassische Fuge.

Absicht war sicher, in Anlehnung an den musikalischen Geschmack der 80er Jahre ein Werk zu schaffen, dass die damaligen Stile in gewisser Weise imitiert, aber auch darstellt.

Demo-Aufnahme, kostenfreie Demo-Partitur, weitere Informationen und Bestellmöglichkeit: Reflections of this time

Thierry Deleruyelle: Colors of time

Grad 2 | 4:50

Auch Thierry Deleruyelle beschäftigt sich mit der gegenwärtigen Zeit, 40 Jahre später als Ted Huggens und in ganz, ganz anderer Weise. Er bringt nicht den musikalischen Zeitgeist in seine Komposition Colors of time, sondern geht es eher philosophisch-emotional an. Es geht um Gefühle in Farben gegossen. Im beschreibenden Verlagstext ist zu lesen: „Ein Blick ins Leben ist wie ein Blick auf die Farben der vergehenden Zeit. Manchmal kühl und geheimnisvoll, manchmal opalisierend, warm oder leuchtend, sind die Farben der Zeit, wie das Leben selbst, ständig im Wandel. Indem wir die Grenzen des Alters ignorieren und unsere Geheimnisse schützen, liegt die Kraft der Farben in der Tatsache, dass sie Emotionen, Gefühle, Erinnerungen und Stimmungen vermitteln. Wenn Farbe sich materialisiert, wird sie zu Musik.
Mit zarten und kraftvollen Stimmungen, brillanten und intimen Texturen und fröhlichen und nostalgischen Klängen sickert Musik in unser Gedächtnis ein wie Geschichten, die aus vielen individuellen Erfahrungen des wirklichen Lebens stammen.“

(Fast) Vollständige Aufnahme, kostenfreie Demo-Partitur, weitere Informationen und Bestellmöglichkeit: Colors of time

Kees Vlak: The Millenium Song

Grad 2 | 4:20

Ein Jahrtausend-Wechsel! Das war ganz schön aufregend damals… Können sicher alle bestätigen, die dabei waren. Eigentlich war es ja nur ein Jahreswechsel von 1999 auf 2000. Ein Jahrtausend-Wechsel hätte ja bedeutet, dass wir vom Jahr 1000 auf 2000 springen… Falsche, aber überall gebräuchliche Wortwahl also, nur weil von da an, die 2 ganz vorne in der Jahreszahl stand und steht. Mit dem sogenannten Jahrtausendwechsel haben sich damals viele Komponisten beschäftigt. 33 Ergebnisse gibt es, wenn man Blasorchesterliteratur nach dem Schlagwort „Millennium“ sucht. Darunter eben auch der Millennium Song von Kees Vlak. Wenn man nach Werken sucht, die den sogenannten Jahrtausendwechsel zum Thema haben, dann sind es sogar noch mehr…

Für Kees Vlak war der besondere Jahreswechsel wohl sehr besinnlich und nachdenklich. Sehr schlicht ist die Melodie von The Millennium Song. Einen Blick auf den Verlagstext bestätigt diesen Höreindruck: „Am Vorabend des Millennium-Wechsels hält Kees Vlak mit dieser Komposition eine Rückschau auf das 20. Jahrhundert und das zweite Jahrtausend. Dieses Werk für Chor, Solostimme und Blasorchester ist zugleich ein Begrüßungslied für die nächste Epoche. Die Entwicklungen haben sich vor allem im letzten Jahrhundert überschlagen und diese Tendenz wird sich im nächsten Millennium sicherlich noch steigern. Das Fortschreiten der Technik wird zu erstaunlichen Ergebnissen führen. Die Informatik wird dafür sorgen, dass jeder in allen Winkeln der Welt jede Sekunde erreichbar ist. Die Welt wird sozusagen ein großes Dorf (The Global Village). Allerdings fragt sich der Tonkünstler, ob es neben all dieser Technik auch noch Raum und Zeit für Liebliches und Sanftes geben wird.“

Stellenweise erinnert mich The Millennium Song an ein Weihnachtslied – weiß aber nicht, welches…

The Millenium Song kann wie oben beschrieben mit Chor und / oder Solostimme aufgeführt werden. Dies für all diejenigen, die auf der Suche nach kleineren Werken für beispielsweise ein Kirchenkonzert sind, bei denen die örtlichen Chöre eingebunden werden können.

Demo-Aufnahme, weitere Informationen und Bestellmöglichkeit: The Millenium Song

Jan de Haan: Overture to a New Age

Grad 4 | 13:41

Das ist eines meiner All-time-Favorite-Werke. Okay, von denen gibt es viele, das geb ich ja zu… Overture to a New Age durfte ich schon mehrmals spielen. Es macht großen Spaß. Ein besonderes Erlebnis hatte ich damit, als ich es mit Jan de Haan am Dirigentenpult spielen durfte. Es hat sowieso etwas Spezielles, wenn der Komponist des Werkes selbst dirigiert. Ich bin sicher, dass Overture to a New Age zu den Werken gehört, die immer wieder aufgelegt werden und auch in Zukunft noch viel gespielt werden. Ganz davon abgesehen, dass es ein hervorragendes Konzertwerk ist, ist es auch so angelegt wie ein ideales Wettbewerbs- bzw. Wertungsspiel-Selbstwahl-Stück ist. Das Orchester kann mit Overture to a New Age ganz schön viel von sich selbst zeigen.

Ins Thema passt es an dieser Stelle ideal als Übergang von der Vergangenheit über die Gegenwart in die Zukunft. Mit jeder Stunde, mit jedem Tag, jedem Jahr und gewiss mit jedem Zeitalter ändert und erneuert sich etwas. Angst vor der Zukunft? Na, Respekt auf jeden Fall. Und Hoffnung auf bessere Zeiten. All das ist zu hören in Overture to a New Age (wenn man genau hinhört…).

Demo-Aufnahme, kostenfreie Demo-Partitur, weitere Informationen und Bestellmöglichkeit: Overture to a New Age

Naoya Wada: Toward the Bright Future

Grad 3 | 6:48

Für Naoya Wada sieht die Zukunft hell und rosig aus. Zumindest lässt er das in Toward the Bright Future vermuten. Hoffnungsschimmer und positive Gefühle sind zurzeit ja auch vielleicht das, was wir gut gebrauchen können. Musik an, Nachrichten aus. Dann geht’s uns besser… Für eine kleine Weile zumindest.

Der eigentliche Hintergrund des Werkes finde ich nicht so spannend. Es ist eine Auftragskomposition zum 110-jährigen Jubiläum einer Schule in Japan. Da kann man im Grunde alles komponieren…

(Fast) Vollständige Aufnahme, kostenfreie Demo-Partitur, weitere Informationen und Bestellmöglichkeit: Toward the Bright Future

Derek Bourgeois: Apocalypse

Grad 6 | 19:00

Und am Ende aller Zeiten? Erwartet uns die Apokalypse. Wie sich Derek Bourgeois den Weltuntergang vorstellt, hören wir in seinem Werk Apocalypse. Okay, schön wird’s nicht. Aber da sind wir uns wohl alle einig. Hoffentlich erleben wir und unsere Kinder sie nicht…

Nun, das Werk ist klasse. Spielen würde ich es schon gerne einmal in der restlichen Zeit, die mir hier auf Erden vor der eigentlichen Apocalypse noch bleibt.

Demo-Aufnahme, kostenfreie Demo-Partitur, weitere Informationen und Bestellmöglichkeit: Apocalypse

Mit Apocalypse, einem Grad-6-Werk, endet dieser dritte Beitrag mit Blasorchesterwerken zum Thema “Zeit” nicht gerade versöhnlich. Die versöhnlichen Werke kommen dann wieder im vierten Beitrag der Serie, wenn es um schöne Momente, gesellige Stunden und besondere Zeiten geht.

Hier der Überblick über die vierteilige Serie mit Blasorchesterrepertoire zum Thema Zeit:

Von morgens früh bis tief in die Nacht
Im Jahreslauf von Neujahr bis Silvester
Vom Anbeginn der Zeit bis in alle Ewigkeit
Von Momenten, Stunden und besonderen Zeiten

Liste mit 100 Blasorchesterwerken zum Thema “Zeit” zum Download:

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Musik ist ein sehr wichtiger Bestandteil meines Lebens. Musizierende Menschen zusammen zu bringen meine Leidenschaft.

4 thoughts on “Blasorchesterrepertoire: Vom Anbeginn der Zeit bis in alle Ewigkeit

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